Oberschwaben-Welt

Kultur Leben Ausflüge

Juli 28, 2017
von upperswabia
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Kunst Ausstellungen August bis September 2017

Die Übersicht auf die Kunstausstellungen von August bis September 2017 in Oberschwaben von Ulm bis an den Bodensee.
Wenn eine Ausstellung fehlt, dann bitte eine Nachricht über Kommentar oder Email. Es wird aktualisiert. Nachfolgend eine Auswahl der Ausstellungen, die mir zugetragen oder von mir recherchiert wurden.

Achberg
entfesselt! – Malerinnen der Gegenwart
Ausstellungsinfo – bis 30. Juli 2017
Kraftquellen! –
Patenschaften zwischen historischer Sakralkunst und zeitgenössischen Positionen 
Ausstellungsinfo – vom 12. August bis 22. Oktober 2017
Ausstellungsführungen sonntags und feiertags 14.30 Uhr
Öffnungszeiten: Fr 14-18 Uhr, Sa + So + Fe – 10-18 Uhr
Ort: Schloss Achberg, 88147 Achberg

Albstadt
SPUREN WEGE LABYRINTHE
DIETHARD BLAUDSZUN (1941-2012)                                    

Sammlung Gerhard und Brigitte Hartmann
Ausstellungsinfo  – 2. Juli bis 8. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Di – Sa, 14 – 17 Uhr, So + Feiertag 11 – 17 Uhr
Ort: Städtische Kunstsammlungen – Galerie Albstadt, Kirchengraben 11, 72458 Albstadt

Allensbach am Bodensee
Skulpturenweg – Brücken bilden
Ausstellungsinfo – bis 14. Oktober 2017
Öffnungszeiten – zu allen Tageszeiten
Ort: Uferpromenade in 78476 Allensbach

Bad Saulgau
Karin Székessy – Fotografien 1957-2017

Ausstellungsinfo –  bis 11. Juni 2017
Öffnungszeiten:  Di – So, 14 – 17 Uhr, Silvester geschlossen
Ort: Städtische Galerie Fähre im Alten Kloster, Hauptstr. 102/1, 88348 Bad Saulgau

Bad Schussenried
Gabriele Traub: Schrittzähler
Situation von kranken und behinderten Menschen im Nationalsozialismus
Ausstellung vom 9. Juli bis 13. August 2017
Schweben – Fliegen – Fallen
Ausstellungsinfo – vom 2. Juli bis 29. Oktober 2017
Themenjahr Über Kreuz
Ausstellungsinfo
Ort:  Kloster Bad Schussenried, Neues Kloster 1, 88427 Bad Schussenried (Anfahrt)

Bad Waldsee
Jürgen Elsner – Das Ölwunder
Ausstellungsinfo – vom 2. Juli bis 10. September 2017
Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 19 Uhr
Hans Schüle – Fraktale
Ausstellungsinfo – vom 24. September bis 29. Oktober 2017
Ort: Kunstraum Kleine Galerie im Haus am Stadtsee, Wurzacher Str. 53, 88339 Bad Waldsee

Wolfgang Flad
Ausstellungsinfo – vom 25. Juni bis 24. September 2017
Öffnungszeiten: Fr-So, 13.30 bis 17.30 Uhr,
Ort: Museum im Kornhaus, Rathausplatz, 88339 Bad Waldsee

Biberach an der Riss
Herbert Volz :: violett über blau und gelb, Malerei – Plastik.
Ausstellungsinfo – bis 15. September 2017
Öffnungszeiten: Di-Fr 13.30-17 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Stiftung BC – pro arte, Bismarckring 66, 88400 Biberach

Ergül Cengiz – Somnambulistan
Vernissage am 11. August, 19.30 Uhr
Ausstellungsinfo
– vom 11. August bis 17. September 2017
Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-17; Sa + So 11-17 Uhr
Ort: Komödienhaus, Viehmarktplatz, 88400 Biberach an der Riss

Wasser – im Blick zeitgenössischer Künstler
Nicole Bold, Oliver Braig, Steffen Dietze, Barbara Ehrmann, Hartmut Hahn, Sven Kalb, Dieter Konsek
Ausstellungsinfo – vom 5. August bis 29. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 10 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr; Do 10 – 13 Uhr und 14 – 20 Uhr
Sa, So 11 – 18 Uhr
Ort: Museum Biberach, Museumstraße 6, 88400 Biberach an der Riß


Ralf Bittner – süßer vogel jugend

Ausstellungsinfo bis 29. Juli 2017
Öffungszeiten: Mo-Fr 9-13 Uhr, 14-18 Uhr
Ort: Galerie Uli Lang, Pfluggasse 9, 88400 Biberach

Burgrieden-Rot

Die Sprachen des Textilen
und Anca Munteanu Rimnic
Ausstellungsinfo – vom 23. Juli bis 8. Oktober 2017
Ort: Museum Villa Rot + Kunsthalle Rot, Schlossweg 2, 88483 Burgrieden-Rot


Ehingen – Schloss Mochental

Per Kirkeby – Malerei und Skulptur
Ausstellungsinfo – vom 3. Juni bis zum 6. August 2017
Öffnungszeiten Di – Sa, 13 – 17 Uhr, So + Feiertage 11 – 17 Uhr
Ort: Schloss Mochental, 89584 Ehingen

Isny
Friedrich Hechelmann – Dauerausstellung
Öffungszeiten: Mi-Fr 14-18 Uhr; Sa+So+Fe 11-18 Uhr
Ort: Kunsthalle / Städtische Galerie im Schloss, Schloß 1, 88316 Isny im Allgäu

Leutkirch
Monika titelius – Installation und Fotografie
Ausstellungsinfo – vom 11. Juni bis 30. Juli 2017
Öffnungszeiten: Sa + So 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung
Ort: Galerie & Atelier Dorothea Schrade, Galerie im Adler, In der Vorstadt 18 (direkt an der B45), 88299 Diepoldshofen bei Leutkirch

Lindau
Zwischen Himmel und Erde
Sommerausstellung Paul Klee
Ausstellungsinfo – bis 27. August 2017
Öffungszeiten Mo – So 10 – 18 Uhr
Ort: Stadtmuseum Haus am Cavazzen, Marktplatz 6, 88131 Lindau

Memmingen

NEVER ENOUGH – Monika Sprüth und die Kunst
Ausstellungsinfo – vom 19. Mai bis 3. September 2017
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So, Feiertag 11 – 17 Uhr, Do 13 – 19 Uhr
Ort: MEWO Kunsthalle, Bahnhofstrasse 1, 87700 Memmingen


Messkirch
Dauerausstellung – Kreisgalerie
Ausstellungsinfo
Was mir heilig ist
– Zeitgenössische Glaubensbekenntnisse von Menschen aus dem Landkreis Sigmaringen
Ausstellungsinfo – 9. Juli bis 15. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag sowie feiertags jeweils 13 bis 17 Uhr
Ort: Kreisgalerie Schloss Meßkirch, Kirchstraße 7, 88605 Meßkirch

Obermarchtal
Steffen Dietze – Fotografische Arbeiten
Ausstellung – vom 10. September,11 Uhr (Vernissage) bis 15. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Sonntags von 11 bis 16 Uhr
oder nach Vereinbarung
Ort: Galerie im Petrushof, Maiertorweg 12, 89611 Obermarchtal

Ochsenhausen
Große Sommerausstellung – Venedig in der Kunst
Ausstellungsinfo – vom 9. Juli bis 8. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-12 Uhr + 14-17 Uhr, Sa, So + Fe 10-17 Uhr.
Ort: Galerie im Fruchtkasten des Klosters, 88416 Ochsenhausen

Ravensburg
Wie love animals – 400 Jahre Tier und Mensch in der Kunst
Ausstellungsinfo
– vom 1. Juli bis 12. Oktober 2017
Öffnungszeiten. Di-So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 20 Uhr
Ort: Kunstmuseum Ravensburg, Burgstaße 9, 88212 Ravensburg

Markus Meyer – Begegnungen, Skulpturen, Objekte
Ausstellung vom 3. Juli (Vernissage 18 Uhr) bis 7. August 2017
Öffnungszeiten der Volksbank
Ort: Volksbank, Marienplatz 36, 88212 Ravensburg

Tuttlingen
SUSANNE EGLE – BEHIND THINGS
Objekte – Fotoarbeiten – Installationen
Ausstellung vom 29. Juli bis 10. September 2017
Öffnungszeiten Di – So, 11 – 18 Uhr
Ort: Städtische Galerie / Kunstkreis Tuttlingen e.V., Rathausstr. 7, 78532 Tuttlingen

Ulm
Herlinde Koelbl – Mein Blick
(Fotografie)
Ausstellungsinfo – vom 1. Juli bis 17. September 2017
mit beDACHt
Fotografien von Martina Dach
Ausstellungsinfo – vom 23. Juli bis 10. September 2017
Öffnungszeiten:  Mo – Sa, 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, So + Fe  11 – 18 Uhr
Ort: Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm

Best of 10 Jahre
Austellungsinfo – ab 9. April 2017
Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 17 Uhr, Do 11 – 20 Uhr
Ort: Kunsthalle Weishaupt, Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1, 89073 Ulm

Julian Schnabel
Ausstellungsinfo – bis 17. September 2017
Öffnungszeiten: Mi-Fr 14-18 Uhr; Sa+So 11-17 Uhr
Ort: Kunstverein Ulm e.V. – Schuhhaussaal, Kramgasse 4, 89073 Ulm

ULM – Ulmer Museum
Walt Disney – Fantasien werden niemals alt
Ausstellungsinfo – bis 15. Oktober 2017
Erwarten Sie Wunder!
Das Museum als Kuriositätenkabinett und Wunderkammer
Ausstellungsinfo – bis 17. September 2017
Artperium –
Kunst. Wert. Schätzung
Ausstellungsinfo – bis 15. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Di – So 11 – 17 Uhr
Ort: Ulmer Museum, Marktplatz 9, 89073 Ulm

NACKT
Ausstellung – vom 5. August bis 2. September 2017
Thomas Putze – Menschen, Tiere und mehr…
Ausstellung – vom 9. September bis 7. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Di – Fr 13 – 18 Uhr; Sa 11 – 15 Uhr
Ort: Galerie Tobias Schrade, Auf der Insel 2, 89073 Ulm

Weingarten
Honiglieferant, Sozialwesen & Kunstobjekt
Arbeiten von Jeanette Zippel
Ausstellung bis 24. September 2017
Ort: Tagungshaus Weingarten, Kirchplatz 7, 88250 Weingarten

 

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Juli 21, 2017
von upperswabia
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Biberacher Schützenfest Historischer Festumzug Teil 2

Der historische Festzug beschreibt die Geschichte Biberachs bis zur Bismarck-Ära. Die Stadtgeschichte wird in beispielhaften Szenen vorgestellt. Die Kostüme der jeweiligen Szenen sind soweit möglich originalgetreu nachgebildet. Zudem sind mehr als 200 Gespann- und Reitpferde mit aufwendigen Geschirren und Zäumungen zu sehen.

Das Biberacher Schützenfest bildet den Höhepunkt des Biberacher Jahres. Es wird von „vor d’r Schütza“ und „noch d’r Schütza“ das Jahr umgangsprachlich eingeteilt. Historisch bedingt hat es als Schulfest im Jahre 1650 begonnen. Das Ende der Schuljahres wurde mit einem Zug zum Schützenhaus am Schützenberg gefeiert. Daher auch der Name. Mittlerweile ist es ein neuntägiges Kinder- und Heimatfest in dem zeitgenössische Themen wie der Bunte Festumzug, der Jahrgängerumzug präsentiert werden. Die Stadtgeschichte wird im Historischen Festumzug, in der Heimatstunde als auch im „Tanz durch die Jahrhunderte“ präsentiert. In diesen neun Festtagen gibt es eine Vielzahl von Aufführungen und Treffpunkten, die im Regelfall zeitbedingt nicht alle wahrgenommen werden können. Kurzum – es ist sehr sehr viel an Programm geboten.

Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass in Biberach Theater spielen eine große Tradition hat. Das Schützentheater wird seit 1819 praktiziert. Es dürfen nur Kinder und Jugendliche mitspielen. Damit zählt es zu den ältesten Kindertheatern in Deutschland.

Die nachfolgende Bilderschau zeigt den zweiten Teil des Historischen Festzuges ab der Gerber-Gruppe. Link zum ersten Teil des Historischen Festzuges

Die Gerbergruppe gehörte wie die Weber zu den wichtigsten Handwerkern in der Reichsstadt Biberach. Der Festwagen zeigt den „Weißgerberwalk“. Der dafür Pate stehenden Handwerksbetrieb gibt es noch heute, eine Rarität mittlerweile in Deutschland.

Folgende Gruppen sind dabei (nicht vollständig)
„Wieland und der Musenhof zu Warthausen“
Rokoko-Gruppe
Trommler und Pfeifer des Bischof-Sproll-Bildungszentrums
Justin Heinrich Knecht
Gruppe „Shakespeares Sturm“
Musikkapelle
Bierbrauer-Gruppe
Spielmannszug Turngemeinde Biberach
Thurn- und Taxis’sche Postkutsche mit Biedermeier-Gruppe
Gruppe „Biberacher Bürgerwehr“ mit Spielmannszug
Musikverein
Gruppe „Biberacher Volkstrachten“
Bauern-Zunft mit Erntekranz
Musikkapelle
Bauern-Gruppe Bergerhausen
Trachten-Gruppe Mettenberg mit Gruppe „Mettenberger Flachsbauern“
Gruppe „Rissegger Bauernhochzeit“
Bürgerwehr Mittelbiberach
Musikverein
Kleine historische Trachten-Gruppen (Preußen, Donauschwaben und weitere)
Trachten-Gruppe Schlesien
Zimmerer-Gruppe
Müller-Gruppe
Historischer Löschzug der Feuerwehr
Gruppe „Bürgerball in der Bismarck-Ära“
Gruppe „Räuberbande des Schwarzen Veri“

 

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Juli 21, 2017
von upperswabia
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Biberacher Schützenfest Historischer Festumzug Teil 1

Das Biberacher Schützenfest trägt seinen Namen aus der Tatsache, dass zu Beginn dieses Schulfestes im Jahre 1650 der Zug der Kinder zum Schützenhaus am Schützenberg führte. Es ist daher ein historisches Kinder- und Heimatfest.

Gleich am Anfang des Historischen Festumzuges am Biberacher Schützenfest sind die Kleinen Schützentrommler und -pfeifer zu sehen. Seit über 200 Jahren ist diese Musiktruppe dabei, sie ist die älteste Traditionsgruppe im Festumzug.

Kleine Schützentrommler und -pfeifer

 

Der zweite Teil des Historischen Festumzuges

Weitere Gruppen sind (nicht vollständig)
Königlich Württembergische Landjäger
Standartenreiter mit Biber-Standarte
Schützentrommler- und pfeifer
Schützenkönig-Paar vom „Biberschießen“
Fahnenschwinger
Staufer-Gruppe
Spital-Trommler und Spital-Gruppe
Spielleute und Vaganten des Bischof-Sproll-Bildungszentrums
Gruppe „Simultaneum“
Fanfarenzug der Mathias-Erzberger-Schule
Gruppe „Kaiser Friedrich III“
Fahnenschwinger-Gruppe
Weber-Gruppe
Färber-Gruppe
Fanfarenzug der Dollinger-Realschule
Historischer Handelszug
Musikkapelle
Gruppe „Baltringer Haufen“
Historische Bauerntanz-Gruppe
Gruppe „Stadttore der Reichsstadt Biberach“
Riedlinger Tor und Ulmer Tor
Nachtwächter im Mittelalter
Waldseer Tor und Ehinger Tor
Scharwächter-Gruppe
Renassance-Gruppe
Glocken-Gießer-Gruppe
Kleine Schützenmusik mit Spielmannszug
Gruppe der Kaiserlichen Reiter
Schweden-Gruppe
Stadtkapelle Biberach
Gaukler-Gruppe
„Wieland und der Musenhof zu Warthausen“

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Juli 21, 2017
von upperswabia
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Biberacher Schützenfest: Jahrgängerumzug 2017

Zur Tradition des Kinder- und Heimatfestes in Biberach an der Riss, genannt Schützenfest gehört der Jahrgängerumzug. Alle Personen, die in dem Jahr 40, 50, 60, 65, 70 sowie in fünfer Schritten zum 100sten einen Geburtstag haben können an diesem Festumzug mitlaufen. Die Straßen sind gesäumt mit Zuschauern, die die Jubilarin oder den Jubilar mit einem kleinen Präsent um den Hals behängen oder eine Rose überreichen. Auch kann es vorkommen, dass die Personen etwas trägt oder einen kleinen Wagen zieht, die eine Besonderheit, ein Hobby präsentiert oder einfach ein Augenschmaus darstellt.

Wer zum ersten Mal diesen Umzug sieht, ist irritiert und/oder findet es eine gute Idee. Jedenfalls es ist eine der Besonderheiten am Biberacher Schützenfest. O-Ton von der Biberacherin M. Dorner: „Es ist eine Ehre an diesem Umzug teilnehmen zu dürfen. Als Kind habe ich mich schon darauf gefreut, dass ich mit 40 Jahre am Umzug mitlaufen darf“.

Selten ist, dass ein Hundertjähriger mitläuft. In diesem Jahr führte Karl Raufeisen den Festumzug an. Er feiert seinen 100sten Geburtstag im Jahr 2017. Laut Oberbürgermeister Zeitler ist der älteste Bürger Stadt Biberach 105 Jahre alt. Dieser Bürger konnte nicht am Jahrgängerumzug teilnehmen.

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Juli 17, 2017
von upperswabia
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Bunter Festumzug Biberacher Schützenfest

Das Biberacher Schützenfest ist ein 10tägiges Kinder- und Heimatfest. Am Montag laufen tausende von Schülerinnen und Schüler der Schulen im Bunten Umzug in der Innenstadt mit.  Kreativ wurden Kostüme zu den jeweiligen Schulmottos gebastelt und genäht. Dazwischen immer wieder Musikkapellen, ebenfalls mit kreativem Outfit.

Die Kleinen Schützentrommler und-Pfeifer liefen als „Kleine Feger“ mit. Die Beavers mit ihren Cheerleadern liefen vor dem TG-Spielmannszug, der sich ebenfalls im Football-Look zeigte.

Die Mitmacher beim Schützentheater fuhren auf vier verschiedenen Wagen, die von Pferden gezogen waren mit. Das diesjährige Theaterstück des ältesten Kindertheaters in Deutschland hieß dieses Jahr „Schneewitchen und die sieben Zwerge“.

Unter dem Motto „Tanz durch die Jahrzehnte“ präsentierte sich die Schwarzbachschule. Von Abba bis zum RocknRoll kleideten sich die Kinder dazu passend. Die Braith-Grundschule hatte das Wetter im Fokus.

Die Gaisental-Grundschule wählte das Motto „Städtepartnerschaften“. Die Pflugschule wird gerade renoviert und umgebaut. Daher war es das Thema für die Schüler*innen, ob Maler oder Bauarbeiter, es muß was getan werden. Um das Thema Gegensätze kümmerte sich das Bischof-Sproll-Bildungszentrum. Schwarz-Weiß, Pechvogel oder Glückskäfer, Grünes und Rotes Ampelmännchen waren die Impulse.

Die Dollinger-Realschule wählte das Thema Film. Das Glamouröse im Filmgeschäft war im Blick. Stars, Bodyguards, der rote Teppich und „Dolliwood“ fanden ihre Präsentatoren. Und zwischendrin – die Breakdancer, die auf einem einfachen Karton ihr akrobatisches Geschick zeigten. Die Trommler des Wieland-Gymnasiums hatten den strahlendem Sonnenschein ins Outfit miteingerechnet. Sie waren in Unterhose und Krawatte gekleidet und trugen das Motto „Biertagswahl“ vor. Sie wünschten sich mehr Freibier in Biberach. Wünsche. Stark war der Auftritt der „Barbie-Girls“ – die Musiker der Kleinen Schützenmusik. Alle hatten blonder Perücken auf. Zu guter Letzt folgten die Gemeinderäte mit der Schützendirektion und bildeten den Abschluss dieses frohen und bunten Festumzuges.

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Juli 16, 2017
von upperswabia
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Heilig Blut Fest in Bad Wurzach

Das Heilig Blut Fest in Bad Wurzach ist nach dem Blutfreitag in Weingarten ebenfalls ein wichtiger Termin im Jahreskalender der Prozessionsreiter in Oberschwaben. In Bad Wurzach reiten auch Frauen mit. An die 1500 Teilnehmer*innen reiten entlang der Hauptstraße in Bad Wurzach in die Fluren im großen Bogen um die Stadt. Ein Blick in die hügelige Landschaft des württembergischen Allgäus und auf die Alpenkette ist je nach Wetterlage klar vor Augen. Vorbei am Gottesberg geht es wieder in die Innenstadt den Berg hinunter.

Unter „Gottßberg“ war der Moränehügel nahe Wurzach in den Kirchenbüchern benannt. Die Wallfahrtskirche auf dem Gottesberg war erst eine kleine Kapelle. Als sie zu klein wurde, wurde an der Stelle eine größere Kirche gebaut. Das Mauerwerk dieses Kirchleins ist heute noch im Altarraum integriert. Im Jahre 1717 wurde die neue Kirche feierlich geweiht. 300 Jahre ist dies her und sie ist bis heute ein Ort für Pilger.

 

Zum  300 Jahre Kirchweih Jubiläum kam auch Bischof Dr. Gebhard Fürst nach Bad Wurzach. In seinem Festschrift Vorwort benennt er den Kulturraum als „Sakrallandschaft“. Die Kultur- und Glaubenslandschaft in Oberschwaben mache eindrucksvoll deutlich, dass der Mensch Wegzeichen braucht. „Zeichen, die zeigen woher wir kommen und wohin wir unterwegs sind. Zeichen von anderen Menschen, die signalisieren ‚Du bist nicht allein, da sind Mitmenschen, die für uns da sind, die ebenfalls auf dem Weg sind'“, so Bischof Fürst.

Die Diashow gibt Eindrücke der Reiterinnen und Reiter, diesen Wunsch und auch die Freude an dieser Reiterprozession teilzunehmen zu zeigen.

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Juli 8, 2017
von upperswabia
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Demokratie und Christoph Martin Wieland

Hab mal wieder aus aktuellem Anlass (G20-Gipfel in Hamburg, Missbrauch des Demonstrationsrechts, Krawalle und Sachbeschädigungen in Hamburg) in den Zitaten von Christoph Martin Wieland geschmökert.

Zitat Wieland aus der Goldene Spiegel II.7, S. 143 – aus dem Jahre 1772

Die Freyheit, …
womit sich die Menschen so viel wissen,
ist so wenig für sie gemacht,
daß sie, so bald sie Mittel finden, sich ihrer zu bemächtigen,
ein so kostbares Gut
zu nichts zu gebrauchen zu wissen,
als sich selbst und andern Schaden damit zu thun.

……

Ich habe diese Woche dafür gestimmt, dass mir Demokratie wichtig ist.
Es ist wunderbar Demonstrieren zu können.
Dann kam Hamburg und was dort abläuft ist nicht gut. Eine Demo wird mißbraucht um Sachbeschädigungen und Menschen zu schaden – das geht zu weit.

Diese Sachbeschädiger, gewaltbereiten Menschen sollen sich vor einem Gericht verantworten müssen. Sie können mit Freiheit und Demokratie nicht sinnvoll umgehen.

 

 

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Juni 29, 2017
von upperswabia
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Stadt- Dorf- Kinder- und Heimatfeste – Juli 2017

Die traditionellen und freudigen Stadt- und Dorffeste haben im Sommer Hochsaison. Die großen Heimatfeste wie das Biberacher Schützenfest, das Rutenfest in Ravensburg locken wieder tausende Besucher in die Heimat.

Donnerstag, 29. Juni bis 3. Juli 2017
Kinder- und Heimatfest Laupheim
Ort: Festplatz Laupheim
Link zur Festinfo

Donnerstag, 29. Juni bis 2. Juli
Montfortfest Tettnang
Historisches Kinder- und Heimatfest
Ort: Innenstadt Tettnang
Link zur Festinfo

Freitag, 30. Juni bis 2. Juli 2017
98. Heimatfest Peter & Paul sowie
10. Marchtaler Kunst- u. Handwerkermarkt

Ort: Festplatz 89611 Obermarchtal
Festinfo: www.mv-obermarchtal.de

Freitag, 30. Juni bis 3. Juli
Sommerfest Munderkingen
mit 300 Trucks
Ort: Festplatz und Bürgerpark in Munderkingen
Festinfo

Samstag, 1. Juli, 19.30 Uhr
Schnakenfest mit großem Musik-Feuerwerk
Ort: Kurpark Bad Wurzach

Samtag, 1. Juli bis 2. Juli 2017
Interkulturelles Stadtfest Friedrichshafen
Ort: Uferpromenade Friedrichshafen
Festinfo

Samstag, 1. Juli bis 2. Juli
St. Johanni Fest
Ort: Marktplatz Bad Saulgau

Samstag, 1. bis 2. Juli
Stadtfest Riedlingen
60 Jahre Trommler-und Fanfarenzug
Ort: Marktplatz Riedlingen

 

Donnerstag, 6. Juli bis 9. Juli
Sommerfest Blitzenreute
Ort: Festzelt Blitzenreute
Festinfo

 

Freitag, 7. Juli bis Montag, 10. Juli
Ulrichsfest & 200 Jahre Fahrrad & Holzfassmarkt
Ort: Dorfmitte Berg bei Ehingen
Festinfo

Freitag, 7. Juli bis  Montag, 10. Juli
Kinder- und Heimatfest Isny
Ort: Festplatz am Rain in Isny
Festinfo

Freitag, 7. Juli bis 10. Juli
Heimattage Mengen (nur alle vier Jahre)
Ort: Innenstadt Mengen
Festinfo

Samstag, 8. Juli
Stadtfest Lindau
Ort: Insel Lindau
Festinfo

Samstag, 8. Juli bis 11. Juli
Welfenfest Weingarten
Historisches Schüler-und Heimtfest
Ort: Innenstadt Weingarten
Festinfo

Samstag, 8. Juli bis 9. Juli
Dorffest Sulmingen
Ort: Dorfmitte Sulmingen
Festinfo

Samstag 8. Juli bis 9. Juli
Lindenfest Langenenslingen
Ort: Dorfmitte Friedingen

Samstag, 8. Juli bis 10. Juli
Ulrichsfest
Ort: Festplatz Uigendorf

Donnerstag, 13. Juli bis Montag, 17. Juli 2017
Bächtlesfest
Ort: Innenstadt Bad Saulgau
Festinfo

Donnerstag, 13. Juli bis Montag 17. Juli
69. Seehasenfest Friedrichshafen
Ort: Uferpromenade Friedrichshafen
Festinfo

Freitag, 14. bis 16. Juli
Seenachtfest Haslach
mit Natur- und Kunstmarkt am 15./16.07.
Ort: Stausee Haslach bei Rot an der Rot
Festinfo

Freitag, 14. Juli bis Sonntag, 23. Juli 2017
Biberacher Schützenfest
Ort: Innenstadt Biberach
Festinfo: www.biberacher-schuetzenfest.de

Freitag, 14. bis Montag 24. Juli 2017
Ulmer Volksfest – Fischerstechen – Schwörmontag
Ort: Innenstadt Ulm, Donauufer, Festplatz Friedrichsau
Festinfo zum Ulmer Volksfest
Festinfo zum Fischerstechen Ulm am Sonntag 16. und 23. Juli (nur alle 4 Jahre)
Festinfo zum Schwörmontag Ulm am Montag, 24. Juli 2017

Samstag, 15. Juli bis 16. Juli
Leutkircher Kinderfest
Ort: Innenstadt und Wilhelmshöhe Leutkirch
Festinfo

Samstag, 15. Juli bis 16. Juli
30. Marktplatzfest
Ort: Dorfmitte Baienfurt

Samstag, 15. bis 16. Juli
Parkfest Kisslegg
Ort: Neues Schloss, Schlosspark Kisslegg

Donnerstag, 20. Juli
Kinderfest Memmingen
Ort: Festplatz Memmingen

Freitag, 21. Juli bis 23. Juli
Kinder- und Heimatfest Wangen
Ort: Altstadt Wangen
Festinfo

Freitag, 21. Juli bis Dienstag, 25. Juli 2017
Rutenfest Ravensburg
Ort: Innenstadt und Festplatzgelände Kuppelau in Ravensburg
Festinfo

Freitag, 21. Juli bis 24. Juli
Sommer- und Kinderfest Ehingen
Ort: Innenstadt Ehingen
Festinfo

Freitag, 21. Juli bis 23. Juli
Stadtfest Hayingen
mit Kunst- und Handwerkermarkt
Ort: Ortskern Hayingen
Festinfo

Freitag, 21. Juli bis 24. Juli 2017
Schwör-Wochenende mit Schwörmontag Ulm
Ort: Innenstadt Ulm
Festinfo

Freitag, 28. Juli bis 29. Juli
37. Schlossseefest Mimmenhausen
Ort: Schlosssee Festgelände Salem Mimmenhausen
Festinfo

Freitag, 28. Juli bis 31. Juli
40. Uferfest Langenargen
Ort: Uferpromenade Langenargen

Samstag, 29. Juli bis 31. Juli
Annafest Unlingen
Ort: Festplatz Unlingen

Samstag, 29. Juli bis Sonntag, 30. Juli 2017
Altstadt- und Seenachtsfest
Ort: Altstadt und rund um den See in Bad Waldsee
Festinfo

Samstag, 29. Juli 2017
Marktplatzfest Altshausen
Ort: Marktplatz Altshausen
Festinfo

Sonntag, 30. Juli, 14 Uhr
Gute-Erde-Fest
Ort: Kloster Bonlanden
Festinfo

 

 

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Juni 24, 2017
von upperswabia
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Normandie entdecken – Nordosten

Was verbindest Du mit der Normandie?

Die Normandie ist im Norden von Frankreich und landwirtschaftlich geprägt. An der Küste sind Seebäder und es gibt eine Steilküste ähnlich wie in Südengland. Einzubeziehen sind für die Planungen die Gezeiten an der Küste in Nordfrankreich. Eine Strandwanderung entlang der Klippen kann bei Flut nicht möglich sein. Der Tidenhub, das heißt der Anstieg des Wasser bei Flut, kann an einigen Stellen 14 Meter sein.

Es gibt in der Normandie viele Kühe und Pferde auf der Weide zu sehen. Die Normandie ist so groß wie Belgien. Es soll über 1400 Gestüte in der Normandie geben. Was ich verdrängte in der Vorbereitung, waren die Kriege und Schlachten, die für die europäische Geschichte von hoher Bedeutung waren. Doch dazu später mehr.

Unser Plan war die verschiedenen Regionen in der Normandie kennen zu lernen. Erstes Ziel war Étretat im Nordosten der Normandie. Die normannische Küste beginnt nordöstlich in Le Tréport und endet 600 Kilometer westlich am Mont Saint Michel.

Besuch der nordöstlichen Normandie

Die Klippen stehen steil an der Küste. Sie sind über hundert Meter hoch und meist kreideweiß. Es gibt wenige Zugänge zum Kiesstrand. Am Ende grasgrünen Täler und Schluchten liegen Orte und Städte wie Fécamp, Yport oder Étretat.

Fécamp besteht aus zwei Orten, einmal mit kleineren Kneipen am Hafen und der andere Teil des Ortes liegt oberhalb der Klippen nahe der von fern sichtbaren Kirche Chapelle Notre Dame de Salut, einer Wallfahrtskirche für die Fischer. Im Ort selbst ist das Kloster und die „Église Sainte-Trinité“ zu sehen. Diese Kathedrale ist in ihrer Länge nur drei Meter kürzer als Notre Dame in Paris. Auffallend ist auch der Palais Bénédictine. Ein Gebäudearrangement, das märchenhaft wirkt. Es ist eine Mischung aus Gotik, Renaissance und Barock. Hier wird der berühmte Kräuterlikör  „Bénédictine“ hergestellt. Es gibt eine Führung zur Geschichte des Liköres der Benediktinermönche sowie des Erbauers des Palastes und im Anschluss kann dieser verköstigt werden. Wir sind gleich zu den „Riechkästen“ gegangen und konnten auch ohne Führung den Likör gegen einen kleinen Obulus verkosten.

Der Strand besteht aus Kieselsteinen und somit rollen die Wellen die Kieselsteine hin und her, was ein lautes Meeresrauschen erzeugt.

Es gibt einen gut ausgeschilderten Wanderweg von Fécamp nach Yport und weiter nach Étretat. Vorbei an Weiden mit Kühen. Selbst die unterschiedlichen Arten von Kühe zu sehen ist ein Erlebnis.

 

 

 

 

 

 

 

Abstandshalter

Ètretat ist ein sehr beliebtes Seebad. Im Vergleich zu Yport oder Fécamp war es stärker mit Besuchern frequentiert. Das liegt sicher darand, dass dieses hübsche Fachwerkstädtchen und seine imposanten Felsen ohne große Wege zu erreichen ist. Wir sahen zwei Inderinnen, die mit reich verzierten Sandalen und Pfennigabsatz zu den Klippen fürs Fotoshooting aufstiegen. Kurzum – im Vergleich zu den anderen beiden Orten deutlich touristischer.

 

 

Besuch der Stadt Rouen

Einen Tagesausflug unternahmen wir nach Rouen. Rouen liegt an der Seine im Landesinneren und ist die Hauptstadt der Region Normandie. Trotz Zerstörungen während des Krieges sind viele Fachwerkhäuser erhalten. Die Altstadt ist verkehrsberuhigt. Verschiedene Türme überraschen mit unterschiedlichem Glockengeläut. Es gibt mehrere sehr schöne Kirchen im Altstadtbereich. Die Cathédrale Notre Dame und auch die Saint Maclou mit ihren Fassaden beeindrucken. Auf dem alten Marktplatz, der umgeben ist von dicht aneinander stehenden Fachwerkhäusern, wurde Jeanne d’Arc auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Diese Frau, die als Retterin Frankreichs gefeiert wurde und später aufgrund politischer Ränkespiele als Ketzerin 1431 verbrannt wurde. Im Jahre 1920 wurde sie von Papst Benedikt XV selig gesprochen. Auf diesem Platz wurde nach dem zweiten Weltkrieg eine Kirche zu ihrer Erinnerung erstmalig gebaut.

Übrigens das Musée des Beaux Arts präsentiert übergroße Bilder im überdachten Lichtinnenhof mit einem kleinen Café. In der Dauerausstellung werden Werke aus den letzten fünf Jahrhunderten gezeigt, doch es gibt auch einen wechselnden Ausstellungsbereich.

Zweitgrößte Hafenstadt Frankreichs: Le Havre

Ausflug nach Le Havre. Die Stadt feiert ihr 500jähriges Bestehen.
Le Havre hat um die 177.000 Einwohner und hat den zweitgrößten Hafen in Frankreich. Während Rouen als Fachwerkmetropole bezeichnet wird, ist in Le Havre fast nichts mehr da, was an das Stadtbild vor dem zweiten Weltkrieg erinnert. Der Architekt Perret gestaltete die Stadt neu, seine Material war der Beton, der Baustil klassizistisch geprägt. Es ist das einzige Stadtensemble des 20. Jahrhunderts, das auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO steht. Besonderheiten sind das Rathaus und die filigrane Fußgängerhängebrücke, die über das Stadtbassin führt. Das Stadtbassin ist ein Wasserbecken. Das Gebäude Espace Oscar-Niemeyer steht nahe dem Bassin und dazwischen ist das Memorial für die Opfer des zweiten Weltkrieges. Der Espace wird umgangssprachlich auch „Großer Vulkan“ genannt. Le Havre ist eine der wenigen europäischen Städte, in der Oscar Niemeyer seine architektonische Handschrift hinterlassen hat. In diesem futuristischen Bau Espace befindet sich das Kulturzentrum.

Ungewohnt und beeindruckend ist die Kirche „St. Joseph“. Ein Betonbau, der an einen Wolkenkratzer in New York erinnert. Von außen wirkt die Kirche unnahbar, doch im Inneren über dem Altar richtet sich der Blick hoch in den Turm. Außenhöhe des Turmes ist 107 Meter. Obwohl Betonbau und es bei Regen mittlerweile reintropft – eindrücklich ist die Symbolik über dem Altar. Der Blick in den Turm mit den vielen kleinen viereckigen Glasfenstern. Es sind 12.768 farbige Gläser in sieben Farben, die wiederum in rund 50 Abstufungen variieren. Von den dunkelsten bis zu den hellsten Farben in der Spitze des Turmes. Die vertikale Dimension der Kirche wird somit verstärkt. Die Grundsteinlegung der Kirche war am 21. Oktober 1951 und sie kam zehn Jahre nach ihrer Erbauung schon in das Verzeichnis der Kulturdenkmale.

Das Kunstmuseum der Stadt, das Musée Malraux (MuMa) hat dienstags geschlossen. Oft haben die Museen ja am Montag geschlossen. Die Kathedrale Notre Dame wurde wieder rekonstruiert. Sie war ebenfalls sehr stark zerstört. Die Wand, an der das Kruzifix mit Jesus hing, blieb von den Bomben im zweiten Weltkrieg unversehrt.

Überrascht war ich, dass diese große Stadt so wenige Einkaufsgeschäfte in der Innenstadt hat. Doch vorbei an der Innenstadt folgen die Docks Vauban. In diesen ehemaligen Lagerhallen sind die Bekleidungsgeschäfte der nationalen und internationalen Modeanbieter zu finden.

Abstand

Kloster de Montivilliers

Knapp zehn Kilometer nördlich von Le Havre liegt Montivilliers mit seiner ehemaligen Abtei, die „Abbaye de Montivilliers“. Viele der Bauteile wurde aufwendig rekonstruiert. Der Audioguide ist auch in deutscher Sprache erhältlich und erklärt ausführlich die Geschichte und Bedeutung der normannischen Klöster auch mit Blick auf die französische Geschichte. Wir haben nicht alles angehört, doch es gab Informationen, die zur besseren Einordnung der weiteren Kirchen und Klöster in der Normandie hilfreich waren. Museumspädagogisch wurde die Führung per Audioguide zur Ausstellung mit Musik und visuellen Effekten aufgearbeitet.

Nach unserer nordöstlichen Visite in der Normandie reisten wir weiter über Caen in die Nähe von Bayeux. Vorbei an den unterschiedlichen Küstenorten wie Honfleur, Trouville sur Mer und Deauville. Städte, die den Glanz der Belle Époque erahnen lassen. Dieser Küstenabschnitt wird auch Blumenküste genannt und hat weite Sandstrände.

Angenehm ist es, dass es im Sommer in der Normandie später dunkel wird als in Süddeutschland. Anfang Juni war es um 22 Uhr noch recht hell. Das lockte auch am Abend noch, einen längeren Spaziergang zu wagen.

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Juni 12, 2017
von upperswabia
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Blinder See bei Kanzach

Einsam wirkt die Holzhütte am Blinden See nahe Kanzach. Idyllisch ist dieser Moorsee inmitten eines Waldgebietes. Seit 1989 steht der kleine See und das umgebende Moor unter Naturschutz. Der See verlandet weiter, das es sich um ein wachsendes Hochmoorgebiet handelt. Es gibt einen kurzen Weg als Trampelpfad vorbei an der dreistämmigen Eiche zu der Holzhütte. Hier können Wollgräser und Torfmoose entdeckt werden. Es quackt und springt nahe dem See. Nach der Hütte führen klassische Waldweg um den See herum, wobei dieser nicht mehr gesehen wird. Doch so ein Waldweg mit dem Blick in die verschiedenen Arten von Baumbeständen wie Birken, Kiefern oder Fichten hat auch was. Da steht doch mittendrin eine Blutpflaume … wie kommt die in den Wald?

Anfahrt. Auf der Landesstraße 282 zwischen Kanzach und Marbach ist ein Parkplatz genannt Blinder See. Dem Waldweg und weiter geradeaus dem Trampelpfad folgen, der nach links weitergeht. Hier ist Blick auf den See möglich. Nach der Hütte geht es auf einem Waldweg weiter. Diesem folgen und sich daran orientieren, dass um den See gelaufen wird, daher bei Abzweigungen rechts halten.

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