Oberschwaben-Welt

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Juli 16, 2018
von upperswabia
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Bunter Festzug beim Schützenfest Biberach

„Schee wars“ und es ist sind immer Überraschung dabei beim Bunten Festzug in Biberach. Witzige und kreative Ideen lassen sich die Schülerinnen und Schüler mit Lehrern sowie die Musikkapellen einfallen. Das ist der Festumzug der Biberacher Schulen. Erstmals waren auch Schulen aus den Nachbarorten dabei, wie Warthausen, Mittelbiberach und Ummendorf.

Den Anfang bilden die Wägen, gezogen von Pferden mit den Kindern des Schützentheaters. Das Kinderamateurtheater ist das älteste in Deutschland. Jedes Jahr ein neues Thema und auch viele neue Kinder, die mitmachen. Seit Anfang des Jahres laufen die Proben und während der mehrwöchigen Aufführungszeit sind auch mehrere Auftritte in der Woche in der Stadthalle das Pflichtprogramm. Wobei Pflicht, das gibt es nicht. Es ist eine Ehre Mitglied bei den Machern und Mitwirkenden des Schützenfestes in Biberachs zu sein.

Bunt ist der Umzug, weil jede Schule sich ein Motto auswählt. Die jeweiligen Schulklassen wiederum wählen sich daraus ein Thema und Basteln für dieses Mitmachen am Festumzug.

Erstmalig war dieses Jahr auch das Motto „Schützenfest“ dabei. Ob Schützenschatz, Schützenwurst, Schützendirektion – liebevoll wurden die Kostüme dazu angefertigt. Auch eine kreative gute Idee.

Die WG-Trommler sind bekannt dafür sich ein aktuelles Stadtthema oder Politikthema auszuwählen. Dieses Jahr war es das Thema „Radarfallen“. Da wurde vor wenigen Wochen kräftig investiert im Stadtgebiet. Schicke schwarze Türme am Straßenrand, die in beiden Richtungen blitzen können. „Die Radarfallen mag ich gar nicht“, sagte eine Zuschauerin. Beifall erntete die Trommlergruppe des Wielandgymnasiums für diese Ideenumsetzung. Und irgendwie ist es auch schon Tradition, dass die WG-Trommler mehr Haut zeigen und provokanter sein dürfen, als die anderen Trommlergruppen.

Doch schaut selbst … etwas über 5 Minuten, die nur einen Eindruck einiger Gruppen aus dem Bunten Umzug repräsentieren.

Juli 13, 2018
von upperswabia
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Heilig-Blutfest Bad Wurzach

Heilig-Blutfest Bad Wurzach

Heilig Blutfest Bad Wurzach 03

Am dritten Freitag im Juli ist die Feier des Heilig-Blut-Festes mit Reiterprozession in Bad Wurzach. Im Jahr 2018 nahmen 66 Blut-Reitergruppen aus Oberschwaben teil. Weiterhin begleiten musizierend innerhalb der Stadt noch 28 Musikkapellen zwischen den einzelnen Blutreitergruppen den Festzug. Außerhalb der Stadt beten und singen die Reitergruppen, bei der auch weibliche Prozessionsreiterinnen teilnehmen können. Die Sicht ins Allgäu, auf die Alpenkette kann grandios sein. Doch heuer war es sehr diesig und eher ein grelles Sonnenlicht war am wolkenlosen Himmel. Wetter und die Natur sind bei einem Prozessionsritt wichtig, denn es prägt den Verlauf. Ob im gemeinsamen oder stillen Gebet, beim Singen, der Blick ist auf das Miteinander und in die Natur gerichtet. Die Hügellandschaft, die Weite der Landschaft, selbst wenn die Alpen sich im Dunst verstecken, es ist beruhigend.

Malteser Reiterstaffel ist beim Prozessionsritt dabei

 

Der diesjährige Träger der Heilig-Blut-Reliquie ist Weihbischof Matthäus Krarrer. Es ist für ihn eine Ehre den Festgottesdienst zu gestalten und die Reliquie zu tragen. Schon als Kleinkind pilgerte er mit seinen Großeltern zum Heilg-Blutfest. Auch konnte er als Geistlicher zehnmal die Prozession reitend mit der Reitergruppe aus Seibranz begleiten.

Festordner Georg Baumeister

„Es ist eine Ehre ist es, dabei zu sein“, sagt Georg Baumeister. Der 77jährige ist Festordner in Bad Wurzach und hat seinen Wallach Goldo dabei, der mit einer aufwendigem Muscheltrense geschmückt ist. Er kennt viele der Reiter und auch sie sprechen ihn an. Neckend, anerkennend, freundlich – er gehört zum Fest dazu. Er findet es gut, dass Frauen bei dieser Prozession dabei sind.

Die Diskussion, ob in Weingarten eines Tages auch Frauen am Blutfreitag mitreiten dürfen polarisiert. Ihm wäre es egal. Doch es gibt Männer, die wollen, dass alles so bleibt wie es ist – ohne Diskussion. Andere denken, dass es dann zu viele Reiter werden könnten. Die Teilnehmerzahlen am Blutfreitag sind rückläufig. Baumeister erinnert sich noch gut, als es nur 1600 Blutreiter in Weingarten waren. Damals in den 60er Jahren. Die Landwirte hatten sich Schlepper gekauft und das Pferd verschwand auf den Höfen als Nutztier. Erst in den 70er Jahren, als das Pferd zum Pferdesport entdeckt wurde, stieg die Anzahl der Prozessionsteilnehmer wieder an. Höchster Stand war vor einigen Jahren mit knapp über 3000 Prozessionsreiter in Weingarten, seither ist die Teilnahme stetig abnehmend. In Bad Wurzach nahmen vor wenigen Jahren über 1600 Pferde am Heilig-Blutfest teil.

Weihbischof Karrer mit der goldenen Blut-Reliquie in der Hand

Auf dem Weg zum Gottesberg und danach geht es in die Innenstadt Bad Wurzach hinab

Juli 7, 2018
von upperswabia
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Sommerfeeling

Sommerfeeling wie ich es genieße. Abends eine Runde Reiten, die Rosen täglich beschnuppern. Ein Gespräch auf der Straße mit Nachbarn oder einer Person. Zeit haben. Die Abende genießen mit einem Glas Radler oder sogar mit einem Glas Wein in der Hand. Schön ist es. Genießen können. Nicht immer einfach, wenn das Arbeitspensum drückt, die Erledigungsliste nicht kleiner wird. Und obwohl ich es liebe, wenn die Pflanzen wachsen, doch es irritieren mich auch die Maiswälder, denen beim täglich Hochwachsen zugeschaut werden kann. Andererseits das Getreide wird gelber, reifer. Die Ernte kommt.

Sommer. Eine Liebe.
Und was schrieb Wilhelm Busch vor langer Zeit:

Wie liegt die Welt so frisch und tauig
vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
ins grüne Tal hinein.

Mit allen Kreaturen bin ich
in schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl es innig,
und eben darum lieb ich sie.

Und wird auch mal der Himmel grauer;
wer voll Vertrau’n die Welt besieht,
den freut es, wenn ein Regenschauer
mit Sturm und Blitz vorüberzieht.

(Wilhelm Busch)

Juli 1, 2018
von upperswabia
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Stadt- Dorf- und Heimatfeste Juli 2018

Den Sommer und diese wunderbaren Nächte, mit einem Glas Wasser, Schorle, Bier oder Wein in der Hand. Zusammen mit Freunden, an einem See oder in der Innenstadt auf einer Bank sitzend und sich des Lebens freuen. So schön können oberschwäbische Sommerabende sein.

Ob mit oder ohne Musik. Die Ruhe der Landschaft, das geschäftige in der Innenstadt oder das Stimmengewirr auf einem Fest. Schön ist es. Besucher und Zuschauer sein bei den aufwendigen historischen Festumzügen. Kinderfeste und historische Altstadtfeste.
Unter die Leute sich mischen, das macht Freude.

Nachfolgend die Festtermine im Juli – ein Festmonat in Oberschwaben.

29. Juni bis 8. Juli 2018
Frundsbergfest
Info: Frundsbergfest
Ort: Altstadt Mindelheim

5. bis 8. Juli 2018
Sommerfest
1. Bullitreffen am 8. Juli 2018
Info
Ort: Festplatz Blitzenreute bei Fronreute

6. bis 9. Juli 2018
Kinder- und Heimatfest
Ort: Festplatz am Rain Isny

6. bis 8. Juli 2018
26. Brunnenfest Reute
Ort: Dorfplatz Reute bei Bad Waldsee

6. bis 9. Juli 2018
Ulrichsfest Berg
Info: Bergbier
Ort: Berg bei Ehingen

6. bis 8. Juli
Kinder- und Heimatfest Weissenau
Ort: Ortsmitte Weissenau bei Ravensburg

6. bis 10. Juli 2018

Welfenfest – historisches Schüler- und Heimatfest
Info Welfenfest
Ort: Innenstadt Weingarten

6. Juli bis 15. Juli 2018
11. Internationales Donaufest Ulm
Info Donaufest
Ort: Neu Ulm

7. bis 9. Juli 2018

Ulrichsfest Uigendorf
Ort: Festplatz Uigendorf

7. bis 8. Juli 2018
Dorffest Sulmingen
Ort: Sulmingen bei Maselheim

12. bis 16. Juli 2018

70. Seehasenfest
Info: Seehasenfest.de
Ort: Uferanlagen Friedrichshafen

12. bis 16. Juli 2018
Bächtlesfest (500 Jahre)
Info Bächtlesfest
Ort: Innenstadt Bad Saulgau

13. bis 22. Juli 2018
Biberacher Schützenfest
Info: Biberacher-Schützenfest.com
Ort: Innenstadt Biberach

13. bis 23. Juli 2018
Ulmer Volksfest
Info: Ulmer Volksfest
Ort: Festplatz Friedrichsau

14. Juli 2018
36. Lindauer Stadtfest
Ort: Lindau Insel

14. bis 15. Juli 2018
Marktplatzfest Baienfurt
Ort Baienfurt

14. bis 17. Juli 2018
Leutkircher Kinderfest
Ort: Innenstadt Leutkirch

14. bis 15. Juli 2018
Seenachtsfest Haslach
Info Seenachtsfest.haslach.biz
Ort: Stausee Haslach bei Rot an der Rot

15. bis 16. Juli 2018
Seenachtsfest
Ort: Ersingen bei Ehingen

19. Juli 2018

Kinderfest Memmingen
Ort: Memmingen

19. bis 22. Juli 2018

Kinder- und Heimatfest
Info Kinderfest-Wangen
Ort: Altstadt Wangen

20. bis 23. Juli 2018

Sommer- und Kinderfest
Ort: Volksplatz Ehingen

20. bis 22. Juli 2018
Stadtfest Hayingen
mit Kunst- und Handwerkermarkt
Ort: Hayingen

20. Juli bis 24. Juli 2018
Rutenfest
Info: Rutenfest
Ort: Innenstadt Ravensburg

21. Juli 2018
Schnakenfest
Ort: Kurpark Bad Wurzach

21. bis 23. Juli 2018
Schwörwoche mit Schwörmontag
Info: schwoermontag.com
ort: Innenstadt Ulm

27. bis 29. Juli 2018
38. Schlossseefest
Info: www.schlossseefest.de
Ort: Mimmenhausen bei Salem
27. bis 30. Juli 2018
43. Uferfest
Ort: Uferpromenade Langenargen

27. bis 30. Juli 2018
Sommerfest Reichenbach
Ort: Festzelt Reichenbach bei Bad Schussenried

28. bis 29. Juli 2018

Marktplatzfest
Ort: Marktplatz Altshausen

28. bis 29. Juli 2018
Altstadt- und Seenachtfest Altstadt
Ort: Bad Waldsee

28. bis 30. Juli 2018
Annafest
Ort: Festplatz Unlingen

29. bis 30. Juli 2018
Schwebefest
Ort: Dürrenwaldstetten bei Langenensingen

 

Juni 23, 2018
von upperswabia
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Kloster Wiblingen – Sankt Martin Kirche

Das spätbarocke Kloster Wiblingen bildet den Startpunkt oder den Endpunkt, je nach dem wie die oberschwäbische Barockstraße begangen wird. Das Zentrum der Anlage ist die erbaute Kirche St. Martin. Seit 1993 trägt die Kirche den Titel Basilika Minor. Das ist ein Ehrentitel, den der Papst bedeutenden Kirchengebäuden verleiht. Basilika Minor bedeutet kleinere Basilika.

Der Kirchenraum wirkt sehr hell und hat grandiose Deckenfresken. Der Baustil repräsentiert den Übergang vom Spätbarock zum Frühklassizismus.

Im Jahre 1778 arbeitete Januarius Zick in der Kirche, als Bauleitung und auch zuständig für die künstlerische Ausstattung der Kirche. Er ist berühmt für seine moderne frühklassizistische Gestaltung in hellen Farben. Wände und Säulen sind in Weiß gehalten. Gold und Ornamente wirken leicht im Raum. Zicks Deckenbilder sind eine Besonderheit im süddeutschen Raum.

Das Kloster ist bis heute unvollendet. Die Benediktinermönche wurden beim Bau der Anlage 1806 von der Säkularisation eingeholt. Hundert Jahre später wurde der Südflügel fertiggestellt. Das im Kircheninnern noch Planungen, die nie realisiert wurden anstehen, fällt auf beim Hinausgehen. Dort wo normalerweise über dem Eingang eine Orgel zu sehen ist, sucht man diese vergebens. Bisher hat die kleine Basilika eine Chororgel. Sie kann aber nicht den gesamten Kirchenraum mit ihren Klängen erreichen. Daher wird für die Realisierung des Baus einer Hauptorgel geworben und um Spenden gebeten.

Ort: Kloster Wiblingen, Schloßstraße 38, 89079 Wiblingen (südlich von Ulm)

 

Juni 17, 2018
von upperswabia
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Spanien Rundreise Merida

Merida

Merida ist die Hauptstadt der Region Extremadura. Es ist eine Stadt mit heute fast 60.000 Einwohnern und großer römischer Geschichte. Bei der Reiseplanung war die Erstidee noch einen Zwischenstopp von Sevilla nach Madrid einzulegen. Merida lag somit auf der Route. Doch was wir dort ohne großes Vorwissen entdeckten ließ uns Staunen. Es ist das spanische Rom.

Ausgrabungsstätten wurden überbaut mit Gebäuden. Darunter kann es weiter gehen mit den Ausgrabungen und es ist jederzeit einsehbar. In den Gassen sind immer wieder römisch Überbleibsel zu erkennen und auch beschrieben. Der Eindruck ist, dass in der Stadt noch viele Jahre gegraben werden kann und es werden Zeugnisse der römischen Hochkultur sichtbar werden. Was schon ausgebudelt ist, ist schon superlativ.

In Merida kann noch heute die längste Brücke, die von Römern vor über 2000 Jahren gebaut wurde, überquert werden. Die Puente Romana ist 792 Meter lang, hat 60 Rundbögen, die den Fluss Guadianas überspannen.


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Die Reste der Alcazaba, der Palast können besichtigt werden. Es ist eine arabische Wehranlage, die als sehr wichtige architektonische Hinterlassenschaft dieser Zeit gilt. Die Anlage war von einer 550 Meter langen und 10 Meter hohen Mauer umgeben. Der kleine Tempel der Diana umgeben von Wohnhäusern in einer Altstadtgasse. Das Nationalmuseum ist ein Neubau,

Beeindruckend ist auch das Gelände, auf dem das Amphitheater und das Theater zu besichtigen sind.

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Im römischen Theater werden seit 1993 wieder Aufführungen gezeigt. Im Jahr 2018 wird ein internationales klassisches Theaterprogramm auf diesem Gelände gezeigt.
Mehr Informationen unter: http://www.festivaldemerida.es/
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In Merida kann noch ein Circus Maximus – eine Pferderennbahn besichtigt werden. Das Wagenrennen von Ben Hur gehört zu den Filmklassikern. In Merida konnte ich es mir sehr gut vorstellen, wie dies vor ca. 2000 Jahren ablief. 30.000 Menschen können sich rund um die Rennbahn auf den Steinreihen verteilen.

Heute wird dieses Gelände von Wohnblöcken und Bürogebäuden umreiht. Das Circus Maximus ist eingezäunt. Vor 2000 Jahren lag dieses Areal noch außerhalb der Stadt, wie in alten Plänen zu erkennen ist.

Unsere Unterkunft war etwas außerhalb in Don Álvaro. Etwas mehr als 9 Kilometer südwestlich von Merida. Wir kamen am Abend an. Das Licht war ungewöhnlich. Der Blick von der Veranda auf diese weite Landschaft, es machte sprachlos. Einfach nur hinsitzen und den weiten Horizont beobachten mit seinen kleinen Feldern, den Hügeln, der Weite. Der Gastgeber, ein Geschichtslehrer, hat sich hier einen Traum erfüllt. Ein Haus gebaut im Stile einer römischen Villa. Es gibt 10 Gästezimmer und einen Gemeinschaftsraum, in dem morgens ein leckeres Frühstück angeboten wird. Ein sehr friedlicher ruhiger Ort. Wir waren während unserem Besuch sogar die einzigen Gäste. Das Wasser im Pool war frisch. Diese Aussicht, die Ruhe, die Vollmondnacht und die Gastfreundschaft im Hause …. unvergesslich.

Adresse und Webseite: Casa Rural Romana in Don Álvaro.

Das Foto stammt vom nächsten Tag. Es war Vollmond und frühmorgens war es sogar nebelig.
Der Blick bei unserer Ankunft mit diesem ungewöhnlichen Licht blieb unfotografiert, aber im Gedächtnis.

Juni 17, 2018
von upperswabia
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Spanien Rundreise Sevilla 2

Sevilla – Teil 2

Die Hauptstadt von Andalusien verzaubert. Es ist die viertgrößte Stadt in Spanien und hat sehr viel zu bieten. Und schon nach der ersten Nacht in Sevilla ist klar, ich komme wieder. Hier gibt es viel zu entdecken. In einem Reiseführer stand, dass sich selbst Einheimische in den vielen schmalen Gassen in der Stadt verirren. Vielleicht. Uns ist es nicht passiert, es wirkte sogar schon am zweiten Tag vertraut, obwohl wir aus der Fewo in der Innenstadt immer wieder andere Wege ausprobierten. Übrigens wir fanden es leichter sich mit der Karte zu orientieren.

In der Fußgängerzone kann geshoppt werden, wobei auch in den kleinen Gassen überraschend schöne Einkaufsmöglichkeiten sind. Diese fanden wir sogar viel authentischer und charmanter. Auf dem Platz vor der Oper war ein Kunsthandwerkermarkt. Meine spanische Freundin sagte zu mir: „Rieche die Stadt“. Normalerweise fällt einem sofort auf, wenn etwas unangenehm riecht. Nach diesem Hinweis schloss ich die Augen und schnupperte in die Nachtluft und auch am nächsten Tag in die morgendliche Frische oder zur warmen Mittagszeit. Es riecht jedesmal anders. Waffeln, Orangen, ein Mix aus harzigem Blumendurft. Sevilla ist eine Stadt für alle Sinne.

Real Alcázar

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Die monumentalen Sehenswürdigkeiten wie das Real Alcázar oder die Kathedrale. Das Real Alcázar ist ein Palast, der aus verschiedenen Bauten seit Beginn des 9. Jahrhunderts erweitert wurde. Es ist ein Meisterwerk des Mudejár Stil. Dieser Stil ist geprägt aus dem Mix von arabischen und christlichen Bau- und Kunststil. Übrigens, wer sein Eintrittsticket schon vorab online gekauft hat, braucht auch in der Nebensaison keine Stunde anstehen. Jedenfalls – selbst beim erneuten Besuch von Sevilla, da schaue ich wieder vorbei.

Real Alcázar Sevilla – Eintritt am besten online vorher schon ordern.

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Sevilla – Plaza de Espana

Sevilla – Plaza de Espana

Auch der Plaza des Espana verzaubert. Das Gebäude, der Platz, der Park Maria Luisa wurde zur Iberoamerikanischen Ausstellung im Jahre 1929 erbaut. Der Halbkreis hat einen Durchmesser von 170 Meter und auf beiden Seiten des Gebäudes steht ein 80 Meter hoher Turm. Im Halbkreis ist ein Kanal angelegt, der mit einem Boot befahren werden kann und von vier Brücken überquert werden kann. Am Gebäude sind 50 Nischen mit einer Mosaikarbeit angelegt, die jeweils eine Stadt in alphabetischer Reihenfolge präsentieren. Und trotz monumentaler Größe sind immer wieder Details am Gebäude, an den Brücken zu sehen. Angrenzend ist der Park – ebenfalls zum Schauen und sich im Schatten zu bewegen oder einfach auszuruhen.

Ort: Plaza de Espana – täglich von 8 bis 22 Uhr – Eintritt frei

Trotz den vielen schönen restaurierten gepflegten historischen Gebäude, der Metropol Parasol de la Envarnación wirkt modern und auch der Blick übers Dach und die Dächer von Sevilla faszinierend. Die moderne Konstruktion wurde von dem Architekten Jürgen Mayer realisiert. Im Erdgeschoß ist eine Markthalle und einige Bars. In der Markthalle entlang den Ständen schlendern führt zu Hunger. Die Obst- und Gemüsestände. Da kann einem Metzger zugeschaut werden, wie er hauchzart die Scheiben von einem Serrano Schinken schneidet. Und bei der Gelegenheit ist es wert darüber nachzudenken, wenn schon tote Tiere, dann besteht dies aus mehr als nur Filetstückchen. Daher wie werden wohl die anderen Bestandteile verwertet und zubereitet. Sowas gibt es im deutschen Supermarkt oder an der Wursttheke nicht.

 

 

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Sevilla hat mein Herz erobert. Ich komme wieder. Selbst wenn es viele Besuche benötigt bis ich dem Herz von Sevilla ganz nahe komme. Eine feine elegante Stadt und dies vermutlich zu jeder Jahreszeit. Selbst auf die Gefahr hin, dass mit weniger sommerlichen Temperaturen die vielen Sitzplätze im Freien leerer wirken und sich mehr innerhalb der Bars abspielt. Es bleibt eine Lieblingsstadt von mir.

Ich freu mich auf ein Wiedersehen.

Juni 17, 2018
von upperswabia
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Spanien Rundreise Sevilla 1

Sevilla

Sevilla, die Stadt von der soviele schwärmen und begeistert sind. Ja. Sevilla hat auch mich erobert. und begeistert. Dabei haben wir noch gar nicht viel gesehen. Der Mix aus Kultur, Lebensfreude, Architektur alt und neu und meinetwegen auch etwas Glamour und Eleganz – bezaubernd.

Abends kamen wir an und nutzten dies um einen Stadtrundgang zu wagen. Die engen Gassen würden wie ein Labyrinth wirken, so lasen wir in einem Reiseführer. Es stimmt es gibt viele kleine Gassen, doch verlaufen haben wir uns nicht. Eine Gasse entlang laufen und um die nächste Ecke sitzen wieder Menschen, die lachen, reden und die Abendstimmung genießen.

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Sevilla – Alcázar

Am nächsten Tag war unser erstes Ziel der Alcázar von Sevilla – es ist der mittelalterliche Königspalast von Sevilla. Dort wohnt auch die Königliche Familie aus Spanien, wenn sie in Sevilla ist. Der Palast ist im dominierenden Mudéjar-Architekturstil erbaut.

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Juni 10, 2018
von upperswabia
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Spanien Rundreise Ostwind

Als Pferdefans und weil es kein großer Umweg war, fuhren wir auf unserer Andalusien-Rundreise an der Hacienda Buena Suerte vorbei. Dort wo Ostwind, der Hauptdarsteller von dem gleichnamigen deutschen Film „Ostwind III“ sein Zuhause hat. Auch Teile des Filmes wurden dort gedreht. Ein idyllischer Ort zwischen Olivenbäumen. Ostwind, der eigentlich Attila heißt lebt dort nicht allein. Auch sein Double wohnt neben ihm. Weiter gibt es ein Gästehaus für begeisterte Reiterinnen und Reiter, die dort Ferien und Reitunterricht nehmen wollen.

Bemerkenswert waren die verschmusten Pferde auf den unterschiedlichen Koppeln. Sie kamen alle her und ließen sich streicheln und schauten so vertraut und lieb einen an. Herzerwärmend. Eine Frau, die ihre Ferien auf der Hacienda verbrachte, sagte: „Ich wüßte schon, welches Pferd ich am liebsten mitnehmen würde“.

 

Schmunzeln musste ich, weil Ostwind (Attila) kein Interesse für ein Paparazzi-Foto hatte. 😀

Ostwind alias Attila zeigt sich von der Seite.

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Koordinaten: Villamartín, Cádiz, Spanien, 36.865400, -5.571494
Hacienda Buena Suerte

Video auf Youtube, den ich für diesen Beitrag entdeckte.
Das Video gibt sehr schön einen Eindruck auf den Hof. Übersetzt heißt es: Pferdehof des Glückes

Juni 10, 2018
von upperswabia
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Spanien Rundreise Ronda + Jerez de la Frontera

Ronda

ist eine spanische Stadt in der Provinz Málaga, an einer Schlucht des Rio Guadalevin in der „Serranía de Ronda“, in den Bergen Andalusiens.


Weiter ging es über die Nationalstraße über die Berge an die Küste und in Richtung Jerez de la Frontera

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Jerez de la Frontera

Unsere Tickets für die Show der Tanzenden Pferde an der Königlich Andalusischen Reitschule in Jerez de la Frontera zwang uns püntklich zu sein. Fotos und Videos sind während der Show nicht erlaubt.
Nachfolgend Blick auf die Gebäude. Die Stallungen, das Kutschenmuseum und das Trainingsgelände sind einige hundert Meter entfernt. Dazwischen liegt die Sherry Bodega Sandeman, die Führungen und Verkostungen anbietet.

 


Auch die Innenstadt von Jerez de la Frontera lädt zum Bummeln, Flanieren ein. Umgeben ist die Stadt von dem Alcázar de Jerez, eine im 11. Jahrhundert errichtete maurische Festung.
Überraschend fand ich eine Fotografieausstellung auf einem öffentlichen Platz. Es waren die Fotos von dem brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Auch die Idee die Fotos auf festem wetterfestem Platten zu drucken und in einem unbewegbaren Eisenrahmen zu präsentieren fand ich sehr gelungen.

Abends besuchten wir in Jerez eine kleine Bar in der Flamenco gesungen und getanzt wurde. Wer vorne sitzt bezahlt für seinen Sitzplatz und die Bewirtung mit Tapas und Getränk und sitzt in greifbarer Nähe zu den Künstlern. Alle anderen Barbesitzer sind im Hintergrund, was trotzdem erstaunlich nah ist und schaut der Aufführung zu. Es muss übrigens still sein in der Bar, wenn die Aufführung ist. Die stehenden Gäste zahlen nur ihr Getränk und eventuell Tapas.

Ein Tipp ist daher die Bar El Pasaje

Kurz mal nach Cadiz und ans Meer …

Klaro waren wir auch am Meer. Zuerst in den Gassen von Cádiz und an der Uferpromenade entlang geschlendert. Die Kathedrale gesichtet. Im Park ein Päuschen, am Strand entlang gelaufen.
Später dann zu einem kleineren Ort gefahren, um ins Meer zu springen und sich von den Wellen des Atlantiks umwerfen zu lassen.

Übrigens auch die Brücken können in Spanien faszinierend sein. Die Puente de la Constitución (auch Puente de la Pepa genannt) ist 3,2 km lang und hat eine Spannweite von 540 Metern. Dieses Brücken- Kunstwerk hat 511 Mio Euro gekostet. Acht Jahre dauerte dieser Bau und am Ende hat dieser einiges mehr gekostet. Sie ist die drittgrößte Brücke in Europa.


Nahe Cádiz wird aus dem Meer Salz gewonnen.

 

 

 

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Yeguada de la Cartuja – Hierro del Bocado

Nicht weit von Jerez de la Frontera entfernt ist das Gestüt der Kartäuser Pferde. Auch dort besuchten wir eine Reitshow, die uns begeisterte. Zudem gibt es dort Führungen in deutscher Sprache. Das Gestüt wurde von Mönchen gegründet. Sie begannen diese Pferde zu züchten zu einer Zeit, da war Columbus noch gar nicht unterwegs um Amerika zu entdecken. Die Rasse gehört zu den Andalusier Pferden. Allerdings ist nicht jeder Andalusier auch ein Kartäuser.

Adresse: Yeguada de la Cartuja
Carretera Medina-El Portal, Km. 6,5, 11480 Jerez de la Frontera, Cádiz, Spanien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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