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Riedlingen

Riedlingen liegt südlich der Schwäbischen Alb und an der Donau. Es ist ein hübsches kleines Städtchen mit zahlreichen geschichtsträchtigen Häusern und Fachwerkbauten. Die Stadt Riedlingen hat über 10.000 Einwohner. Es gehören die Ortsteile Bechingen, Zell, Grüningen und Pflummern, Zwiefaltendorf, Neufra und Daugendorf dazu.

Das Lichtspielhaus bietet Kino, Kultur, Konzerte und Kabarett. Es handelt sich um eines der beiden ältesten Kinogebäude in Deutschland.

In Riedlingen ist ein guter Startpunkt um mit Kanus entlang der Donau zu fahren. Das Donautal erhält einen besonderen Stellenwert, da es wertvolle Biotope und eine Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren sehen lässt. Ein Flussabschnitt liegt im Naturschutzgebiet, daher ist vor Start abzuklären, ob es möglich ist entlang des Flusses zu fahren. Die Anzahl der Kanufahrer ist im Naturschutzgebiet der Donau begrenzt.
Ein Kanuverleih ist am Ort.

Der Teilort Pflummern ist eine evangelische Gemeinde, was in einer ausschließlich katholischen Umgebung eher eine Ausnahme in Oberschwaben ist. Am östlichen Dorfende auf einer Anhöhe steht eine evangelische Kirche. Im  Pfarrhaus wohnte im Frühjahr  1829 Eduard Mörike. Als evangelischer Vikar hatte er auf seiner Wanderschaft Halt gemacht und eines der schönsten Gedichte der deutschen Lyrik „Frühling lässt sein blaues Band“ verfasst.

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
von Eduard Mörike, 1804-1875

Im Teilort Neufra liegen die „Hängenden Gärten“. Diese sind ein seltenes Zeugnis für die Gartenbaukunst der Renaissance. Der terassenförmige Garten liegt auf bis zu elf Meter hohen Bogengewölben. Von diesem Lustgarten lässt sich ein weitläufiger Blick über die Umgebung genießen.

In Zwiefaltendorf befindet sich im Keller des Brauereigasthofs „Zum Rössle“ , heute Blank’s Brauerei, die die begehbare Zwiefalter Tropfsteinhöhle. Sie liegt unter der Brauerei  und wurde bei Grabungsarbeiten 1892 entdeckt. Der Bräu brauchte damals einen Bierkeller und hatte deshalb zufällig entdeckt. Die zwanzig Meter lange trockene Höhlen mit ihren schönen Tropfsteien verläuft elf Meter tief, ist zwei bis drei Meter breit und vier bis sieben Meter hoch.

In Sichtweite von Riedlingen erhebt sich zudem der oberschwäbische Hausberg Bussen, der 767 Meter hoch ist und einen grandiosen Blick über Oberschwaben bietet. Der Bussen wird auch als „Heiliger Berg Oberschwabens“, da er die höchste Erhebung ist und je nach Wetterlage einen atemraubenden Panoramablick bis zu den Alpen gewährt. Die Marienkirche ist die meist besuchteste Wallfahrtskirche in Oberschwaben. Ebenfalls ist eine Burgruine auf der Anhöhe zu entdecken, die für Veranstaltungen genutzt wird.

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