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Breitachklamm bei Oberstdorf

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Wenn die Berge rufen. Oder ist es das tosende Wasser einer Schlucht, das beeindruckt?
Jedenfalls es war wieder Zeit die Breitachklamm bei Oberstdorf am Eingang zum Kleinwalsertal zu besuchen.

Wir waren schon lange nicht mehr, sechs Jahre? Und obwohl wir schon mehrmals auch mit kleineren Kindern dort die Felsschlucht entlang liefen und oft den Rundweg über die Alpe Dornach wieder zum Parkplatz gelaufen sind. Jedes Mal beeindruckte es. Die Schlucht von der Natur erschaffen, tief in den Fels sich hineingepuhlt. Und nach starken Regenfällen tost die Breitach lauter und gewaltiger.

Jährlich 300.000 Besucher gehen den Weg vom Eingang Parkplatz (Kasse Tal) bis zur Kasse Berg und wer will läuft weiter in Richtung Söllereckbahn oder sogar bis nach Riezlern im Klein Walsertal. Laut den Historikern hat Pfarrer Johannes Schiebel sich dafür eingesetzt, dass 1905 die Breitachklamm besucht werden konnte. Ob seine soziale Ader, eine Einnahmequelle für die armen Bergbauern zu schaffen, oder die Tatsache, dass dieses Wunder an Naturschönheit begehbar werden soll. Er gründete eine Genossenschaft. Der Südtiroler Bauunternehmer Lucian und sein Neffe, der Sprengmeister unterstützten den Pfarrer. 20 Männer arbeiteten ein Jahr mit Dynamit und viel Handarbeit an der ca. 2,5 Kilometer langen Schlucht. Bei der Eröffnung am 6. Mai 1905 war es zwar immer noch eine gefährliche Begehung, doch 17 Jahre später verzeichnete die Schlucht schon 100.000 Besucher im Jahr.

Wir haben schon oft verwundert gehört, dass mit kleinen Kindern (Kindergartenkindern) die Strecke nicht passierbar ist. Dem können wir nicht zustimmen. Die Kinder sollten soweit vernünftig sein, dass der Weg nicht verlassen wird und es nicht erlaubt ist über das Geländer hinweg zu klettern. Notfalls auch bereit sind an der Hand der Eltern zu laufen. Es ist ein eindrücklicher Familienausflug.
Eingangs der Kasse Parkplatz und einige Meter nach dem Ausgang Kasse Berg gibt es sogar Möglichkeiten direkt am Wasser eine Rast zu halten. Hier ist es ebenerdig und mit den angeschwemmten Steinen können kleine Türme gebaut werden oder Steine im Bach geflippt werden. Auch unsere Tochter hat hier zum ersten Mal den Vierersprung eines Steines hinbekommen. Die Breitachschlucht mit ihren bis zu 150 Meter hohen teilweise moosbewachsenen Steilwänden beeindruckt. Auch der Blick in den tosenden Fluss Breitach. Je nach Wasseraufkommen – nach langen Regenfällen – ist der Wasserverlauf sehr tosend und laut, so dass man sein eigenes Wort nicht versteht. Die Kraft des Wasserstroms höhlt rechts und links wieder Rundungen im Gestein aus. Es zischt und sprüht Tröpfchen, so dass je nach Lichteinfall sich wieder kleine Regenbogenlichtreflexe bilden. Ein imposantes Naturschauspiel.

Bisher waren wir in der Breitachklamm in den Monaten von Mai bis Herbst. Doch sie sei auch im Winter ein besonderes Schauspiel, wenn das Wasser zu Eiszapfen und Eishängen gefriert. Die Wanderwege und Touren sind gut ausgeschildert und es gibt auch immer hilfsbereite Menschen, die gefragt werden können.

Die Breitachklamm hat eingangs, sowohl beim unteren Parkplatz bei Tiefenbach nahe Oberstdorf, als auch der Parkplatz an der Walserschanze in Riezlern im Kleinwalsertal genügend Abstellplätze. Es verkehrt auch ein Bus an diesen Plätzen.

Link zur Webseite Breitachklamm
Ort: Breitachklammverein eG., Klammstrasse 47, 87561 Tiefenbach, Tel. 08322 987 670

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