Einmal im Jahr – so war es die letzten 10 Male – startet die re:publica in Berlin. Die re:publica ist eine Konferenz rund um das Thema Internet und die digitale Gesellschaft. Drei Tage lang gibt es Vorträge und Workshops, die von Themen wie Medien im Kontext zu Kultur, Technik und Entertainment handeln. So mancher Trend wurde hier schon vorausgesagt oder vorgestellt. NEU ist, das es im Herbst 2016 eine re:publica in Dublin geben wird.
2012 besuchte ich die re:publica zum ersten Mal. Damals kamen über 3000 Besucher. Es wirkte familär und überschaubar. Die Menschen waren offen und neugierig aufeinander und ich hatte nie das Gefühl – jetzt wird es eng. Jeder sprach mit jedem und es war egal, wer wie bekannt war. Und ohne Verabredung – man traf sich – auf dem 3 Hektar großen Gelände genannt Gleisdreieck, das früher ein Bahnhof war. Es gab acht verschiedene Bühnen und die Vortragsredner kamen schon damals aus der ganzen Welt. Es war alles sehr „nahbar“.
2016 waren es über 8000 Besucher. Soviele Vorträge wie noch nie. Und dabei seien dieses Jahr über die Hälfte der Besucher zum ersten Mal dabei. Das Gleisdreick hatte die letzten Jahre immer mehr und größere Bühnen bekommen. TROTZDEM – dieses Jahr konnte dem Vortrag nicht mehr gelauscht werden, weil der Raum brechend voll mit Zuhörern war. Trost ist mittlerweile, dass viele der Vorträge aufgezeichnet werden und auf Youtube gesendet werden. Trotzdem (dieses Wort hat einen ganz anderen Klang seit dem Vortrag von Sascha Lobo – doch dazu später). Den Vortrag live oder vor Ort zu sein ist unersetzbar.
Vergangenes Jahr konnte ich aufgrund eines Familienfestes nicht daran teilnehmen, da war die Freude dieses Jahr umso höher. Leider fehlten dafür andere Bekannte. Liebevoll wurden sie als #rpTENhomies benannt. Vorträge werden trotzdem zu Hause auch geschaut, weil man oft nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann, auch wenn man „mittendrin“ und dabei ist. Die analogen Gespräche, gemeinsames Lachen oder sich direkt nach dem Vortrag darüber auszutauschen – es gehört dazu. Es gibt sogar Besucher, die sagen: Das ist das Wichtigste!.
Der Affenfelsen erhielt seinen Namen, weil vor Jahren in der Mitte die Sitzgelegenheiten auf verschiedenen Höhen mit Holzkisten angeordnet wurden. Es war Ruhepunkt, Treffpunkt, Arbeitsstätte für alle, die sofort ihre Eindrücke auf ihren Webseites oder für die jeweiligen Auftraggeber geschrieben und gesendet haben. Dieses Jahr waren es gestapelte Bäckerkisten mit jeweils Mehrfachsteckdosen um die Handys, Tabletts und Notebooks aufzuladen. Freies WLAN ist selbstverständlich. Mittlerweile gibt es auch viele Stände in der Eingangshalle von Institutionen sowie von jungen Startups (Neugründungen von Unternehmen) die ihre Arbeit vorstellen. Das Land Baden-Württemberg war wieder dabei, die Firma Autodesk, die Deutsche Bundesbahn, Telekom und viele andere.
Bei Autodesk habe ich von dem 3D-Drucker erfahren, der mittlerweile auch Metall druckt und so für Brückenbau und auch im Flug- und Fahrzeugbau verwendet werden kann. Die Brücke wurde in Amsterdam gebaut. Mehr zu dem niederländischen Startup MX3D
Zum Thema Energie habe ich den Vortrag von Dirk Baranek aus Stuttgart gehört. Der Vortrag veranschaulichte: Wir sind schon mitten in der Zukunft, Energieautos, selbstfahrende Mobilität und soweiter. Dirk Baranek gibt einen guten Überblick über die momentane Situation. Ein Zuhörer gab ihm das Feedback: „Es sei noch einiges gesagt worden, was auch Menschen die sich intensiv mit dem Thema noch nicht bekannt war“.
Informativ waren auch der Vortrag von Kate Crawford und Adam Harvey

Seither überlege ich mir ernsthaft welche Zeichnung ich ins Gesicht mache oder welche Frisur notwendig wäre um einer automatischen Gesichtserkennung aus dem Radar zu schlüpfen.
Auch die Politiker schauen mittlerweile gerne vorbei auf der Re:publica. Günther Oettinger, Andrea Nahles und der US-Botschafter hielten einen Vortrag. Auch der Vorsitzende des Bundesgerichtshof BGH-Richter Thomas Fischer aus Karlsruhe sprach. Da er im Stau steckte, hielt er am nächsten Tag eine Kurzfassung seines Vortrages. Lieblinge sind nach wie vor Sascha Lobo und Gunter Dueck. Angeblich haben 2000 Zuhörer in der Halle Platz. Und seit Sascha höre ich immer noch das zögernde, bestimmende, trotzende, schüchterne,laute TROTZDEM :-/
Wer mehr noch den Vorträgen zuhören möchte re:publica …. Es werden aktuell immer noch Vorträge online gestellt. Und ich verliere mich nun fast, das eine oder andere wiederholt zu hören und auch „Verpasstes“ zm ersten Mal anzuschauen.
Auch fallen mir immer wieder gute Zitate und Wissenswertes ein. Gerade bei Sascha gab es Daten zum Thema wer wählt und wie ist der Zusammenhang zur Schulbildung und Nutzung von Social Media im Vortrag von Wolfgang Gründinger (ab Minute 12.30 Deutschland ist ein besonderer Fall)
Wie gut, dass Youtube eine Mediathek und den Kanal re:publica hat, um nachzuhören. TROTZDEM … ich zehre, freue mich immer noch daran, über die vielen Begegnungen und Gespräche auf der #rpTEN und freue mich sehr auf die nächste Re:publica im Jahr 2017. YEAH
Hin und wieder hört man es jemanden sagen: „Nein, Zeppelin würde ich nie fliegen. Der könnte ja abstürzen“. Vielleicht sind die Überlieferungen der Anfänge des Zeppelins in Oberschwaben, Allgäu und Bodensee in den Familien noch hörbar und daher präsent. Damals vor über 110 Jahren, als die ersten fliegenden „Zigarren“ am Himmel zu sehen war. Technisch hat sich viel getan seither. Das Fliegen ist heute eine selbstverständliche Art der Mobilität um von einem Ort an einen anderen zu gelangen. Trotz dieser Ängste, der Zeppelin hatte schon damals viele Unterstützer und Freunde. Ein heutiger Flug mit dem Zeppelin ist geräuscharm und die Piloten werden viele Stunden vorher geschult, bis sie in die Lüfte sich erheben dürfen. Der Flug im Zeppelin ist ruhig, fast lautlos und wirkt majestätisch.












Ausländische Gäste haben sehr häufig die Mainau auf ihrem Besuchsprogramm. Die Meersburg ist auch oft dabei. Der Hohentwiel bei Singen, als Burg ebenfalls beeindruckend samt Ausblick, steht meist auf der Liste beim nächsten Besuch. Wenn ich mich recht erinnere, ist die durchschnittliche Urlaubszeit am Bodensee 5 Tage. Selbst eine Woche ist zu kurz um die vielen Angebote am Bodensee zu besuchen. Daher – es bleibt auch noch einiges übrig für einen erneuten Urlaub am Bodensee und der Region. Mit Blick auf das Hinterland „Oberschwaben“. Es geht auch eine Woche in Oberschwaben ohne Langeweile zu verbringen und der Bodensee wird gar nicht besucht. Geht und ist überlebbar.
Zeppelin. Ja – es gehört zu
Mit dem aktuellen
Optimierungen sind hinsichtlich Verkehrsfluß am Bodensee angesagt. Die langen Staus, die überlasteten Bundes- und Kreisstraßen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel können besser aufeinander abgestimmt werden, optimiert werden. Viele sagen, dass man mit dem Rad im Sommer schneller von einem Ort zum anderen kommt als mit dem Auto.

























