Oberschwaben-Welt

Kultur Leben Ausflüge

September 26, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Otterswanger Erntedankteppich

otterswang-erntedank-2016-0Jedes Jahr, Ende September wird in der katholischen Pfarrkirche St. Oswald Kirche in Otterswang bei Bad Schussenried von mehreren Frauen ein Erntedank Bild gestaltet und im Altarraum wie ein Teppich ausgelegt. Dieses Jahr wurde das Motiv „Mondsichelmadonna“ von den Frauen auserwählt. Die Inspiration stammt aus einem Bild, das im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main zu sehen ist. Dort ist es aus Leinen, Wolle und Seide genäht. Für die acht Frauen war es wieder eine Herausforderung dieses sehr detailreiche Bild mit Samen, Samenfäden, Körnern und Naturmaterialien zu gestalten.

500 Stunden haben die Frauen insgesamt für die Gestaltung des Kirchenraumes eingesetzt.  Es werden nur natürliche Materialien verwendet, es wird nichts eingefärbt oder künstlich erstellt. Die Feinheiten und Nuancen der Samen und deren Farben faszinieren. Es werden als Beispiel verschiedene farbige geschrottete Pfefferkörner, Linsen, Bockshornklee verarbeitet. Jede Frau arbeitet an einem Bildausschnitt, der auf Platten in die Kirche getragen wird. Erst im Altarraum wird er zusammengesetzt und bildet das Ganze. Das ist auch für die Frauen jedes Mal ein Erlebnis. Danach wird das Bild umrandet mit größeren Früchten wie Äpfel, Maiskörner oder auch Eier. Die Kranzfrauen kümmern sich um die Hopfenstangen und Kränze, die entlang den Kirchenbänken und Seitenaltären angebracht werden. Der rechte Seitenaltar hat der Otterswanger Bäcker Laux mit verschiedenen Broten, Backwerk gestaltet.

Eine Mondsichelmadonna ist ein Marien-Bildtypus. Er entwickelte sich aus der Bibelstelle, Offenbarung des Johannes (12,1). Quelle: Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und eine Krone von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Maria besiegte den Satan.
Der Bildausschnitt in Otterswang zeigt Maria in herrlich prächtiger Gewandung und auf dem Arm das Jesuskind. Unter ihren Füßen der Mond, die satanischen Tiere am rechten Bildrand. Um die Krone auf dem Kopf sind zwölf Strahlen angedeutet.

Übrigens, der Erntedankteppich liegt bis 23. Oktober 2016 aus. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Die Kirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ende Oktober wird das Bild zusammengekehrt und im Biomüll entsorgt.

Ort: Pfarrkirche Sankt Oswald, Hopferbacher Straße, 88427 Bad Schussenried-Otterswang

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang Seitenaltar links

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang Blick auf Eingang, Orgel

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang „Mondsichelmadonna“ 2016

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang 2016

Erntedank Otterswang Seitenaltar rechts

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

September 24, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Erntedankteppich Ummendorf

Jedes Jahr zur Erntedankzeit wird der Erntedankteppich in der katholischen Kirche Sankt Johannes Evangelist in Ummendorf bei Biberach an der Riss erstellt. Die engagierten Frauen der katholischen Kirchengemeinde, die diesen Teppich aus Samen und Naturmaterialien errichten haben, wählten dieses Jahr das Motiv der „Guten Beth von Waldsee“.

Elisabeth Achler wurde 1389 in Waldsee (heute Bad Waldsee) geboren. Ihre Eltern waren Weber. Ihr geistlicher Begleiter, der Augustinerchorherr Konrad Kügelin verhalf ihr zu einer Lehrstelle als Weberin bei einem Ordensmitglied des Franziskus.  Sie lebte in großer Armut und kümmerte sich und die Armen und Kranken an der Pforte. Sie soll 12 Jahre ohne Speise und nur von der Eucharistie gelebt haben. „Die Gute Beth“ war Mitglied im Dritten Orden des Franziskus, ein Laiengemeinschaft, deren Mitglieder sich um die Krankenpflege und der Erziehung widmeten. Elisabeth von Reute, wie sei auch genannt wird, gilt als Mitbegründerin des Klosters Reute.

Sie sagte voraus, dass am Martinstag 1417 ein Papst gewählt wird, der für eine Einheit steht, was nach dem Konstanzer Konzil eintraf. Sie starb an ihrem 34. Geburtstag mit zahlreichen Wundmalen, wie sie Jesus Christus hatte.

Elisabeth wurde 1766 selig gesprochen und gehört zu den wenigen anerkannten deutschen Mystikerinnen. Unter Mystik wird eine Form des religösen Erlebens verstanden. Die Deutsche Mystik war von Bedeutung für die Reformation und die katholischen Erneuerungsbewegungen.

Quelle: Heiligenlexikon

Ort: Sankt Johannes Evangelist, Biberacher Str. 6, 88444 Ummendorf

Erntedankteppich Ummendorf

Erntedankteppich Ummendorf „Die Gute Beth von Waldsee“

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

September 23, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Paradise Lost – Ausstellung Museum Villa Rot

PRfoto_Heiko-Roith_Amusement-Park-Prypjat_2015_Farbfotografie-®-Heiko-Roith-1.jpg

PRfoto Heiko-Roith Amusement Park Prypjat 2015 – Farbfotografie®

Wie groß ist doch die Sehnsucht nach paradiesischen Zeiten. Wie oft vergessen wir, dass wir in einem Paradies sind. Wie schnell ignorieren wir, dass wir das eigene Paradies sehr strapazieren oder gar zerstören. In der zeitgenössischen Kunst des 21. Jahrhundert geht es oft „um die Welt an sich“.

Die Ausstellung „Paradise Lost“ ist wieder gefüllt mit Gedanken, Ansichten, Wissenswertes zum Thema Natur und der gesellschaftliche Umgang damit. Gefühlter Schwerpunkt ist die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 30 Jahren. Eine Führung wahrzunehmen bringt Mehrwert.

Die Ausstellung zeigt Fotografien, Objekte, Filme und Installationen, die einen Blick in Naturräume gibt, die oft ignoriert, vergessen oder mittlerweile nicht so einfach zugänglich sind.

Ilkka Halso zeigt in seinen großen Fotografien 125×210 cm, wie im Hochregallager einzelne Sträucher und Bäume stehen. Die Ware Wald wartet auf ihre Auslieferung im Hochregallager? Die Bilder sehen natürlich aus auf den ersten Blick, doch auf den zweiten Blick erschließt sich das Surreale. Die Natur wird Museum, Ort des Events. Sehnsucht nach Naturerlebnis.

Gabriele Sturm bezieht in ihren Arbeiten die Naturgeschichte ein. In ihrer Arbeit „Moskitonetz“, auf das sie auf hauchdünnem Papier gemalte Schmetterlinge applizierte, weckt die Frage was vor wem geschützt werden muss. Ein ambivalentes Verhältnis zwischen Natur und Zivilisation. Eine wissenschaftliche Langzeitstudie, die sich mit dem Schmetterlingssterben und auch der Veränderung der Population in den Zentralalpen befasste, führte zu den visuellen Objekten, die in der Ausstellung gezeigt werden. Der radioaktive Niederschlag vom 1. Mai 1986 hat zu Veränderungen im Kokonbau der Falter und Schmetterlinge geführt, dies ist ebenfalls mit zwei Objekten veranschaulicht.

Mia Grau und Andree Weissert haben eine Edition von 19 Schmucktellern geschaffen. Porzellanteller mit blauem Druck, dem Delfter Blau. Damals waren es landschaftsprägende Windmühlen, die Symbol  für Heimat, technologischen Fortschritt sowie als Zeichen für Wachstum und Unabhängigkeit standen. Grau und Weissert haben auf diesen Schmucktellern Atomkraftwerke gemalt. Gehören sie auch der Vergangenheit an? Werden sie die Folklore von Morgen sein? Atomteller.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Museumsleiterin Stefanie Dathe, um an die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl (26. April 1986), die sich zum 30. Mal gejährt hat, zu erinnern. Das Unglück in Fukushima (11. März 2011) liegt fünf Jahre zurück.

Die Fotografien von Heiko Roith sind eindrücklich. Er reiste viermal zwischen 2014 und 2015 zum Unglücksort. In der Sicherheitszone liegt auch die Stadt Prypiat, die 1986 als modernste Stadt in der Ukraine galt. Seine Bilder verdeutlichen, wie schnell die Menschen das Gebiet verlassen mussten ohne zu ahnen, dass sie nicht mehr zurückkehren werden. Wenn sie es geahnt hätten, wären bestimmte Gegenstände nicht liegen geblieben. Eine Puppe liegt noch im Raum. Da die nukleare Katastrophe alle Bakterien zerstört hatte, wirkt es unverändert. Das abgefallene Laub der Bäume liegt noch, da es mangels Mikroben nicht zersetzt wurde. Das Plakat der Ausstellung zeigt ein Riesenrad in einem Vergnügungspark. Der Park stand kurz vor der Eröffnung, doch dann kam der Supergau und die Zeit blieb stehen. Verlorenes Paradies. Übrigens ist geplant, dass eine Million Besucher diesen Ort im Jahr besuchen dürfen. „Dark Tourism“ wird diese Reise- und Schaulust von Urlaubern in Katastrophenorte bezeichnet. Ein neuer Trend. Der Nuklearstaub, der noch liegt oder sich um Gegenstände angesammelt hat, kann versehentlich beim Vorbeigehen aufgewirbelt werden. Alles andere als gesund.

Ausstellung noch bis 16. Oktober. Führungen nach Vereinbarung sowie Öffentliche Führungen, Sonntags um 14 Uhr.
Ort: Museum Villa Rot, Schlossweg 2, 88483 Burgrieden-Rot

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

September 17, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Breitachklamm bei Oberstdorf

Wenn die Berge rufen. Oder ist es das tosende Wasser einer Schlucht, das beeindruckt?
Jedenfalls es war wieder Zeit die Breitachklamm bei Oberstdorf am Eingang zum Kleinwalsertal zu besuchen.

Wir waren schon lange nicht mehr, sechs Jahre? Und obwohl wir schon mehrmals auch mit kleineren Kindern dort die Felsschlucht entlang liefen und oft den Rundweg über die Alpe Dornach wieder zum Parkplatz gelaufen sind. Jedes Mal beeindruckte es. Die Schlucht von der Natur erschaffen, tief in den Fels sich hineingepuhlt. Und nach starken Regenfällen tost die Breitach lauter und gewaltiger.

Jährlich 300.000 Besucher gehen den Weg vom Eingang Parkplatz (Kasse Tal) bis zur Kasse Berg und wer will läuft weiter in Richtung Söllereckbahn oder sogar bis nach Riezlern im Klein Walsertal. Laut den Historikern hat Pfarrer Johannes Schiebel sich dafür eingesetzt, dass 1905 die Breitachklamm besucht werden konnte. Ob seine soziale Ader, eine Einnahmequelle für die armen Bergbauern zu schaffen, oder die Tatsache, dass dieses Wunder an Naturschönheit begehbar werden soll. Er gründete eine Genossenschaft. Der Südtiroler Bauunternehmer Lucian und sein Neffe, der Sprengmeister unterstützten den Pfarrer. 20 Männer arbeiteten ein Jahr mit Dynamit und viel Handarbeit an der ca. 2,5 Kilometer langen Schlucht. Bei der Eröffnung am 6. Mai 1905 war es zwar immer noch eine gefährliche Begehung, doch 17 Jahre später verzeichnete die Schlucht schon 100.000 Besucher im Jahr.

Wir haben schon oft verwundert gehört, dass mit kleinen Kindern (Kindergartenkindern) die Strecke nicht passierbar ist. Dem können wir nicht zustimmen. Die Kinder sollten soweit vernünftig sein, dass der Weg nicht verlassen wird und es nicht erlaubt ist über das Geländer hinweg zu klettern. Notfalls auch bereit sind an der Hand der Eltern zu laufen. Es ist ein eindrücklicher Familienausflug.
Eingangs der Kasse Parkplatz und einige Meter nach dem Ausgang Kasse Berg gibt es sogar Möglichkeiten direkt am Wasser eine Rast zu halten. Hier ist es ebenerdig und mit den angeschwemmten Steinen können kleine Türme gebaut werden oder Steine im Bach geflippt werden. Auch unsere Tochter hat hier zum ersten Mal den Vierersprung eines Steines hinbekommen. Die Breitachschlucht mit ihren bis zu 150 Meter hohen teilweise moosbewachsenen Steilwänden beeindruckt. Auch der Blick in den tosenden Fluss Breitach. Je nach Wasseraufkommen – nach langen Regenfällen – ist der Wasserverlauf sehr tosend und laut, so dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Die Kraft des Wasserstroms höhlt rechts und links wieder Rundungen im Gestein aus. Es zischt und sprüht Tröpfchen, so dass je nach Lichteinfall sich wieder kleine Regenbogenlichtreflexe bilden. Ein imposantes Naturschauspiel.

Bisher waren wir in der Breitachklamm in den Monaten von Mai bis Herbst. Doch sie sei auch im Winter ein besonderes Schauspiel, wenn das Wasser zu Eiszapfen und Eishängen gefriert. Die Wanderwege und Touren sind gut ausgeschildert und es gibt auch immer hilfsbereite Menschen, die gefragt werden können.

Die Breitachklamm hat eingangs, sowohl beim unteren Parkplatz bei Tiefenbach nahe Oberstdorf, als auch der Parkplatz an der Walserschanze in Riezlern im Kleinwalsertal genügend Abstellplätze. Es verkehrt auch ein Bus an diesen Plätzen.

Link zur Webseite Breitachklamm
Ort: Breitachklammverein eG., Klammstrasse 47, 87561 Tiefenbach, Tel. 08322 987 670

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

September 10, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Almabtrieb in Oberstaufen

Immer wieder gehört: So ein Almabtrieb oder Viehscheid ist sehenswert und im Anschluss wird zünftig im Festzelt gefeiert. Nun gut. Zeit und Wetter paßte und so besuchte ich meinen ersten Almabtrieb. Gegen 8.30 Uhr sind die Tiere im Tal von Oberstaufen. Zu diesem Ereignis kamen viele andere Menschen auch. Eine Parkplatz fürs Auto war daher etwas schwieriger zu finden. Gut war, dass ein Buspendelverkehr zwischen Oberstaufen und der Weissachmühle eingesetzt wurde. Die Mühle ist im Tal nahe dem Festplatz und der Wiese, in der die Tiere ihren jeweiligen Besitzern zugeordnet werden. Ein Bus nach dem anderen füllte sich und fuhr ins Tal hinab. Am Viehscheidplatz warteten nicht nur einige große Lastwagen, die die Tiere zu den heimischen Ställen fuhren sondern auch viele Besucher.

Es ist laut. Jede Kuh hat eine Glocke um den Hals. Es gibt eine Weide mit verschiedenen Gatter. Einige Männer sortieren die Rinder in verschiedene Gatter. Von dort laufen die Tiere dann in den Transporter, der sie nach Hause in den Stall fährt. Die Kühe mit ihren großen bimmelnden Glocken fressen das Gras und schauen sich die Zuschauer an. Keine Kuh gleicht der anderen. So viele verschiedene Kuhgesichter und Fellzeichnungen. Meist ist es Braunvieh, so lautet der Name dieser Art von braunen Rindern. Schön auch zu beobachten, wie so mancher Kuhkopf die Besucher mit großen neugierigen Kuhaugen genauer anschaute.

Die Tiere werden gruppenweise von fast hundert Tieren den Berg entlang der Straße hinabgetrieben. Insgesamt kommen an die 1000 Tiere an den Viehscheidplatz in Oberstaufen aus verschiedenen Almen. Auf der Wiese werden sie sortiert und und werden ihren Eigentümern übergeben. Mehrere Tausend Besucher schauen dieser Ankunft und auch dem Abtransport zu. Es wird auch gebannt zugeschaut, wenn ein Jungrind nicht in den Anhänger möchte und der Landwirt mit dem störrischen Tier an seine Grenzen kommt.

Ob es Lärm ist oder einfach eine Klangmelodie aus vielen großen Glocken kann jeder selbst entscheiden. Voraus läuft beim Abtrieb die Leitkuh. Sie trägt einen Kopfschmuck aus Blumen. Manchmal trägt die Kuh einen Spiegel im Blumenarrangement auf der Stirn. Dieser Spiegel soll die bösen Geister vertreiben.

Gegen 12 Uhr sind die meisten Tiere im Tal angekommen und unterwegs in ihre heimatlichen Ställe. Auf dem Gelände füllt sich das Festzelt, es wird zünftige Musik gespielt. Ein kleiner Markt mit verschiedenen Händlern bietet Produkte an. Neben den klassischen Angeboten wie modische Ketten gibt es auch Stände, die Kuhglocken in verschiedenen Größen als Souvenir verkaufen.

Kleiderordnung: Die Mehrzahl der Besucher trägt Dirndl oder Lederhose. Auch hier eine Augenweide an Variationen. Bei den Damen vielfältiger als bei den Herren. Sehen und Gesehen werden scheint auch zum Fest zu gehören. Verpflegung und Trinkbares: Super. Trotz hohem Besucherandrang zur Mittagszeit – es gab fast keine Wartezeiten. Beim Pendelverkehr wieder zurück nach Oberstaufen gab es allerdings längere Wartezeiten bis die Busse die Besucher wieder den Berg hinauf zu deren Autos fuhren.

Im September ist Hochsaison der Almabtriebe, auch Viehscheide genannt.  Weitere Termine der Almabtriebe, Viehscheide

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

September 2, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Hochsaison Almabtriebe September

Welche Bezeichnung verwenden Sie? Laut Wikipedia gibt es verschiedene Bezeichnungen wie Almabtrieb (bairisch), Alpabfahrt (alemannisch), Alpabzug (Schweiz) oder Viehscheid (Allgäu). Gemeint ist damit, dass im Herbst das Vieh wieder von den Bergweiden in die Ställe der Bauernhöfe ins Tal geführt wird. Eine Alm ist der Begriff für eine Hütte für den Hirten, einen Stall und Bergweiden für die Tiere. Auch das Vieh fühlt sich bei Kälteeinbruch im Warmen geborgen und hat in den Bergen im Winter Futtersorgen. Je nach Höhe der Bergweiden und Region beginnt die Rückkehr des Viehs in die Dörfer von Mitte September bis Mitte Oktober.

Viehscheid wird im Allgäu verwendet. Der Name kommt daher, dass die Tiere von unterschiedlichen Besitzern auf der Alm gemeinsam von einem Hirten im Sommer gehütet werden. Bei der Rückkehr ins Tal stehen die Tiere gesammelt auf einem Platz oder Wiese (Scheidplatz) und werden sortiert, voneinander getrennt um an ihre unterschiedlichen Besitzern zurück zu geben. Es ist ein Grund zum feiern, wenn das Jungvieh wohlbehalten und gut genährt zurückkommt. Gefeiert wird mit zünftiger Musi und im Festzelt. Weiterhin gibt es teilweise Marktverkaufsstände. Traditonell wird auch am Abend der beste Hirte ausgezeichnet. Hauptsaison der Almabtriebe ist im September.

Freitag, 9. September 2016
8.30 Uhr Oberstaufen

Samstag, 10. September
08.30 Uhr Bad Hindelang
09.30 Uhr Pfronten
11.30 Uhr Maierhöfen
13.00 Uhr Seeg

Montag, 12. September
9.00 Uhr Schöllang

Dienstag, 13. September
9.00 Uhr Oberstdorf

Donnerstag, 15 September
9.15 Uhr Kranzegg
Freitag, 16. September
09.00 Uhr Thalkirchdorf
10.00 Uhr Balderschwang
10.00 Uhr Nesselwang
10.00 Uhr Unterjoch

Samstag, 17. September
9.00 Uhr Gunzesried
9.00 Uhr Immenstadt
9.30 Uhr Missen/Pfronten
10.00 Uhr Jungholz (Österreich)
10.00 Uhr Röfleuten
10.15 Uhr Zell/Eisenberg
12.30 Uhr Schwangau
12.30 Uhr Weitnau/Wengen

Sonntag, 18. September
14.00 Uhr Nesselwängle (Österreich)

Montag, 19. September
8.15 Uhr Kleinwalsertal (Österreich)
8.30 Uhr Riezlern (Österreich)
9.00 Uhr Wertach
9.30 Uhr Buching
10.00 Uhr Bolsterlang

Dienstag, 20. September
11.00 Uhr Haldensee (Österreich)

Mittwoch, 21. September
13.00 Uhr Tannheim (Österreich)

Samstag, 24. September
9.00 Uhr Obermaiselstein-Haslach
10.00 Uhr Haldenwang
11.00 Uhr Grüntensee

Sonntag, 25. September
11.00 Uhr Älplerletzte Kanzelwand

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

August 24, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Abenteuerpark Immenstaad Bodensee

Kletterwand-Immenstaad-02

Blick auf Kletterelemente im Abenteuerpark Immenstaad

Der Abenteuerpark in Immenstaad am Bodensee ist ein großer Kletterpark mitten im Wald. Über 300 Elemente wollen von Baum zu Baum auf elf verschiedenen Parcours erklommen werden. Wir waren an einem Sommerferientag und Wartezeiten gab es bei der Einweisung und bei einem der Parcours. Eine fünfköpfige Gruppe nahm ihre Teambuildung sehr ernst, was dazuführte dass unsere Zweier-Gruppe nicht vorbei kam. Die Parcours, die Routen sind erfreulicher Weise lang, wobei bei Stauungen nicht einfach in einen anderen Weg gewechselt werden kann.

 

Einweisung, Wartezeiten
Immenstaad liegt am Bodensee und somit liegt der Kletterpark in einer stark besuchten Ferienregion. Bei der 20minütigen Einweisung hörten 19 Personen zu, um danach ihre ersten Sicherungsübungen am Boden hintereinander zu testen. Erst danach darf eigenständig mit einer der Routen begonnen werden. In Kletter-Waldparks wie in Bad Waldsee oder in Biberach waren es erfahrungsgemäß auch an sommerlichen Ferientagen kleinere Gruppen. Im Waldseilgarten selbst fallen die vielen Kletterer gar nicht mehr auf, da es ein weitläufiges Gelände ist.

Sicherungssystem
Das Wichtigste beim Klettern sind die Sicherungssysteme. Es sind zwei Karabiner, die am Stahlseil eingeklickt werden. Beide lassen sich nicht gleichzeitig öffnen. Somit ist einer immer mit einem Stahlseil verbunden und man ist gesichert in schwindelnder Höhe. Im Abenteuerpark Immenstaad mußte ein Karabiner vor dem Element an einem roten, gelben oder blauen Steckpunkt gesichert werden. Wenn dies nicht passiert ist geht keiner der Karabiner auf. Fühlt sich gut an, doch der Nachteil ist, dass ich trotz mehrer Versuche nicht weiterkam. Daher empfand ich diese Technik sehr zeitaufwendig. Normalerweise entwickelt man eine Routine. Bei mir nicht, selbst nach zwei Stunden musste ich die Karabiner mehrmals anfassen, bis sich einer löste. Dies beobachtete ich auch bei anderen Besuchern.

Parcours
Die elf Parcours sind in einen bestehenden Wald eingebaut. Somit ist es auch an einem heißen Sommertag ein angenehmes schattiges Klettererlebnis. Faszinierend ist der Blick in die Wipfel der Bäume, wenn sich auf unterschiedlichen Höhen die Elemente kreuzen. Die Kletterer bewegen sich zwischen vier und 15 Meter Höhe. Die Parcours von Nr. 1 bis Nr. 7 sind für Kinder ab 7 Jahren geeignet. Diese luftigen Hindernisläufe haben unterschiedliche Ansprüche. Der 7er wird auch Seilrutschen-Parcours genannt, weil mehr dieser Elemente darin integriert sind. Bei den Seilrutschen ist uns aufgefallen, dass unser Leichtgewicht immer kurz vor dem Ziel noch etwas nachgreifen musste. Die über 50 Kilogramm Akteure landeten auf der Plattform. Die Mindestgreifhöhe liegt bei 1,60 Meter. Kinder unter 12 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.

Zugeschaut haben wir auch den Kindern am neuen Kids-Parcours, die ihren Spaß hatten. Erst seit Pfingsten 2016 ist er im Angebot und hat zwei Routen, den Räuber- und den Musikparcours. Beide sind für Kinder von 3 Jahren bis 7 Jahren geeignet. Gesichert sind die Kinder mit einem Schienensystem. Der Gurt wird einmal in die Schiene eingehängt, läuft fast barrierefrei mit, während sich das Kind auf die Hindernisse konzentriert. Die Parcours sind maximal 1,50 Meter über dem Waldboden, damit die Eltern vom Boden aus die Kinder begleiten können. Die Hindernisse sind abwechslungsreich und so testen die Kinder, wie auf ein Brett gehüpft werden muss, damit ein Ton erklingt und wie daraus eine Melodie entsteht.

Link zum Abenteuerpark Immenstaad am Bodensee

 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

August 16, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Automuseum Fritz B. Busch Wolfegg

„Das Automuseum von Fritz B. Busch in Wolfegg wird geschlossen“, das war eine Nachricht, die ich übers Netz entdeckte und beschloss das Museum kurzerhand nochmals zu besuchen. Es sind einige Jahre vergangen seit meinem letzten Besuch. Erinnern konnte ich mich nur noch an die Oldtimer-Sportwagen. Liebenswert sind auch die Geschichten, die es zu dem jeweiligen Auto gibt. Nun beim wiederholten Besuch fielen mir noch mehr „kultige Oldtimer“ auf.

Automuseum-Fritz-B-Busch-03

Ford Capri RS

Auf diesem Ford Capri RS aus dem Jahre 1972 sind zahlreiche Signaturen auf dem Autolack verewigt. Die ARD sammelte in den 70er Jahren die Unterschriften vieler bekannten Persönlichkeiten. Das Auto mit seinen 150 PS wurde bei der Fernsehlotteriesendung der ARD „Ein Platz an der Sonne“ versteigert. Seit einigen Jahren steht der Ford im Automuseum in Wolfegg.

 

 

Automuseum-Fritz-B-Busch-01

Dieselstar von Fritz B. Busch

Wer den Film „Zurück in die Zukunft“ kennt, schaut sich mit neugierigem Blick das Future-Fahrzeug der Vergangenheit an. Der Dieselstar, es ist der erste Diesel, der 250 Kilometer in der Stunde fuhr. Das Auto wurde konstruiert, gebaut und gefahren von Fritz B. Busch. In der Museumswerkstatt in Wolfegg ist Dieselstar entstanden. 1975 stellte Busch mit ihm einen neuen Weltrekord auf. Auf den Salzfeldern in Utah hatte Busch einen Wagen gesehen, der geradeaus fahren konnte und den Weltrekord platzierte. Als Busch wieder in Deutschland war, baute er den Dieselstar und fuhr ihn im November auf dem VW-Testgelände nahe Wolfsburg. Doch das war keine Gradausfahrt – sondern es gab Kurven. Trotzdem. Busch toppte den Weltrekord deutlich. Auf einer Strecke von einem Kilometer bei stehendem Start kam er auf eine Geschwindigkeit von 136, 1 Kilometer/Stunde. Der amerikanische Rekord lag bei 113,4 Kilometer/Stunde.

Automuseum-Fritz-B-Busch-02

Wanderer aus dem Jahre 1911

Auch Puppchen steht hübsch und rein in der Reihe. Das Auto heißt eigentlich Wanderer und war beliebt. Wanderer war ein solider preisgünstiger Kleinwagen, der 70 Kilometer in der Stunde schaffte. Zudem war er gut für Bergpässe geeignet. Ungewöhlich war, dass dieser Wagen schon im Jahr 1911 eine Hupe, ein Verdeck und eine Beleuchtung hatte. Den Kosenamen „Puppchen“ erhielt das Auto nachdem ein Lied aus der Operette „die keusche Susanne“ von Gilbert damals zum Gassenschlager wurde.

Automuseum-Fritz-B-Busch-04Wer in die Lichter dieses Wagen schaut, fragt sich vielleicht schiele ich? Erinnerungen an Clarence von Daktari. Nein. Es ist ein Peugeot 202 Convertible Coupé aus dem Jahre 1938. Schon damals verbrauchte das Auto nur 7,2 Liter auf 100 Kilometer, sensationell wirtschaftlich. Und der Blick … so eng kann ich gar nicht schauen 😀 – trotzdem faszinierendes Vehicle.

Ein „Herzerwärmer“ ist auch die Geschichte von Goliath.
Dieses Auto war im Dienst von 1933 bis 1982 des Honighändlers Erich Pass und hat 600.000 Kilometer gefahren. Ein Auto das fast 50 Jahre im Dienste war. Fritz B. Busch holte es 1982 in Bremerhaven ab und parkte es im Museum.

Der legendäre Fort Modell T – die Thin Lissy steht ebenfalls in Wolfegg. Das Auto erblickte die Straßen 1926. Insgesamt wurde das Ford T-Modell von 1909 bis 1927 über 15 Millionen Mal gebaut. Dieses T-Modell hat Amerika motorisiert. Und in Wolfegg steht sie still und fast unscheinbar zwischen anderen Autolegenden.

Automuseum-Fritz-B-Busch-07

Messerschmidt

Charmant auch die Geschichte zum Messerschmidt. Ein netter kleiner roter Flitzer mit durchsichtigem Dach, welches aufgeklappt werden kann. Eine Ankedote erzählt, dass der Fahrer nicht mehr wußte, wie er es öffnen kann. Er parkte zudem unter einem Balkon, dass natürlich dass Öffnen der Tür nach oben verhinderte. Der Fahrer rief um Hilfe.
Der Janus – ein Autotyp den ich zum ersten Mal im Museum wahrgenommen hatte, besitzt zwei Türen die vorne und hinten zu öffnen sind. Der Fahrer sowie Beifahrer saßen in Fahrtrichtung, während die Rückbanksitzenden nach hinten sahen, Rückwärtsfahrer. Dies hat oft dazugeführt, dass den Mitfahrern speiübel wurde. Der Spruch entstand „ Vorne protzen, hinten kotzen“.

Was mir ebenfalls neu war, dass die Heckflossen der 60er Jahre auch gut als Parkleithilfe dienten. Ja, es sind die vielen Geschichten, die die Oldtimer unvergessen und zu Lieblingen machen. Erwähnt seien die schönen Sportwagen, die motorisierten Fahrräder und Motorräder, einige Traktoren sind ebenfalls noch in der Ausstellung

Wer also das Automuseum von Fritz B. Busch nochmals in seinem alten Zustand sehen will – muss bis Ende Oktober nach Wolfegg fahren. Danach werden die Fahrzeuge umgeordnet, neugeordnet und die Sammlung geht zu Teilen ins Traktormuseum nach Mühlhofen-Uhldingen. Von 1973 bis 2016 erzählten die Autos Zeitgeschichte aus dem Blickwinkel des Sammlers, Journalisten, Autobauers Fritz B. Busch. Er verstarb im 2010. Wehmut schwingt mit, wenn sich dieser Originalschauplatz neu ordnert, doch es geht weiter. 2017 wird das Automuseum Wolfegg eröffnet. Projektleiter Flosbach kümmert sich schon um jüngere Oldtimer. Autos, die die heutigen Vierzigjährigen erstmals gefahren sind oder schon als Kinder mitgefahren sind.

Die nächste Generation von jüngeren Oldtimer wird sich im Museum sammeln und Erinnerungen wecken.

Link zum Automobilmuseum Fritz B. Busch

Ort: Automuseum Fritz B. Busch in Wolfegg am Schloss, Schlossplatz 1, 88364 Wolfegg

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

August 10, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Kloster Roggenburg

Im Landkreis Neu Ulm, im westlichen Teil von bayrisch-Schwaben liegt das Kloster Roggenburg. Auf einem großen Areal sind Klostermuseum, Klosterkirche, Klosterladen sowie das Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur zu besuchen. Mit Führungen ist es auch möglich das Refektorium und die Bibliothek zu besichtigen. Bis 23. Oktober 2016 wird die Kunstausstellung „LUTHER reicht nicht“ in gezeigt. Der Klosterladen ist ebenfalls sehenswert dank seinem großen spirituellen Bücherangebot sowie „Leckeres und Köstliches“ aus europäischen Klostergärten.

Das Prämonstratenser-Kloster wurde 1126 gegründet. In seiner Glanzzeit umfasste das Reichsstift 18 Dörfer. 40 Prämonstratenser gestalteten das Leben im Kloster. Die barocke Klosteranlage wurde 1766 vollendet. Die Klosterkirche ist eines der bedeutendsten Rokokobauten im bayrischen Schwaben. Zur Säkularisation wurde das Kloster 1802 geschlossen. Erst 1982 wurde das Kloster wieder von Prämonstratenser belebt. Später wurde das Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur eröffnet, indem zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten werden.

Vier Motivationen zeichnen den Prämonstratenser Orden aus:  communio (Gemeinschaft stiften und leben), actio (für die Menschen da sein), contemplatio (Spiritualität, Beschaulichkeit und Lebenstiefe suchen) sowie stabilitas loci (Welt gestalten und Lebensgrundlage schützen).

Kloster Roggenburg Orgel

Kloster Roggenburg Orgel

Die Klosterkirche ist eindrucksvoll und wurde 1752 bis 1758 errichtet. Die beiden Türme sind 70 Meter hoch. Die imposante Orgel, das viele Blattgold sind unübersehbar, trotzdem wirkt der Kirchenraum nicht überladen. Das Goldene verleiht Plastizität und die zahlreichen Putten mit ihren Gesichtern sind zum Schmunzeln. Kirchenführungen sind Montag bis Samstag um 9 und 11.30 Uhr sowie von 12.30 bis 17.30 Uhr möglich. Die Große Führung beinhaltet die Kirche, das Refektorium und die Bibliothek und dauert ca. 80 Minuten. Kontakt: 07371 7040-118

Das Klostermuseum ist eine Schatzkammer der Monstranzen und Kunstschätze. Weiterhin werden Hintergründe zur Geschichte des schwäbischen Prämonstratenser Klosters gezeigt.
Öffnungszeiten: Do+Fr 14 bis 17 Uhr von April bis Okt; Sa+So+Feiertag 14 bis 17 Uhr.

Der Klosterladen lohnt einen Besuch. Er wird auch christlicher Geschenkeladen genannt. Seine große Auswahl an spirituellen Büchern, Spezialitäten und Lebensmittel aus vielen Klöstern Europas (Weinsortiment, Andachtsgegenstände und vieles mehr) lassen einen länger verweilen, als geplant.
Link zum Klosterladen: http://www.klosterladen-roggenburg.de/

Dialog-Reform-Kirche

Dialog zweier BesucherInnen in der Ausstellung „Luther reicht nicht“ im Kloster Roggenburg

Im Haus für Kunst und Kultur wird bis 23. Oktober 2016 die Kunst-Ausstellung „LUTHER REICHT NICHT“ präsentiert. Die Wanderausstellung zeigt Werke von 22 Künstlern mit unterschiedlichen ästhetischen Erfahrungen zum Thema Religion und Reformation. Ausgangspunkt für die Konzeption (entwickelt von Arbeitskreis Kirche und Kunst, Unterfranken der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern zusammen mit der Diözese Würzburg) war die Frage: Wie lassen sich Luthers reformatorische Ansätze heute weiterdenken? Mein Eindruck zur Ausstellung: sehr brav und die Auswahl der Werke zeigt wenig Widersprüche oder künstlerische Diskussionen.

Besucher konnten auch Wünsche, Gedanken zur Reform der Kirche hinterlassen. Das Foto zeigt einen Dialog der Besuchergedanken.
Erste Schrift: Ich bin dafür, dass auch die evangelische Kirche den Papst anerkennen, dann wären wir wieder eins.

Darunter zweite Schrift: Ja, wenn allein Christus angebetet wird und keine „Heiligen“ einschließlich Papst.

Mehr Informationen zur Ausstellung.

Dieses Video zum Thema „Reformation für Einsteiger“ ist ebenfalls zu entdecken.

Das Haus für Kunst und Kultur legt Gewicht auf den Dialog zwischen Kunst und Glaube. Im Winter wird die Krippenausstellung präsentiert. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände der Klostergarten, eine Grundschule mit Sporthalle.

Im Klostergarten wurde Ende Juli das begehbare Efeu-Labyrinth mit verschiedenen und seltenen Efeus eröffnet.

Am Parkplatz steht der Waldpavillon, in dem Erlebniszentrum werden wechselnde Ausstellung kindgerecht zum Thema Wald und Umwelt präsentiert. Momentan kann alles über die Schnecke erfahren werden. Der Parkplatz ist ebenfalls Startpunkt für verschiedene Spaziergänge und Wanderungen rund ums Kloster und in die Umgebung.

Es gibt verschiedene Rundwanderwege (Bibertour, Weiherweg, Öko-Rallye sowie die Lauschtour). Startpunkt ist jeweils der Parkplatz südlich der Klosteranlage. Die 13 Kilometer lange Bibertour führt vorbei am Klosterweiher, verschiedenen Kirchen und Kapellen. Wer Glück hat trifft sogar einen Biber.

Ein weiterer Rundwanderweg ist der 6,5 Kilometer lange Weihertour, der ebenfalls zum Klosterweiher und dem Stürzenweiher führt. Am Weiherweg sind auch die 20 Öko-Rallye-Stationen zu entdecken. Hier können Fragen und Rätsel gelöst werden. Nahe der Klosterkirche ist auch ein Tierstimmen-Eco-Board, wobei es bei unserem Besuch gerade defekt war. Eine andere Aktion ist die Lauschtour, an 9 Stationen kann einer Geschichte zugehört werden. Zur Lauschtour kann ein IPod ausgeliehen werden im Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur. Oder – eine App wird auf das eigene Smartphone heruntergeladen.

Etwas entfernter verläuft der Osterbachweg. Sein Startpunkt ist am Parkplatz des Vereinsheimes in Schießen (Nachbargemeinde von Roggenburg). Die Strecke ist ausgeschildert und verläuft entlang des Osterbaches. Entlang des Baches sind einige Biotope mit verschiedenen Vögeln und Tieren zu entdecken.

Mehr Informationen zu Kloster Roggenburg
Ort: Kloster Roggenburg, Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur, Klosterstraße 3, 89297 Roggenburg
Telefon: 07300 96 110

 

Und wer noch einen Flug über das beeindruckende Kloster Roggenburg sehen möchte –
nachfolgend der Drohnenflug von Karlheinz Thoma:

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone

August 9, 2016
von upperswabia
Keine Kommentare

Kletterwald Biberach an der Riß

„Und wer dort war, könnte gleich wieder hin“, so erging es uns. Klettern macht Spaß und sich zwischen den Bäumen hoch über dem Boden bewegen. Der Hochseilgarten liegt im Burrenwald bei Biberach an der Riß.

Von Baum zu Baum schwingen, wie Tarzan – ja es gibt sie die Plattformen in denen über den Abgrund geschwungen wird. Für einen großen Schritt ist es zu weit, aber mit dem Seil rüber fliegen, das geht und macht Spaß. Da kann man ruhig mutig sein, denn das Sicherungsseil sitzt.

In die Sicherheitsgurte steigt man wie in eine Hose und die Gurte werden am Körper gestrafft, so dass es weder zu locker noch zu eng sitzt. Der Helm kommt auf den Kopf. An einer Übungsstation wird zuerst das Einhaken und Lösen der zwei Karabinerhacken geübt. Einer der Karabiner ist geschlossen, während der andere geöffnet werden kann. Beide Karabiner lassen sich nicht gleichzeitig öffnen und die Karabiner müssen sich einklicken können. Mit etwas Übung geht es dann auf den ersten Weg, den Schwabenstreich.

Beschreibung der verschiedenen Parcours im Kletterwald

Und welchem Parcours beginnen wir?

Er ist sehr einfach und ist ein guter Startpunkt. Insgesamt gibt es neun verschiedene Parcours. Zwei Parcours mit den Namen „Schwarz Veri Weg“ und die „Römerstraße“ sind ab 14 Jahre geeignet. Der Parcours Tiefblick, lässt nicht nur tief blicken sondern es kann auch mit einer Art von Skateboard sich zwischen den beiden Bäumen bewegt werden. Der Tiefblickweg ist ab 12 Jahren. Im Spinnwebparcours ist ein großes Spinnennetz an dem man sich von der einen zur anderen Plattform hangelt.

Spaß machen auch die langen Seilbahnen, mit denen man aus dem jeweiligen Parcours wieder zurück auf den Boden fährt. Ach, und wenn man in der Mitte der Seilbahn hängen bleibt, dann hilft jemand und schiebt einen ans Ende der Bahn.

Unser persönlicher Eindruck war, dass die jeweiligen Stationen nicht sehr weit auseinander sind. Das ist kräfteschonend für Ungeübte. Die Erfolgserlebnisse sind gewährleistet.

Kinder können bereits ab 6 Jahren und einer Mindestgröße von 120 cm mitmachen. Allerdings ist es bis zum 13. Lebensjahr notwendig, dass ein Erwachsener dabei ist. Da viel geklettert und geschwungen wird, ist es auch für kleinere Personen leichter mitzumachen.

Der Kletterwald liegt wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, nahe der B312 in Richtung Riedlingen. Er ist gut ausgeschildert und es gibt Parkplätze. Der Kletterwald liegt an einem Spielplatz mit mehreren Grillstellen. Im Burrenwald sind zudem noch Rundwege fürs Radfahren und Wandern ausgeschildert.

Öffnungszeiten in den Schulferien (Baden-Württemberg) täglich von 10 bis 18 Uhr, ansonsten Samstag, Sonntag und Feiertags. Nach der halbstündigen Einweisung kann man drei Stunden klettern, jede weitere halbe Stunde wird mit 5 Euro berechnet.

Link zum Kletterwald Biberach

Ort: Kletterwald Biberach, Im Burrenwald an der B312, nordwestlich von 88400 Biberach an der Riß
 

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestBuffer this pageShare on RedditEmail this to someone