Oberschwaben-Welt

Kultur Leben Ausflüge

Januar 14, 2017
von upperswabia
Keine Kommentare

Krippen und Legosteine – am Sonntag gibt’s Ufos

Nach Heilig Drei König fliegen die ausgedienten Christbäume aus dem Wohnzimmer auf die Straße. In Oberschwaben werden sie oft von den örtlichen Vereinen eingesammelt und für den Funken, der nach dem Aschermittwoch folgt, wiederverwendet. Die hauseigene Krippe wird wieder eingepackt und wartet aufs nächste Christkind. Wer es bisher terminlich noch nicht untergebracht oder Besuch hat kann aufwendige skurrilen Krippen immer noch anschauen. Im Kloster in Bad Schussenried werden bis Anfang März viele verschiedene Krippen gezeigt. Zu sehen gibt es Miniaturkrippen, Krippen mit beweglichen Figuren und auch mehrere Quadratmeter große Krippenlandschaften, die früher in Kirchen aufgebaut waren. Bei der Ausstellung 2016/2017 werden erstmals Krippenberge gezeigt. Figuren die komödiantisch, ernsthaft, frech und fröhlich in der Krippenlandschaft stehen und den neugeborenen Jesus Christus begleiten. Doch auch sehr ernsthafte und naturnahe und modellierte Figuren, Tiere und Gebäude. Es lohnt, weil die Krippenlandschaften zu großen Wimmelbüchern mutieren und Kinder wie ihre Eltern, Großeltern und Freunde sich einen Spaß draus machen können, wer das grimmigste oder die fröhlichste Figur entdeckt hat.

Das Kloster Schussenried hat mehrere Stockwerke. Tipp: Unbedingt auch in den Bibliothekssaal schauen und den fliegenden Mönch suchen. Auf einem anderen Stockwerk gibt es eine Legoausstellung. Gebaut und präsentiert von den Ulmer Klötzlesbauern. Neben zahlreichen Original-Modellen gibt es auch tüftlige Eigenkreationen aus vielen vielen bunten Legosteinen.

Am Sonntag, 15. Januar 2017 darf mitgebaut werden mit vielen Legos. Thema sind Ufos und Raumschiffe.

Die Ausstellung der Krippen sowie „Faszination Lego ist noch bis 5. März im Kloster Bad Schussenried

Öffnungszeiten:  bis 29. Januar Di – Fr von 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr; Sa + So 10 – 17 Uhr
ab 31. Januar bis 26. Januar 2017 nur am Wochenende, Sa + So + Fe von 13 – 17 Uhr
Link: Kloster Schussenried

Ort: Kloster Bad Schussenried, Neues Kloster 1, 88427 Bad Schussenried

Krippenausstellung Kloster Schussenried (Archiv Oberschwaben-Welt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Figuren Krippenausstellung (Archiv – Oberschwaben-Welt)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Krippenmuseum in Oberstadion ist ganzjährig geöffnet und wirbt damit eine der bedeutendsten und größten Krippenausstellungen in Europa zu zeigen. Die diesjährige Sonderausstellung widmet sich den Krippen aus Erz und Gips der vergangenen 100 Jahren. 120 verschiedene Krippen, die aus den Erzen Bronze, Eisen, Kupfer, Silber und Zinn angefertigt wurden.

Mehr zum Krippenmuseum Oberstadion

Öffnungszeiten:  Mo – Sa von 14 – 17 Uhr; So + Fe von 11 – 17 Uhr
Link: Krippenmuseum Oberstadion

Ort: Krippenmuseum Oberstadion, Kirchplatz 5/1, 89613 Oberstadion

 

 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Januar 7, 2017
von upperswabia
Keine Kommentare

Narren Umzüge Oberschwaben

Die diesjährige Narrensaison für Fasnetsgänger und Freunde der schwäbisch-alemannischen Häs- und Maskenträger in Oberschwaben endet Ende Februar. Nachfolgende Übersicht konzentriert sich auf die Narrenumzüge auch Narrensprünge genannt. Empfehlenswert ist auch ein Nachtumzug. Bei Fackeln und Kerzenlicht wirken die Holzmasken besonders schaurig. Und zu den Hästrägern begleiten musikalisch die Lumpenkapellen, Gugamusiker, Schalmeien und Fanfarenzüge die Gruppen. Wer die Narrenumzüge anschauen möchte orientiert sich in dem jeweiligen Ort oder in der Stadt ins Zentrum.  Die Stadt Markdorf feiert 2017 ihr 1200 jähriges Jubiläum. Deshalb ist eines der Highlights der kulturellen Veranstaltungen das Landschaftstreffen der Fasnachtslandschaft Bodensee-Linzgau-Schweiz. Es werden bis zu 8000 Hästräger aus 52 Zünften auch aus der Schweiz erwartet. In Markdorf gibt es die Zunftfigur Hänseler, die nur von Männern getragen wird. Zudem verschafft er sich mit der laut knallenden Karbatsche, eine Art Peitsche Gehör. Das richtige Schlagen, Schellen braucht viel Übung und Können. Ebenso feiert Munderkingen 275 Jahre Brunnensprung. Den Brunnensprung als Fasnetsbrauchtum gibt es nur in Munderkingen.

Samstag, 7. Januar 2017
13.30 Uhr – Narrenumzug Reute in 88400 Biberach-Reute

Samstag, 14. Januar 2017
13.30 Uhr – Großer Narrensprung in Neuravensburg
16.00 Uhr – Dämmerumzug, 88444 Ummendorf
17.00 Uhr – Narrenumzug Memmingen

Sonntag, 15. Januar 2017
13.30 Uhr – Narrenumzug in Oberstadion

Samstag, 21. Januar 2017
14.00 Uhr – Narrenumzug in Bellamont
19.11 Uhr – Große Prunksitzung, Edwin-Scharff-Haus, Neu Ulm

Sonntag, 22. Januar
13.30 Uhr – Fasnetsumzug in Ebenweiler

Freitag, 27. Januar 2017
19.30 Uhr – Nachtumzug in Burgrieden

Samstag, 28. Januar 2017
14.00 Uhr – Narrenumzug Rot an der Rot
12.30 Uhr –  Landschaftstreffen VSAN Bodensee-Linzgau-Schweiz in Markdorf Narrenzunft-Markdorf
15.00 Uhr – Narrenumzug in Obermarchtal
16.00 Uhr – Umzug Ehestetten
18.00 Uhr – 20. Nachtumzug in Allmendingen

Sonntag, 29. Januar 2017
13.30 Uhr – Narrenumzug in Laupheim
13.30 Uhr – Jubiläumsumzug Hecke-Schmecker in Ehestetten

Samstag, 4. Februar 2017
16.33 Uhr – Dämmerumzug Reinstetten

Sonntag, 5. Februar 2017
13.30 Uhr – Ringtreffen in Burladingen
14.00 Uhr – Großer Narrenumzug in der Ulmer Altstadt

Samstag, 11. Februar 2017
14.01 Uhr – Narrenumzug in 88441 Mittelbiberach

Sonntag, 12. Februar 2017
13.00 Uhr – Landschaftstreffen Oberschwaben
50 Jahre NZ Kisslegg in 88353 Kisslegg
13.30 Uhr – Freundschaftstreffen der Moorochsenzunft in Bad Buchau
14.00 Uhr – Narrenumzug in Schemmerberg

Freitag, 17. Februar 2017
19.31 Uhr – Nachtumzug Gebrazhofen
19.00 Uhr – Nachtumzug Ingerkingen

Samstag, 18. Februar 2017
18.00 Uhr – Sternmarsch zum 40jährigem Jubiläum in Steinhilben
ab 17.00 Uhr – Brauchtumsvorführungen in Munderkingen

Sonntag, 19. Februar 2017
13.30 Uhr – Großer Fasnetsumzug Oberdischingen
13.30 Uhr – Großer Narrenumzug in Eberhardzell
13.30 Uhr –  Landschaftstreffen Donau in Munderkingen – Programm
14.00 Uhr – Großer OHA-Narrenumzug in Altshausen

Montag, 20. Februar 2017
15 Uhr – Ü55 Fasnetstanz in der Festhalle Leutkirch

Donnerstag, 23. Februar 2017
13.00 Uhr – Narrensprung in Bad Waldsee
14.00 Uhr – Kindernarrensprung Aulendorf

Freitag, 24. Februar 2017
16.00 Uhr – Dämmerumzug in Biberach-Stafflangen
19.30 Uhr – Großer närrischer Nachtumzug in Ochsenhausen

Samstag, 25. Februar 2017
14.00 Uhr – Narrensprung in Baienfurt

Sonntag, 26. Februar 2017
13.30 Uhr – Großer Narrensprung Isny
13.30 Uhr – Großer Narrensprung Leutkirch
14.00 Uhr – Narrensprung 60 Jahre NZ Brochenzell (ANR)
14.00 Uhr – Großer Narrenumzug Weingarten
14.00 Uhr – Narrenumzug Äpfingen
14.00 Uhr – Großer Narrensprung Aulendorf

Rosenmontag, 27. Februar 2017
10.00 Uhr – Großer Narrensprung in 88212Ravensburg
13.30 Uhr – Großer Rosenmontagsumzug in Bad Wurzach
13.30 Uhr – Narrenumzug in Messkirch
13.31 Uhr – Narrenumzug in Trochtelfingen
14.00 Uhr – Großer Narrensprung in 88339 Bad Waldsee
14.00 Uhr – Narrensprung in Wangen Allgäu
14.00 Uhr – Rosenmontagsumzug in Ostrach

Fasnetsdienstag, 28. Februar 2017
10.30 Uhr – Narrenumzug Bad Saulgau
14.00 Uhr – Narrenumzug Uttenweiler
14.00 Uhr – Narrenumzug Ebersbach-Musbach
14.00 Uhr – Narrenumzug Riedlingen
14.00 Uhr – Fasnetsumzug Isny
15.30 Uhr – Narrenumzug Kirchdorf an der Iller

Aus dem Archiv Narrensprung 2016 in Schemmerhofen

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 31, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Fernsehturm Stuttgart

Der erste Fernsehturm, der Prototyp aller Fernsehtürme weltweit ist der Stuttgarter Fernsehturm. Der Bauingenieur und Brückenbauer Prof. Fritz Leonhardt (1909 – 1999) hat den Urahn aller Fernsehtürme im Februar 1956 nach 20-monatiger Bauzeit eröffnet. Damals vor 60 Jahren gehörte der 217 Meter hohe Turm zu den höchsten Bauwerken der Welt. Der Fernsehturm ist ein Lehrstück an deutscher Ingenieurskunst. Die Idee war nicht nur einen Sendemast für das Fernsehen zu haben, sondern auch einen Turm, der touristisch und auch für ein Restaurant genutzt werden kann. Der Stuttgarter Fernsehturm gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst, da er mit einer Stahl-Betonkonstruktion gebaut wurde und auch heute noch mit seinem Design zeitlos wirkt.

#Fernsehturm #blue #sky und ne lange Warteschlange. #landscape

A photo posted by Inge VK (@ingevk1) on

 

Obwohl der Turm damals bei den Stuttgartern für viel Protest sorgte, als Schandmal bezeichnet wurde, gilt er heute 60 Jahre später als Wahrzeichen. Auch die Kosten wurden 1956 mit 1,7 Millionen Deutsche Mark geschätzt, tatsächlich betrugen die Gesamtkosten am Bauende 4,2 Millionen Deutsche Mark. Diese Kosten wurden damals schon nach fünf Jahren mit den Eintrittsgeldern wieder ausgeglichen. Der Fernsehturm wurde immer wieder renoviert und umgebaut.

Nach der jüngsten Renovierung ist seit Anfang 2016 der Fernsehturm wieder für die Besucher geöffnet. Es gibt einen Turm-Shop mit zwei Kassen. Zwei Aufzüge, die bis zu 15 Personen aufnehmen. Der Personenaufzug fährt in 39 Sekunden auf die Aussichtsplattform in 150 Meter Höhe. Die Aussichtsplattform ist zweigeschossig, da die über ein Meter hohe Brüstung den kleineren Kindern keine Sicht ermöglicht. Daher geht es für die Kinder auf die zweite Ebene. Das Restaurant ist eine Etage tiefer. An einem Spitzentag besuchen bis zu 5000 Personen den Turm. Das heißt Wartezeiten bis maximal eine Stunde vor den beiden Kassen. Der Fernsehturm und das Turm & Panoramacafé sind barrierefrei zugänglich. Kinderwägen und Hunde dürfen allerdings nicht mit auf die Aussichtsplattform.

Ort: Fernsehturm Stuttgart, Jahnstraße 120, 70597 Stuttgart

Preise
Erwachsene 7 Euro, Kinder bis 15 Jahre 4 Euro, Kinder unter 6 Jahre frei
Familienticket: zwei Erwachsene plus eigene Kinder bis einschl. 15 Jahre – 20 Euro

Guten-Morgen-Ticket (Sa+So bis 10 Uhr) – Erwachsene 4 Euro; Kinder < 16 Jahre frei
Guten-Abend-Ticket (So+Mo ab 20 Uhr) – Erwachsene 4 Euro; Kinder < 16 Jahre frei

Link zur Fernsehtrum-Rundumsicht, Bereich Tourismus

 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 24, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Spätromantische Weihnachten anno dazumal

weihnachtsgurke-web
Die Weihnachtsbotschaft ist schon längst verklungen,
verhallt auch sind der sel’gen Engel Lieder,
der Stern blickt nicht mehr auf die Krippe nieder,
des heller Strahl ins Morgenland gedrungen.

Maria hält ihr Kind nicht mehr umschlungen;
auch geht kein Schwert durchs Mutterherz ihr wieder;
denn längst schon hat des Himmelreichs Gebieter
sich auf zum Thron der Herrlichkeit geschwungen.

Und dennoch feiern wir lobsingend heute
die Nacht, in deren Schoß uns war geboren
er, der vor unsrer Niedrigkeit nicht scheute,

sich unsre arme Knechtsgestalt erkoren
und liebend sich dem Tode gar zur Beute,
weil ohne ihn auf ewig wir verloren.

von Julius Sturm 1816-1896 Dichter der Spätromantik 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 22, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Kunst Ausstellungen Dezember bis Januar 2017

Blick auf die Kunstausstellungen von Ende Dezember 2016 bis Januar 2017 in Oberschwaben von Ulm bis an den Bodensee.
Wenn eine Ausstellung fehlt, dann bitte eine Nachricht über Kommentar oder Email. Es wird aktualisiert. Nachfolgend eine Auswahl der Ausstellungen, die mir zugetragen oder recherchiert wurden.

Albstadt
Individueller Strich – autonome Form:
Zeichnungen und Druckgraphik Dresden 1945 – 1989
Info zur Dauerausstellung
DIALOG MIT DIX: Zipora Rafaelov
Ausstellungsinfo – bis 8. Januar 2017
Kerstin Franke-Gneuß. GRATWANDERUNG
Felix Hollenberg-Preis 2016
Ausstellungsinfo – bis 29. Januar 2017.
MEISTERWERKE reihenweise!

Aus der Stiftung Sammlung Walther Groz
Ausstellung – vom 18. Dezember 2016 bis 12. März 2017
ALB-STADT-ALB: Ava Smitmans
Ausstellung – vom 22. Januar bis 26. März 2017
Öffnungszeiten: Di – Sa, 14 – 17 Uhr, So + Feiertag 11 – 17 Uhr
Ort: Städtische Kunstsammlungen – Galerie Albstadt, Kirchengraben 11, 72458 Albstadt


Bad Saulgau
Kunst in Oberschwaben – von Bräckle bis Wachter

Ausstellungsinfo –  vom 26. Dezember bis 19. Februar 2017
Führungen: Donnerstag, 05.01.17, 19 Uhr; Mittwoch, 25.01.17, 19 Uhr; Sonntag, 05.02.17, 19 Uhr
Vortrag 12.01.17, 19 Uhr: Kunst und Region – eine Hassliebe? mit Dr. Uwe Degreif, Museum Biberach
Öffnungszeiten:  Di – So, 14 – 17 Uhr, Silvester geschlossen
Ort: Städtische Galerie Fähre im Alten Kloster, Hauptstr. 102/1, 88348 Bad Saulgau

Bad Schussenried
Faszination Lego
Ausstellungsinfo –  vom 27. November 2016 bis 5. März 2017
Vom Zauber alter Krippenberge
Ausstellungsinfo – vom 27. November bis 5.März 2017
Achtung verschiedene Öffnungszeiten:
07.11. bis 18.12.2016 – Sa, So + Feiertag 13-17 Uhr
26.12. bis 29.01.2017 – Di – Fr 10-13 Uhr + 14-17 Uhr;
26.12. bis 29.01.2017 – Sa, So + Feiertag 13-17 Uhr
31.01. bis 26.02.2017 – Sa, So + Feiertag 13-17 Uhr
27.02. bis 05.03.2017 – Di – Fr 10-13 Uhr + 14-17 Uhr
27.02. bis 05.03.2017 – Sa, So + Feiertag 13-17 Uhr
Ort:  Kloster Bad Schussenried, Neues Kloster 1, 88427 Bad Schussenried (Anfahrt)

Bad Waldsee
Albertrichard Pfrieger – Das Gesehene ist nicht das Gemeinte
Ausstellungsinfo – vom 6. November 2016 bis 1. Januar 2017
Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 19 Uhr
Ort: Kunstraum Kleine Galerie im Haus am Stadtsee, Wurzacher Str. 53, 88339 Bad Waldsee

 

Biberach an der Riss

Let it flow. Michelin Kober – Zeichnungen und Tuschen
Ausstellungsinfo – vom 2. Dezember 2016 bis Ende Januar 2017;
Vernissage: Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Di-Fr 13.30-17 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Stiftung BC – pro arte, Bismarckring 66, 88400 Biberach


Johann Babtist Pflug
Ausstellungsinfo  – vom 29. Oktober 2016 bis 28. Februar 2017
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-13 Uhr + 14-17 Uhr, Do 10-13 Uhr + 14-20 Uhr; Sa + So 11-18 Uhr
Ort: Museum Biberach – Braith-Mali-Museum, Museumstr. 6, 88400 Biberach an der Riss

Barbara Petzold
Kunstverein-Ausstellung – vom 10. Dezember 2016 bis 8. Januar 2017
Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa, So + Feiertag 11-17 Uhr (24.12, 25.12., 31.12. geschlossen)
Ort: Kunstverein Biberach e.V., Komödienhaus, Am Viehmarktplatz, 88400 Biberach


Burgrieden-Rot
Nun scheint in vollem Glanze – der Mond in der Kunst

Ausstellungsinfo – vom 20. November 2016 bis 26. Februar 2017
Ort: Museum Villa Rot, Schlossweg 2, 88483 Burgrieden-Rot


Ehingen – Schloss Mochental
Abstraktion von Hölzel bis Heute
Ausstellungsinfo – vom 4. Dezember bis 12. März 2017
Eleonore Frey-Hanken
und ausgewählte Werke der Klassischen Moderne
Ausstellungsinfo – bis 12. März 2017
Öffnungszeiten Di – Sa, 13 – 17 Uhr, So + Feiertage 11 – 17 Uhr
Ort: Schloss Mochental, 89584 Ehingen

Leutkirch
Dorothea Schrade – Die Blume des Jahres – Mohn
Ausstellungsinfo – vom 22. Januar bis 30. April 2017
Öffnungszeiten: Sa + So 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Galerie & Atelier Dorothea Schrade, Im alten Pfarrhaus,, 88299 Diepoldshofen bei Leutkirch

Anne Mansen – Malerei und Zeichnung
Ausstellungsinfo –  ab 25. September 2016
Öffnungszeiten: Sa + So 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Galerie & Atelier Dorothea Schrade, Galerie im Adler,In der Vorstadt 18 (direkt an der B45), 88299 Diepoldshofen bei Leutkirch

Memmingen
Color Me Blind — Färbe mich blind

Ausstellungsinfo – vom 24. September 2016 bis 8. Januar 2017
Henry Moore: SHEEP
Ausstellungsinfo – vom 15. Oktober 2016 – 29. Januar 2017
Josef Madlener: Schafe
Ausstellungsinfo – vom 15. Oktober 2016 – 29. Januar 2017
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So, Feiertag 11 – 17 Uhr, Do 13 – 19 Uhr
Ort: MEWO Kunsthalle, Bahnhofstrasse 1, 87700 Memmingen


Messkirch
Dauerausstellung – Kreisgalerie
Ausstellungsinfo
Ausstellung Edith und Berthold Kösel
Ausstellungsinfo
– vom 30. Oktober 2016 bis 1. Januar 2017
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag sowie feiertags jeweils 13 bis 17 Uhr
Ort: Kreisgalerie Schloss Meßkirch, Kirchstraße 7, 88605 Meßkirch

Meersburg
Jahresausstellung

VBKW Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler
Baden-Württemberg, Region Bodensee-Oberschwaben
Ausstellungsinfo – vom 15. Januar bis 19. Februar 2017
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr.
Ort: Galerie Bodenseekreis, Schlossplatz 13, 88079 Meersburg


Ravensburg
Emil Nolde. Der Maler
Ausstellungsinfo – vom 5. November 2016 bis 5. Februar 2017
favorites: Sammlung Zoller
Ausstellungsinfo – vom 10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017
Öffnungszeiten. Di-So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 20 Uhr
Ort: Kunstmuseum Ravensburg, Burgstaße 9, 88212 Ravensburg

Riedlingen
Gerda Sorger – Malerei
vom 15. Januar bis 12. Februar 2017
Öffnungszeiten: Freitag 14 – 17 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Galerie Scopes –  rickisworkshop, Weibermarkt 1, 88499 Riedlingen


Sigmaringen
Blühende Welten
Ausstellungsinfo – Dauerausstellung
Öffnungszeiten täglich 9 – 18 Uhr
Ort: Fürstliches Museum, Schloss Sigmaringen,

Tuttlingen
GEORGES ROUSSE
Foto, Installation
Ausstellungsinfo – vom 14. Januar bis 12. Februar 2017
Öffnungszeiten Di – So, 11 – 18 Uhr
Ort: Städtische Galerie, Rathausstr. 7, 78532 Tuttlingen

Ulm

The Amish – Fotografien von Timm Rautert
Ausstellungsinfo – 30. Oktober 2016 bis 19. Februar 2017
Von der Sehnsucht nach Farbe
Klassische Quilts der Amischen aus der Sammlung Schlumberger
Ausstellungsinfo – vom 30. Oktober bis 19. Februar 2017
Öffnungszeiten:  Mo – Sa, 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, So + Fe  11 – 18 Uhr
Ort: Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Ulm
Ben Willikens. Die Anmaßung der Räume und Orte
Austellungsinfo bis 26. März 2017
Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 17 Uhr, Do 11 – 20 Uhr
Ort: Kunsthalle Weishaupt, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1, 89073 Ulm

Heike Kati Barath – auf der anderen Seite
Ausstellungsinfo – vom 20. November 2016 bis 8. Januar 2017
Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-18 Uhr; Sa+So 11-17 Uhr
Ort: Kunstverein Ulm e.V. – Schuhhaussaal, Kramgasse 4, 89073 Ulm

„Carl Laemmle – ein Schwabe gründet Hollywood“
Von einer Jury wurden 32 Künstler/innen ausgewählt, ihre Arbeit zu den Themen Film und Filmgeschichte, Carl Laemmle und seinem Wirken als deutsch-jüdischer Auswanderer im Kosmos Hollywoods zu präsentieren.
Vernissage 17. Januar 2017 (150. Geburtstag von Carl Laemmle)
Andreas Miller „Zollstockfieber“
Ausstellung –  vom 22. Januar bis 19. Februar 2017
Infos zum Künstlerhaus
Öffnungszeiten: Do + Fr, 14 – 18 Uhr, Sa + So  11 – 16 Uhr
Ort: Künstlerhaus Ulm im Ochsenhäuser Hof, Grüner Hof 5, 89073 Ulm

Stiftung Sammlung Kurt Fried – Kunst erleben
Ausstellungsinfo – bis 23. April 2017
Öffnungszeiten: Di – So 11 – 17 Uhr
Ort: Ulmer Museum, Marktplatz 9, 89073 Ulm

Marion Eichmann – „Levels“
Ausstellung vom 7. Januar bis 4. Februar 2017
Öffnungszeiten: Di – Fr 13 – 18 Uhr; Sa 11 – 15 Uhr
Ort: Galerie Tobias Schrade, Auf der Insel 2, 89073 Ulm

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 14, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Ein jüdischer Schwabe erfindet Hollywood

dav

Plakat Carl-Laemmle-Ausstellung im Haus der Geschichte Stuttgart

Die Rede ist von Carl Laemmle, der im oberschwäbischen Laupheim 1867 geboren wurde, in die USA auswanderte und Hollywood gründete. Er war seiner Zeit ein internationaler erfolgreicher Kinoproduzenten, heute würde man sagen ein „Global Player“. Er gewann dreimal den Oscar. Seine Heimatstadt unterstützte er in der Wirtschaftskrise mit Spenden. Schon 1933 begann er Affidavits (Bürgschaften) für jüdische Deutsche auszustellen. Laemmle starb am 24. September 1939 an einem Herzinfarkt. Am 17. Januar 2017 wäre sein 150ster Geburtstag gewesen. Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg widmet ihm die bisher weltweit umfangreichste Ausstellung seines Lebenswerkes.

Carl Laemmle bestieg Ende Januar 1884 als 17jähriger den Dampfer „Neckar“. Das kleine unkomfortable Auswandererschiff startete in Bremerhaven und schipperte zwei Wochen über den Atlantik nach New York. Einzig mit einer kaufmännischen Ausbildung im Gepäck versuchte er mit schlecht bezahlten Jobs zu überleben. Es dauerte weitere 22 Jahre bis er eine Änderung seiner Karriere wagte. Er plante seine Selbständigkeit. In Chicago besuchte er eher zufällig ein Nickelodeon. In diesen damaligen Kinos liefen Kurzfilme, die für einen Nickel (fünf amerikanische Cent) gezeigt wurden. Laemmle war begeistert und wenige Tage später kaufte er sich ein Nickelodeon. Das Geschäft lief gut und er kaufte nach zwei Monaten das Nächste.

Laemmle hatte ein gutes Gespür für die Sehnsüchte der Menschen. Drei Jahre später (1909) produzierte er seinen ersten Kurzfilm. Mit der prominenten Besetzung dieses Filmes „Hiawatha“ erschuf er den noch heute für Hollywood typischen Starkult. Er selbst liebte Indianer-Filme.

Weitere fünf Jahre später – es gab schon bekannte Filmfabriken in Kalifornien – kaufte er sich eine Hühnerfarm. Daraus entwickelte sich eine Film-Studio-Stadt, die er im März 1915 glanzvoll als Universal City eröffnete. Detailgetreu wurden auf diesem Gelände alle Arten von Kulissen für die Filme hergestellt. Nachgebaut wurde alles, ob es eine große Wild-West-Stadt, die ägyptischen Pyramiden, ein deutsches Dorf oder das Areal in Monte Carlo mit seinem Palastgebäude, dem Casino und dem Hotel. Nichts schien unmöglich. Der Kaviar oder der Champagner allerdings mussten beim Filmdreh echt verzehrt werden. Sein Motto: „It can be done“. Die Filmstadt wurde zum Symbol der unbegrenzten Möglichkeiten. Zwei Elektrizitätswerke, ein Krankenhaus, eine Schule sogar ein Zoo wurden für die Angestellten gebaut.

Ungewöhnlich war auch, dass Frauen bei Universal gefördert wurden. Zwischen 1912 und 1919 waren elf Regisseurinnen für mehr als 170 Filme verantwortlich. Im Jahre 1921 gründete er in Deutschland die Deutsche Universal Film AG. Es war der Grundstein um mit deutschen Schauspielern und Regisseuren Filme zu produzieren.

Die Filme entstanden wie im Fließband. Laemmle galt als größter Filmverleiher und Filmproduzent. Rund um den Globus hatte er mittlerweile 120 Niederlassungen aufgebaut.

Julian Laemmle wurde von seinem Vater anlässlich seines 21. Geburtstages am 28. April 1929 zum General Manager von Universal ernannt. Papa Carl Laemmle war kein Fan von Horrorfilmen. Sein Sohn Julian, der sich später selbst Carl Laemmle Junior nannte war im Gegensatz dazu davon sehr überzeugt. Unter seiner Verantwortung entstanden Filmklassiker wie Dracula und Frankenstein. Die Universal Studios wurden zur Geburtsstätte des Horrorfilmes. Börsenkrach und der Nationalsozialismus zeugten Ängste und Ungewissheiten in dieser Epoche. Die Horrorfilme entführten die Zuschauer in das furchteinflössende Reich des Unbekannten, der künstlich geschaffenen Kreaturen, der blutsaugenden Vampire und der Untoten.

Seine Geburtstage feierte Lämmle sehr glanzvoll mit vielen Prominenten. Seine Geburtstagstorte ward so schwer, soviel Jahre er feierte. So sind die bekannten Schauspieler aus „Dick und Doof“ ebenfalls auf seinem 66. Geburtstag (1933) anwesend. Diese Geburtstagsfotos gelten als Dokumentation des Who is Who der Filmgeschichte.

Laemmle engagierte sich gegen die Nationalsozialisten. Nach der Reichspogromnacht verstärkten sich die Proteste gegen NS-Deutschland. Sein Film „Im Westen nichts Neues“ aus dem Jahre 1930 gilt als sein größter künstlerischer Erfolg. Dieser Antikriegsfilm machte ihn gleichzeitig zum Hassobjekt der NSDAP. Lämmle stellte Bürgschaften (Affidavits) an jüdische Deutsche aus. Anfangs waren es Verwandte und Freunde, dann auch völlig fremde Personen. Mit einer Bürgschaft garantierte er, dass er die Person notfalls mit seinem Privatvermögen in den USA unterstützen würde. Wie viele Menschen er damit rettete ist noch unklar, denn als er keine Bürgschaften mehr ausstellen durfte, versuchte er auch andere davon zu überzeugen dieses Papier auszustellen.

Im März 1936 kündigte Laemmle seinen Rücktritt aus Universel City an, davor hatte er noch einen neuen Star „John Wayne“ unter Vertrag genommen.

Lämmles letzter Film war „Die weiße Krankheit“ von Hugo Haas. Die Science-Fiction Geschichte war eine Warnung vor Hitler. Die Premiere erlebte Laemmle nicht mehr. Fünf Monate nach seinem Tod am 3. Februar 1940 wurde der Film in New York uraufgeführt.

In der Ausstellung sind viele originale Dokumente wie Notizbücher, Briefe, Schriftverkehr, private Fotos und Filmplakate zu sehen. Es werden Filmausschnitte gezeigt, filmhistorische Zusammenhänge und Besonderheiten benannt. So wird im Film „Foolish Wives“ (1922) erstmalig im amerikanischen Film sehr offen mit Erotik umgegangen. Neben der Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm wie die Laemmles Geburtstagswoche oder die Themenwochen für Schulklassen.
Zur Ausstellung wurde ein Katalog veröffentlicht unter ISBN 978-3-3 933726-52-0

Beispiel für einen Schülerworkshop:
„Im Westen nichts Neues – ein amerikanischer Antikriegsfilm in der Weimarer Republik“
Im Workshop lernen die Jugendlichen den Film und die Rezeptionsgeschichte kennen. Einen Tag nach der Premiere der deutschen Fassung 1930 kam es zu Krawallen in Berlin. Es kam zur Zensur. Der Film wurde 1931 in Deutschland verboten.

Das Biberacher Theater Ohne Namen bringt die Lebensgeschichte als Musik-Revue auf die Bühne
am 16. März, 19 Uhr im Haus der Geschichte, Stuttgart
am 24. März, 19.30 Uhr; 25. März, 19.30 Uhr; 26. März, 18.30 Uhr im Biberacher Museum, Biberach
am 31. März, 20 Uhr im Bierkrugstadel, Bad Schussenried.
Webseite: www.ton-abdera.de

Ausstellung vom 9. Dezember 2016 bis 30. Juli 2017
Link zur Webseite: www.carl-laemmle-ausstellung.de

Ort: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart
(neben der Staatsgalerie Stuttgart, nahe dem Landtag Baden-Württemberg)

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 12, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Die Schwaben – zwischen Mythos und Marke

Im Alten Schloss in Stuttgart widmet sich bis Ende April 2017 eine Ausstellung dem Thema Kunst und Kultur in Schwaben.

Plakat zur Sonderausstellung Die Schwaben

Plakat zur Sonderausstellung Die Schwaben im öffentlichen Raum

Diese Sonderausstellung ist natürlich auch empfehlenswert für den Oberschwaben und die Oberschwäbin. Nett startet mein Besuch schon am Empfang, als ich die Postleitzahl angab und mit dem Satz begrüßt wurde: „Oh, sie kommen sogar von Bayern“. Ich atmete tief ein, blieb ernst, schaute nach den hinter mir Wartenden und sagte kurz: „Nein – es ist Oberschwaben und liegt in Baden-Württemberg“.

Ja – auch nach über 25 Jahren ist es in Baden-Württemberg noch nicht überall durchgesickert, dass Orte mit 8er-Postleitzahl nicht automatisch in Bayern liegen.
Im ersten Ausstellungsraum besingt mich das Duo Äffle und Pferdle mit dem Bananenblues an. Dann folgen Filmausschnitte mit Herrn Binzle, Herrn Pfleiderer und Herrn Häberle. Breit schwäbisch schwätzend, so dass ich mit besorgtem Blick auf die Italiener schaute, die neben mir stehen. Wie sich das wohl für Nichtmuttersprachler anhört, fragte ich mich. Jedenfalls auch auf meinem Audioguide wurde schwäbisch erklärt und ich verstand es. Denn Schwäbisch isch nicht gleich Schwäbisch.

Der Blick geht auf die Exponate. Im ersten Schaukasten stehen die „Sieben Schwaben“ als Tonfiguren. Hergestellt wurden diese Figürchen von Anton Sohn, der 1769 in Kümmerazhofen bei Bad Waldsee geboren wurde. Er wurde auch bekannt für seine zeitkritischen Karikaturen.

Neu war für mich, dass unser Beistelltisch zu Hause nach dem Sgabillo (Ulmer Hocker) von Max Bill aus Ulm nachempfunden wurde. Und zum Thema „Häuslebauer“ folgte das Statement: „Die Schwaben sind weltoffen und weit gereist, aber auch verdruckt und hocken am liebsten im eigenen Häusle“ – doch dazu später noch ein Hinweis. Imposant ist der wohl höchste Kirchturm in Schwaben, ja sogar der Welt – das Ulmer Münster. Und so steht ein Modell aus Lego imposant in der Ausstellung. Auch die Nachbildung des Hubschrauberflugfahrrades von Gustav Messmer kann genau angeschaut werden.

In der Auswahl der bekannten Persönlichkeiten aus Schwaben stand schon Bärbel Stolz dabei. Neben mir standen Ü70 Besucher, die meinten „dr Name sagt mer nix“. Auch als Prenzlschwäbin war sie für die drei Besucher vollkommen unbekannt. Das Internet isch halt auch noch nicht ganz erforscht. Übrigens der Ferdinand Porsche isch koi Schwob, dafür Claus Kleber.

Gelernt habe ich, dass die Bezeichnung Sueben auf eine germanische Stammesgruppe zurückzuführen ist. Und aus dem Wort „Sueben“ hat sich der spätere Stammesname „Schwaben“ abgeleitet. Geschichtlich werden die Zusammenhänge einfach erklärt. Der Sprecher war mir irgendwie vertraut. Später mehr.

Das Sprichwort aus dem 15. Jahrhundert musste ich 2mal lesen: „Hier stehen wir Helden, sagte der Frosch zum Schwaben“. Anmutig war die Heilige Maria Magdalena aus dem Kloster Heiligkreuztal bei Riedlingen. Der Bildhauer Hans Multscher war berühmt für seine sehr detailgetreuen naturalistischen Gesichter und seine üppig fallende Gewänder.

Historisch betrachtet gab es in Schwaben, dazu gehörte auch Konstanz, Ulm und Augsburg immer wieder verschiedene politische, kulturelle als auch künstlerische Zentren in den jeweiligen Epochen. Ob es um Themen wie Astronomie, Gold- und Schmiedekunst, Kirchenmalerei, Bildhauer und Erfindergeist drehte – es waren viele gscheite Köpfle im Ländle unterwegs. Allerdings sei auch erwähnt, dass von den Literaten wie Schiller, Hegel, Uhland, Hauff und Mörike der Hang zu einer romantischen Verklärung immer mitschwingte.

Übrigens ist auch das Triptychon von Biberach ausgestellt.  Es zeigt drei verschiedene bemalte Wandtafeln. Auf einem der Tafeln sät ein Bauer auf dem Acker ohne maschinelle Hilfsmittel. Die mittlere Tafel zeigt den Blick auf die Reichsstadt Biberach. Der Maler Adolf Hildenbrand malte diese drei Bilder für die Sparkasse Biberach im Jahre 1938. Es zeigt eine Stadt ohne Autos, Fabrikgebäuden, Elektroleitungen und Eisenbahn, obwohl es diese gab. Für Hitler galt Oberschwaben als das idealistische Bild für die schwäbische Tugendhaftigkeit. Sogar das „Urtum des Deutschen“ wurde in Porträts von Bauern hinein interpretiert.

In einem weiteren Bereich der Ausstellung ist ein Sprachlabor eingerichtet. Dort kann die verschiedenen Bedeutungen, Betonungen von Begriffen gehört und gelesen werden. Es ist Martin Luther (1483 bis 1546) zu verdanken, auch der entstehenden Buchdruckskunst, dass sich ein Hochdeutsch als Schriftsprache entwickeln konnte.

Ein weiterer Aspekt in der Ausstellung gilt den Schwabenklischees. So wurden zwar die ersten Bausparkassen in Schwaben gegründet, doch die meisten Häuslesbesitzer sind im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Erst an dritter Stelle folgt Baden-Württemberg.

Und zum Thema „Schwäbische Spätzle“ hatte ich noch nie unterschieden zwischen einem  Spätzleschwob, einem Spätzlewunder oder was ein Spätzleshaker ist. Diese Hilfsmittel können sogar im Museumsshop gekauft werden.

Am Ende des Ausstellungsrundgangs verabschiedet der Audioguideführer mit dem Hinweis sich auch ins Gästebuch einzutragen. Und der Schwätzer war kein geringerer als Dodokay alias Dominik Kuhn. Hatte ich es doch geahnt. Nett wars in der Ausstellung. Ach – das sei noch erwähnt: Karl und Renate aus Biberach schrieben ins Gästebuch: „Oberschwaben isch s’kurz komma“.
Mit Kindern geht man auch ins Kindermuseum. Es ist eine Mitmachausstellung mit dem Titel die 7 Superschwaben. Die schaue ich mir beim nächsten Mal an.

https://www.landesmuseum-stuttgart.de/besucherinformation/

Ort: Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 11, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Besuch der Villa Reitzenstein Stuttgart

Die Villa wurde 1910 in der Gänseheide in Stuttgart erbaut. Im Park kann zum Fernsehturm geblickt werden und auf die Landeshauptstadt, die sich im Tal ausbreitet. In der Villa Reitzenstein residiert der Ministerpräsident des Bundeslandes Baden-Württemberg. Und auch das Staatsministerium ist seit 2016 im nahegelegenen neu gebauten modernen Bau, dem Eugen-Bolz-Haus, untergebracht.

Doch zurück zur Geschichte der Villa Reitzenstein. Gebaut hat sie Helene von Reitzenstein. Sie war einer der beiden Töchter des Buchverlegers und Multiunternehmers Eduard von Hallberger, der auch die Deutsche Verlagsanstalt gründete.  Geboren ist sie 1853. Mit 23 Jahren heiratete sie den fünf Jahre älteren preußischen Rittmeister Carl Friedrich Freiherr von Reitzenstein. Ob es der Adelstitel war oder der Wunsch nicht mehr bei den Eltern leben zu müssen. Sie war sehr reich, reicher als ihr Ehemann und doch war es eine unglückliche und kinderlose Ehe. Carl Friedrich starb am Roulette-Tisch in Baden-Baden. Mit 43 Jahren wurde sie Witwe. Sie macht das Beste aus dieser Zeit und reiste. Ihre Freundin Charlotte, zweite Frau des Königs von Württemberg war elf Jahre jünger. Nach einer Weltreise entschloss sich Helene auf der Gänseheide zu bauen. Damals galt guter Geschmack und der beste Blick über den Talkessel erstrebenswert und weniger der Protz und Pomp. Wer heute im Park der Villa Reitzenstein steht kann ahnen, wie grün von Wald und Wiesen gesäumt sich damals der Ausblick ausbreitete.

Helene von Reitzenstein beauftragte die zwei Architekten Schlösser und Weirether. Die jungen Architekten sollten Reisen und den besten Plan mitbringen. 1910 wurde die Villa gebaut. Der Stil eher klassizistisch, dem höfischen Baustil zugewandt als nach den Trends der Zukunft orientiert. Im nachhinein erzählen die mittlerweile berühmten Architekten vom Auftrag ihres Lebens. Helene von Reitzenstein hatte auch die Idee mit ihrer verwitweten Freundin Königin Charlotte von Württemberg in der Villa zusammen zu leben. Das hatte allerdings Charlotte nie vor. So verlor auch Helene das Interesse an der Villa und verkaufte sie.  1925/1926 verkaufte sie die Villa für einen Siebtel der ursprünglichen Baukosten, so die Überlieferung. Helene von Reitzenstein zog nach Darching am Starnberger See und kehrt nie wieder lebend nach Stuttgart zurück.

villa-reitzenstein-01 villa-reitzenstein-02 villa-reitzenstein-03

Der zweite Staatspräsident von Württemberg, Johannes von Hieber kaufte also das repräsentative Haus und so begann die Ära der Villa Reitzenstein als Sitz von Staatsmännern und Ministerpräsidenten. Die berühmte Bibliothek galt viele Jahre als der schönste Raum und diente für besondere Gäste um wichtige Gespräche zu führen.

Politisch gesehen haben die Gemäuer der Villa Reitzenstein viel erlebt. Das von der Erbauerin eingerichtete Raucherzimmer hatte bei seiner Renovierung vor wenigen Jahren eine dicke Schicht Ruß an den Wänden angesammelt. Bei der Generalsanierung wurden die originalen Wandvertäfelungen mit ihren feinen Holzintarsia sowie den eingearbeiteten Perlmutfiguren vom Ruß befreit und somit wieder sichtbar.

Nach dem aufrechten Staatsmann Eugen Bolz folgte der skrupellose Wilhelm Murr. Es folgt die Zeit der NSDAP. Neun Ministerpräsidenten ab 1952 sind seither in der Villa Reitzenstein tätig gewesen. Aktuell ist es Minister Wilfried Kretschmann. Die Villa Reitzenstein wurde von 2012 bis August 2015 generalsaniert und das ehemalige Gebäude für das Staatsministerium wird abgerissen und das Eugen-Bolz-Haus errichtet. Der Park der Villa Reitzenstein wird im Frühjahr/Sommer für 14 Samstage den Bürgern eröffnet. Im August 2015 bezieht der Ministerpräsident die Büroräume in der Villa Reitzenstein. Am 18. November 2015 wird die Villa Reitzenstein eröffnet. Das neue Büro- und Kantinengebäude wird im April 2016 bezogen.

Zurück zu den Räumlichkeiten. Ein Blick in das Gobelinzimmer. Die drei wertvollen Wandteppiche wurden von Helene von Reitzenstein gekauft und stellen Frühling, Sommer sowie Herbst und Winter dar. Herbst und Winter ist übrigens auf einem Wandteppich abgebildet. Dieser Raum diente als Speisezimmer. Bei der Renovierung wurde die Decke mit einer lichtgebenden Kassettendecke ausgestattet, so dass er mittlerweile als ein heller Besprechungsraum genutzt wird.

In der Empfangshalle sind schon viele wichtige Persönlichkeiten empfangen worden wie Wladimir Putin, Jassir Arafat oder der Dalai Lama.

Auffallend im blauen Saal ist die Wandtapete und der Kronleuchter aus wertvollem Muranoglas.

Weiterhin sind an den Wänden die Porträts der Ministerpräsidenten angebracht. Lothar Späth, Erwin Teufel, Günther Oettinger. Oettingers Porträt wurde am 26. Januar 2016 enthüllt. Es zeigt links neben seinem Kopf ein Einschlussloch. Die Künstlerin Anke Doberauer möchte es als Hinweis auf das kriegerische Jahr 2015 sehen. Oettinger kommentierte es spontan mit „Tatort Baden-Württemberg“.

Empfangssaal der Villa Reitzenstein

Empfangs- und Ordenssaal der Villa Reitzenstein

Detail der Wandtapete im Blauen Saal der Villa Reitzenstein

Detail der Wandtapete im Blauen Saal der Villa Reitzenstein

Bibliothekssaal Villa Reitzenstein

Bibliothekssaal Villa Reitzenstein

kabinettsaal-villa-reitzenstein

Kabinettsaal Villa Reitzenstein

oettinger-villa-reitzenstein

Porträt von Minister Günther Oettinger

holzwanddetail-kaminzimmer

Detail Wand Holzintarsien Villa Reitzenstein

Buchtipp: Wer mehr über die Villa Reitzenstein, ihre wechselvolle Geschichte, Anekdoten der Staatsmänner und Ministerpräsidenten lesen möchte, empfehle ich das Buch „Die Villa Reitzenstein – Macht und Mythos“ von Thomas Borgmann empfohlen. (ISBN 978-3-8425-1446-1)

Ort: Villa Reitzenstein, Eingang Richard-Wagner-Straße 15, 70184 Stuttgart

 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 7, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Industriestaub in Oberschwaben

rauhreif-pflanzen-02Früh am Morgen kann es in Oberschwaben nebelig, kalt und mit Geduld wird es sonnig. Die Gräser, Pflanzen, Bäume sind in einen Rauhreif eingekleidet. Wunderschön und faszinierend.
Als ich allerdings um die Mittagszeit zum Bahnhof fuhr war ich doch überrascht über den Schneezuckerguß. Kurze Zeit später hörte ich von einem Jungen das Wort „Industrieschnee“. Zuerst dachte ich: Oh, wieder eine neue Wortkreation. Wir fuhren auch gerade an einem Industriegebiet vorbei, das mit Schnee leicht bedeckt war.  Für mich war das Wort neu.

Das Wort fiel aber immer wieder an diesem Nachmittag. Es bezeichnet ein Wetterphänomen kombiniert mit erhöhter Schadstoffbelastung in der Luft. Damit Industrieschnee entstehen kann sind folgende Wetterbedingungen erforderlich: Nebel oder Hochnebel. Eine Temperaturwechsel in Bodennähe, sozusagen eine Inversion. Die obere Luftschicht ist wärmer als die untere. Bei geringer Luftbewegung und Temperaturen unter Null gefriert dann der Wasserdampf. Das ganze spielt sich in geringen Höhen ab (100 bis 200). Der Schnee ist sehr feinkörnig und haftet auch, wo der klassische Schnee nicht liegen bleiben würde. Er wirkt wie glitzender Schneestaub.

Industrieschnee heißt er, weil er lokal oft in Städten fällt, die stärker mit Schadstoffen belastet sind.

Während im Umland noch Nebel oder Hochnebel zu sehen war, um die Mittagszeit dann die Sonne scheinte, lag in Biberach an der Riß Schnee auf den Dächern, der sich zwar im Lauf des Nachmittags verschwand, doch gegen Abend wieder zurückkehrte.  Im Umland war allerdings nur Nebel.

industrieschnee-biberach

Bahnhof in Biberach – alles ist weiß. Doch der Schnee fühlt sich anders an. Industrieschnee.

industrieschnee-biberach-strauch

Ein Strauch am Abend dicht mit Schnee bedeckt

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

Dezember 1, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Federsee an einem frostigen Tag

Egal zu welcher Jahreszeit – der Federsee bei Bad Buchau in Oberschwaben verzaubert und lohnt immer wieder einen Besuch. Mit jedem Schritt und Blick in dieses 33 km² große Naturschutzgebiet kommt das Lächeln zurück.  1,5 Kilometer ist der Steg lang, der auf Pfählen in dem größten süddeutschen zusammenhängenden Moorgebiet verläuft. Der sichtbare See ist 1,4 km² groß und es sind immer wieder Vögel zu sehen. Egal ob ruhend, fliegend oder nach Nahrung suchend.

Auf dem Bild 1 – Blick auf den Steg mit seinem mittäglichen Schattenspiel. Auf dem zweiten Bild sind gefrorene Seerosen mit Eis, Rauhreif bedeckt.

Parkplatz liegt nahe am Eingang zum Steg. Ebenfalls an diesem Parkplatz ist das Federseemuseum Bad Buchau, das im Winter geschlossen ist bis Ende März. Auch der Fußweg zum Wackelwald beginnt hier.

Ort: Federseemuseum, August-Gröber-Platz, 88422 Bad Buchau

federseesteg-02

Seerosen in Frost gewickelt – Foto Inge Veil-Köberle

federseesteg-01

Der lange Steg zum Federsee – Foto Inge Veil-Köberle

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone