Oberschwaben-Welt

Kultur Leben Ausflüge

Oktober 18, 2014
von upperswabia
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Bilderbuchwetter in Oberschwaben

Frühmorgendlicher Nebel und trotzdem der stahlblaue Himmel blitzt hindurch. Bilderbuchwetter ist angesagt in Oberschwaben und es bleibt die Qual der Wahl, wo man am liebsten seinen Tag verbringen möchte. Defakto. Es ist Samstag. Morgens auf den Markt und Einkäufe. Mittagessen. Schönes Wetter, da ist es auch im Garten schön. Oder doch auf den Fussballplatz und die Kinder anfeuern und immer wieder entlang der Bande in die Sonne tribbeln?

Auch wenn das Alpenpanorama aus dem Blickwinkel Oberschwabens lockt. Es gibt auch nahe Orte, die Überraschungen bergen. Den strahlend blauen Himmel in einem See gespiegelt zu sehen. Einfach schön. Der Ummendorfer Badesee ist nun für Badegäste geschlossen. Auf der anderen Uferseite grenzt das Ummendorfer Ried, das Naturschutzgebiet an. Hier kann den Wegen folgend Natur pur erlebt werden kann. So habe ich heute das erste Mal in freier Wildbahn einen Biber gesehen. Es gab entlang des Weges frische Nagespuren, auch junge Baumtriebe lagen auf dem Weg. Zuerst war da ein lautes Rascheln. Ein eher leichter Körper hüpfte ins Wasser, vielleicht war es ein Frosch oder eine Kröte. Beim zweiten Mal war es allerdings ein eher lautes Geräusch von einem Lebewesen, das ins Wasser gegleitet ist. Ich blieb wie angewurzelt stehen und da luckte ein graues Köpfchen aus dem Wasser und schaute mich an. Wunderschön. Sekunden. Hach.

Oktober 17, 2014
von upperswabia
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Schloss Achberg

Eintritt auf die Anlage von Schloss Achberg

Eintritt auf die Anlage von Schloss Achberg

Schloss Achberg liegt zwischen Wangen im Allgäu und Lindau am Bodensee. Bei Neuravensburg ist es gut ausgeschildert. Das Schloss liegt erhöht in einem Waldstück, nahe dem wildromantischen Fluß Argen. Es werden verschiedene Kunstausstellungen gezeigt, wie auch andere kulturelle und musikalische Veranstaltungen. Eine Wanderung oder ein Spaziergang entlang der Argen, im Wald und in der sanften Hügellandschaften bietet sich.

Es liegt etwas abgelegen und es wirkt auf den ersten Eindruck eher privat. Doch es ist an den Wochenenden für die Öffentlichkeit geöffnet und das Innere des Schlosses überrascht. Die restaurierten Innenräume, die teilweise bemalten Wände, die barocken Stuckdecken hätte man nicht erwartet.  Höhepunkt ist der Festsaal mit seiner detailreichen Decke, die einzigartig ist.

Rittersaal
Im Rittersaal hängt eine über 30 Tonnen schwere massive Stuckdecke. Der Wangener Stuckateur Balthasar Krimmer hat eine der detailfreudigsten Stuckdecken Süddeutschlands geschaffen. Felder wie Wappen angeordnet, die Waffen und Trophäen wiedergeben.

Zur Geschichte des Schlosses
Ursprünglich war es eine mittelalterliche Wehrburg, erstmals 1335 schriftlich erwähnt. Der Bau der Schlossanlage dürfte im 16. Jahrhundert liegen. Der Deutschorden erwirbt 1691 die Anlage und nutzt es als Jagdschloss. Der Deutschorden steht in der Nachfolge von Ritterorden während der Kreuzzüge. Das Anwesen wurde meist nur sporadisch bis 1804 genutzt. Die Stuckdecke im Rittersaal spiegelt diese Siegeszüge wieder. Danach während der napoleanischen Zeit kam Achberg zum Fürstentum Hohenzollern. Achberg galt bis 1849/50 als südlichster Teil von Preußen und gehörte bis 1982 zum Fürstenhaus. Nach einer wechselvollen Zeit wurde die Anlage im Jahr 1988 vom Landkreis Ravensburg übernommen. Das Landesdenkmalamt sanierte das Gebäude von 1989 bis 1994. Seit 1995 werden kulturelle Veranstaltungen wie Klassisches Konzerte für Kinder als auch das jährliche Bodenseefestival der Öffentlichkeit angeboten. Zu den Kunstausstellung gibt es Führungen, Workshops und die Kinder erhalten ebenfalls einen kleinen Ausstellungsführer. Die Räumlichkeiten können zudem für festliche Anlässe und Tagungen angemietet werden.

Öffnungszeiten: von Mai bis Oktober, Freitag, Freitag von 14 bis 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage von 10 bis 18 Uhr
außerhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung

Ort: Schloss Achberg, 81477 Achberg

Schloss Achberg Argen Hängebrücke

Schloss Achberg Argen Hängebrücke

Folgt man nicht dem Weg zum Schloss hoch, sondern läuft talwärts sieht man den „Flunauer Steg“, auch Achberger Hängebrücke genannt. Diese Hängebrücke wurde 1885 gebaut und ist 48 Meter lang. Sie überspannt den Fluss Argen. Die Argen mündet in den Bodensee.

Als Ausflugsziel ist das Schloss Achberg auch mit einer Wanderung zu verbinden. Das Argental hat zahlreiche Wege, die zum Wandern und Radfahren genutzt werden.

Link zu drei Wanderwegen Vorschläge:  Wanderwege

 

Weitere Fotos vom Schloss Achberg und der schönen Argen.

 

Oktober 11, 2014
von upperswabia
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Erntedank Ummendorf 2014

Auch die katholische Pfarrgemeinde Ummendorf zeigt in der Sankt Johanneskirche ein Erntedank Bild aus Samen, Körnern, Früchten und das Bild wurde mit Buchs eingerahmt. Dieses Bild ist auf einer Platte angebracht, die geneigt im Altarraum steht.

Ort: Sankt Johannes Kirche, Biberacher Strasse, 88444 Ummendorf

Erntedank Ummendorf 2014

Erntedank Ummendorf 2014

Erntedank Ummendorf 2014

Erntedank Ummendorf 2014

Erntedank Ummendorf 2014

Erntedank Ummendorf 2014

Oktober 7, 2014
von upperswabia
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Herbstmarkt im Oberschwäbischen Bauernmuseum Kürnbach

„Es isch immer wieder schee, wenn mer da isch“ sagte eine Frau zu einer anderen Frau beim Vorbeigehen auf dem Herbstmarkt im Oberschwäbischen Bauernmuseum in Kürnbach. Wie wahr ist diese Satz und am vergangenen Sonntag hatte er eine zusätzliche Bedeutung. Zum ersten Mal stand man kilometerlang im Stau, um an Bad Schussenried vorbei nach Kürnbach zu kommen. Viele haben eine Ortschaft vorher sogar umgedreht oder sind eventuell einen anderen Weg gefahren. Aufgrund der umliegenden Wiesen am Musem hat ein Landwirt seine Wiese kurzerhand zur Verfügung gestellt, um einen zusätzlichen Parkplatz zu gewinnen. An mehreren Kassen lange Warteschlangen, das gab es bisher noch nicht oft.

Doch wenn man mal drin ist, es hat Zauber. Es gibt viele Stände mit kunsthandwerklichen Angeboten, wie die genähte Stoffhülle für das Gotteslob. Oder es kann gelernt werden, wie es geht mit der Sense zu mähen. Handwerkern, wie dem Holzdrechsler kann zugeschaut werden. Die Hauptattraktion ist sicherlich die Tafel mit den über 300 Apfel- und Birnensorten. Die Äpfel und Birnen liegen in Körbchen und tragen jeweils ein Namensschild, Herkunft und werden beschrieben, wie sie schmecken. Es sind Schaukörbchen. Es darf nicht gekostet werden.

Genauso beeindruckend sind die ausgestellten Kartoffeln. Die Farben und Formen gibt es so selten zu sehen. Anziehend ist auch der runde Tisch mit über 100 Tomatensorten. Und nebenbei kann sich der Besucher über Honig, Likörzubereitung, Gartengestaltung und vieles mehr informieren. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, ob Liköre, schwäbische Dinnete, leckeres aus dem Lehmofen oder Backofen.

Der Bauerngarten wurde neu angelegt. Der Buchs, der die Teilflächen begrenzte wurde entfernt. Auch ihn hatte die Buchskrankheit erwischt und musste daher entfernt werden. Doch Kristel Butschardt, die ehrenamtlich den Garten betreut, sieht es pragmatsich: Eigentlich passt der Buchs als Beetbegrenzung gar nicht. Ein Bauerngarten war ein Nutzgarten und der Buchs musste regelmässig in Form geschnitten werden. Passend sind daher eher die Holzbrettchen. Zitat: „Es ist immer wieder schön, wenn man dann da ist.“ Genau so ist es.

 

Oktober 5, 2014
von upperswabia
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Erntedank Samenteppichbild Otterswang

Jedes Jahr im Herbst, zwischen Ende September und Ende Oktober liegt in der Dorfkirche Sankt Oswald in Otterswang bei Bad Schussenried ein aufwendig filigran hergestellter Teppich aus Natursamen. Auch kirchenferne Menschen sind von dem Bild aus Samen berührt, beindruckt. Es fasziniert wie mit feinsten Samenkörnern Schattierungen gemalt wurden. Begeisterung passiert sogar, wenn man in einer Warteschlange zuerst anstehen musste, bis man das Bild gesehen hat. Der Erntedankteppich in Otterswang ist kein Geheimtipp mehr.

Im Sommer setzen sich die Frauen zusammen und wählen ein Motiv aus. Im Jahr 2014 war es ein Holzschnitt von Julius Schnorr von Varoisfeld (1794 bis 1872). Ein Maler der deutschen Romantik, der mit seinen Holzschnitten die Bibel bebilderte. Anfang September starten die acht Frauen, um das Bild mit Samen und Früchten zu malen. Das Bild zeigt den sechsten Tag der Schöpfungsgeschichte.

Als Materialien werden ausschließlich Samen und Früchte aus der Natur verwendet. Zirka drei Wochen arbeiten die Frauen daran. Die Materialien werden auf große Platten gelegt, wenn möglich fixiert. Kleben mit Klebstoff ist teilweise nicht möglich, da sich sonst die Farben der Samen ungewohlt verändert. Die Künstlerinnen sind selbst immer wieder überrascht, wenn die einzelnen Platten, die Ausschnitte eines Motivs zusammengesetzt werden. Es gibt Spezialisierungen, beispielsweise malt eine Frau die Gesichtszüge der Figur heraus. Es ist auch für die acht Frauen ein zauberhafter Moment, wenn die Teilbilder zu einem Ganzen zusammengefügt werden, wie es harmonisch zusammenpasst. Gemeinsam haben sie ein Kunstwerk geschaffen. Der Rahmen um das Bild wird mit größeren Früchten und Samen wie Äpfeln gebildet. Auch Eier werden verwendet. Zusätzlich werden Arrangements aus Obst und Gemüse an den Seitenaltären angeordnet. Stangen entlang den Bänken werden bekranzt. Auch der örtliche Bäcker backt Brote aus Getreide. Jedes Jahr ein Ausflug wert. Das Ernte Dank.

 Ort: Sankt Oswald Kirche, Hopferbacher Straße, 88427 Otterswang bei Bad Schussenried

 

 

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang - Oberschwaben-Welt

Erntedank Teppich Otterswang – Oberschwaben-Welt

Oktober 4, 2014
von upperswabia
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Fuhrmannstag Bad Schussenried

Meist am 3. Oktober findet alljährlich der Fuhrmannstag in Bad Schussenried statt. Über 100 historische Kutschen und Gespanne ziehen durch die Stadt. Es ist eine Augenweide an geschmückten Kutschen, den zahlreichen Pferden, ungewöhnlich langen Gespannen, großen wie kleinen Pferden, Ziegen, Ochsen und natürlich die Kutscherinnen und Kutscher sowie Reiterinnen und Reiter. Es wird oberschwäbische Geschichte lebendig.

Das Video gibt einen Einblick in den Festumzug.
Musik von David Löhstana, Fotos von Inge Veil-Köberle

Oktober 3, 2014
von upperswabia
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Berberaffen auf dem Affenberg bei Salem

Affenberg Salem 5 - Oberschwaben-Welt

Affenberg Salem 5 – Oberschwaben-Welt

Berberaffen in Oberschwaben. Wer hätte das vermutet. Wobei der Affenberg bei Salem überregional sehr bekannt ist. Es ist das größte Affenfreigehege in Deutschland und es ist immer was los. Trotzdem gibt es kein Gedränge, da der Rundweg vorgegeben und das Gelände eher weitläufig ist.

Das Freigehege ist ein Waldstück mit 20 Hektar. Wie der Zaun aussieht, den dieses Gelände umschließt, sieht man nur am Eingang. Keine Gitter, keine Absperrgräben, keine Glasscheiben – es ist ein Rundgang im Wald. Am Wegesrand sind Holzgeländer und dort sitzen die Berberaffen, warten auf die Besucher und lassen sich mit hauseigenem Affenberg-Popcorn (ohne Zucker und Zusatzstoffe) füttern. Und wenn sie keine Lust auf die Besucher haben, dann laufen sie weg zurück in den Wald.

Der Affenberg nahe Salem ist das größte Affenfreigehege in Deutschland. Über 200 Berberaffen leben dort in mehreren Gruppen. Zwischen März und Juli werden die Babys geboren. Übrigens haben die Affenbabys zuerst ein fast schwarzes Fell, das sich in den nächsten Lebenswochen in ein graues, braunes bis rotbraunes Fell wechselt.

Das ausgegebene Popcorn, dass die Mitarbeiter an die Besucher ausgeben dient dazu einen Kontakt zu den Affen herzustellen. Mit flacher Hand wird das Popcorn angeboten. Der Berberaffe greift danach. Kurzer Blick. Es ist was anderes, wenn ein Affe exakt nach einem Popcornkrümmel auf der eigenen Innenhandfläche greift, als wenn ein Pferd den Zucker aus der gleichen hingehaltenen Hand mit den Lippen greift. Vielleicht ist es der eine oder andere Affenblick, der einen offen und beobachtend fasziniert. Und es sind ganz individuelle Gesichter. Keines gleicht dem anderen. Maximal eine Ähnlichkeit, wie unter Familien.

Die Berberaffen gehören zu den anpassungsfähigsten Primaten. Sie leben in Wäldern, Busch- und Felsgebieten. Es wird geschätzt, dass es noch 10.000 Tiere weltweit gibt. Die Tierart steht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Positiv in Salem ist auch, dass das Gelände so groß ist, dass sich Gruppen bilden können und Jungtiere auch wechseln können. Auch bei Affen ist es wichtig, sich auswählen zu können mit wem man leben möchte. Im Herbst, von Oktober bis Januar beginnt die Paarungszeit. Nach 165 Tagen kommt ein Affenbaby zur Welt, sehr selten sind es Zwillinge.

Das Popcorn dient nur zur Kontaktaufnahme. Daher gibt es die Anweisung: Berberaffe sitzt auf dem Geländer, dann ist er bereit. Es lockt, das weiche Fell zu streicheln, die Hand dem Affen zu reichen. Es ist verboten. Die Berberaffen achten sehr darauf, dass ihre Individualzone eingehalten wird. So lieb und nett wie sie ausschauen, es sind Wildtiere und die Männchen haben rasiermesserscharfe Eckzähne. Und auch die Weibchen mit Jungtieren achten sehr darauf, dass die Distanz eingehalten wird. Eine Drohgebärde ist das Formen ihres Mundes zu einem O. Sieht harmlos aus, wie ein angedeuteter Kussmund, doch Achtung: Es bedeutet: Lass das! Verschwinde!

Kurzum: Abstand halten! Und nicht streicheln. Auch das Tier anzustarren wird als Bedrohung empfunden.

Und der eine oder andere Berberaffe hat Narben. Einer hatte eine deformierte Nase. Muss wohl ein heftiger Kampf gewesen sein vor langer Zeit, den es ist verheilt. Die Berberaffen werden bis zu 30 Jahre alt und die Spuren des Alters sind zu sehen. Dunklere Flecken oder graue Haare im Gesicht sind Hinweise auf das Alter.

Berberaffen können nicht sprechen, sie schnattern. Das ist eine rhythmische Kieferbewegung bei leicht geöffnetem Mund. Der Unterschied zur Drohgebärde mit dem O-förmigen Mund ist, dass der Mund dann weit nach vorne gestreckt ist und die Augen weit aufgerissen sind. Eine Lieblingsbeschäftigung ist das Lausen. Das machen sie gerne. Und das WIE ist lustig zu beobachten.

Interessant ist auch der Aspekt, dass die familiäre Herkunft eines Affen wichtig ist. Wer als Tochter einer Affenchefin geboren wird, wird ebenfalls Chefin. Der soziale Status der Mutter wird weitervererbt. Die Männchen kümmern sich um den Nachwuchs, ohne zu wissen, ob es ihr Nachwuchs ist. Laut der sehr informativen Broschüre des Affenberges dienen die Affenjungen, um ins Geschnatter mit anderen Männchen, eventuell auch Ranghöheren zu kommen.

Affenbabys begeistern sehr. Wenn sie huckepack auf Mamas Rücken sich festklammern, ihre ersten Kletterversuche am Baum wagen, eventuell abstürzen und gleich wieder den Baum hochklettern. Diese Babies sind also im späten Frühjahr bzw. Frühsommer am Besten zu entdecken. Im Herbst sind sie schon etwas älter, doch mit ihrem frechen wachsamen Gesicht erkennbar als Jungtier. Im Winter muss es ebenfalls schön sein, wenn die ersten Schneeflocken den Wald pudern und die Affen sich aneinander kuscheln. Sie tragen dann ein sehr dichtes Winterfell.

Und von Frühjahr bis Mitte August ist auf dem Gelände eine Ansammlung von bis zu 200 Störchen mit Jungtieren zu beobachten. Ein Wildgehege mit Damwild sowie der See mit Enten und seinen Fischen laden ein für eine Ruhepause, um der Natur und der Tierwelt zu zuschauen. Schön ist es in Oberschwaben.

Ort: Affenberg Salem, Mendlishauser Hof, 88682 Salem

September 24, 2014
von upperswabia
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Kunst Oberschwaben 20. Jahrhundert – 1970 bis heute Installation, Medien- und Konzeptkunst

Kunst in Oberschwaben

Kunst in Oberschwaben

Mit der Kunst ist es ja so eine Sache. Das Genre der Installationen, Medien- und Konzeptkunst, wie es noch bis 12. Oktober 2014 im Museum Villa Rot in Burgrieden gezeigt wird, wird seit den 70er Jahren zu den Kunstarten dazugezählt. Trotzdem: So mancher geht ja nicht hin, weil er Videos grundsätzlich nicht als Kunstmedium anerkennen mag. Schade eigentlich. Sehr schade. In Burgrieden zeigen 16 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern ihre Arbeiten.

Persönlich schaue ich mir Medienkunst oder eine Installation genauso gerne an wie einen guten Film oder Malerei. Und zugegeben, auch ich kann mich fragen: Und was habe ich gesehen? Kann ich was damit anfangen? So ging es auch mir mit dem einen oder anderen Exponat in der Ausstellung. Auf dem Weg nach Hause blinzelte mir allerdings dann doch der Schalk und die Ernsthaftigkeit einzelner Werke hinterher. Manche Arbeiten haben Nebenwirkungen, die eben nicht sofort gleich wirken.

Doch springen wir doch einfach mal rein in die Ausstellung und picken uns das eine oder andere Exponat heraus. Im ersten Raum stehen wir zuerst mal im Dunklen bis wir den Lichtrahmen von Herbert Moser erkennen. Diese Linie als Rahmen an Licht, das den Raum erhellt. Das Licht das am und vom Körper reflektiert wird. Wird man nun Teil vom Rahmen, oder wieso sehe ich etwas, das gar nicht zu greifen ist? Kann ich alles anfassen, was ich sehe. Spüre ich alles, was den Körper berührt?

Raumgreifend ist die Installation von Nándor Angstenberger. Mobilar aus der Villa Rot wurde umgarnt, eingesponnen mit blauen (?) Wollfäden. Es ist wie ein Wimmelbild, wenn den Fäden gefolgt wird. Hier noch ein Zugseil, da noch eine Webfläche – ach Wattestäbchen sind auch noch eingearbeitet. Die Historie der Villa Rot ist lesenswert und wenn die Möbel sprechen könnten, was würden sie wohl erzählen. Möbel, die spinnwebenhaft aus der Vergänglichkeit ins Blaue geholt werden?

Bleiben wir bei Möbeln. Thomas Locher arbeitete ebenfalls mit Möbeln, in die Wörter geordnet eingefräst wurden. Schlichte, schnörkellose Möbel wurden mit schlichten schnörkellosen Worten codiert. Der Logik, die Selbstaussagen der Wörter apellieren an das Befinden des Nutzers, Lesers, des Möbelstückes. Es ist wie ein stiller sachlicher Dialog, eine Geschichte zwischen Möbel und Betrachter.

Tuer auf und zu - Pressefoto Museum Villa Rot

Tuer auf und zu – Pressefoto Museum Villa Rot

Im nächsten Raum geht es ebenfalls um die Kommunikation. Zwei Filme von dem Künstlerduo Johannes Brunner und Raimund Ritz. An die gegenüberliegende Wand wird jeweils eine Tür mit einer Person projeziert. Eigentlich könnten sich die Personen, ein Mann und eine Frau, gegenseitig anschauen. Sie schauen auch in die jeweilige Richtung. Alarmierend. Als Betrachter steht man in der Mitte und schaut diesen beiden Personen zu, wie sie immer auf des anderen Tür schauen. Wie sie des anderen Kontakt suchen, doch einer schaut immer gerade in dem Moment woanders hin. Sie treffen sich nicht, kein Augenkontakt. Diese Videoinstallation veranschaulicht sehr genau, wie schwierig es doch mittlerweile ist, in Kontakt zu kommen. Wie seltsam es sich anfühlt, anderen am Vorbeileben zuzuschauen.

Ebenfalls sehenswert und berührend sind die Arbeiten von Albrecht Schäfer. Der Baum, der in sich verdreht in der Landschaft steht. An einer vielbefahrenen Landstraße stehen Bäume, scheinbar unbedeutend, auf den zweiten Blick sind auch sie Unikate. Während die Autos schnell vorbeifahren, fährt die beobachtende Kamera den Weg viel langsamer ab, fast in Zeitlupe. Mittlerweile mein Lieblingswerk in der Ausstellung, weil es meines Erachtens Oberschwaben treffend beschreibt. Zeitraffer und Zeitlupe in einem. Das Leben zieht zügig vorbei und mit dem zweiten Blick läuft es verlangsamt, sogar in der selbstgewählten Langsamkeit. Dabei zeigt der Hintergrund noch die Ruhephase des Waldes. Schäfers feinsinnige Beobachtungsgabe trifft.

Zuguter Letzt sei noch das Video von Konstantin Felker erwähnt, der jüngste Künstler im Bunde. In dem Film fährt er von seinem wohlhabenden Heimatort Biberach mit dem Schubkarren voller Münzgeld über die Feld- und Waldwege, quert Landstraßen, schiebt den Karren nach Burgrieden in den ersten Stock des Museums. Bei aller Schlichtheit und dem nichtspannenden Gedanken: Das hätte ja jeder tun können. Es empfiehlt sich ein Nachdenken. Das um was geht es, woher, wohin, wo liegt die Spannung. Der ausgeleerte Schubkarren steht im Museum, das Münzgeld liegt auf dem Boden. Das Video ist jung, oberschwäbisch spitzbübisch mit einem Anflug von Kabarett, einfach minimalistisch barock.

Meine Interpretation:
Die bekannte reiche Stadt Biberach hat Bewohner. Diese Menschen haben Talente. Auch wenn der Stadt Reichtum attestiert wird, sind es deshalb nicht alle Menschen. Manche haben Talente, die nicht sehr wertgeschätzt werden. Ähnlich dem roten Münzgeld. Welch Aufwand ist es daher sein Talent auf zwei Füßen mit Münzgeld in einem Schubkarren zu transportieren.

Der Schubkarrenschieber schiebt sein Hab und Gut, das oft im Reichtum seine Wertigkeit verliert, persönlich über Brücken, über Wald- und Feldwege nach Burgrieden. Burgrieden auch nicht gerade der Mittelpunkt der Weltgeschichte. Dort ungeachtet des feinen Museums wird die gewichtige Karre eigenhändig die Treppen hochgezogen. Das eine oder andere Münzgeld fällt herunter. Verloren auf dem Weg? Oder Wegegeld? Und mit einem Schwung wird das Münzgeld in dem kleinen Ausstellungsraum ausgeschüttet. Hach, da liegt es das Talent, sein Reichtum und die Wertigkeit des Daseins. Jeder bereichert sich daran, still und unbemerkt.

Anfahrt zum Museum Villa Rot in Burgrieden

Link auf Googlemaps zum Museum Villa Rot in Burgrieden

 

Bühnenwechsel. Zurück zu dem Künstlerduo Johannes Brunner und Raimund Ritz, die in der Villa Rot mit den gegenüberliegenden Türvideos die Barrieren der Kommunikation aufzeigten. Das Künstlerduo wird eine Klangskuptur im öffentlichen Raum, genauer gesagt in der Stadtpfarrkirche Biberach, präsentieren. Die Beiden finden, dass öffentliche Orte spannend sind, weil die Zuschauer auf Veränderungen oder Zweckentfremdung eines öffentichen Ortes überraschend reagieren.

Daher wird am Sonntag, 28. September, 17 Uhr in der Simultaneumkirche in Biberach an der Riss, der Stadtpfarrkirche am Marktplatz, eine Messe für Donner, Regen, Sprache und Gesang angeboten.

Ort: Stadtpfarrkirche St. Martin, Am Kirchplatz, 88400 Biberach

Auszug aus der Pressemitteilung Museum Villa Rot Burgrieden:

Im Rahmen seiner aktuellen Ausstellung Kunst Oberschwaben 20. Jahrhundert – 1970 bis heute präsentiert das Museum Villa Rot in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach die zeitgenössische Messe Missa Tempestatis des in Oberschwaben aufgewachsenen und heute in München lebenden Künstlerduos Johannes Brunner und Raimund Ritz.

Mit ihrer Klangskulptur nehmen der Bildhauer Johannes Brunner und der Komponist Raimund Ritz Bezug auf die zentrale liturgische Form des katholischen Gottesdienstes.
Die Texte der Liturgie wurden übertragen und um weitere alte, religiöse Textfragmente ergänzt. Sie werden gesprochen und gesungen von zwölf Sprechern und Sängern, Sopran, Bass und Counter-Tenor. Keine konzertante Aufführung, sondern unsichtbare Technik erwartet die Besucher. Der Klang wandert, die Musik dringt von allen Seiten auf den Hörer ein und verwandelt den architektonischen Kirchenraum in einen Klangraum.

Johannes Brunner und Raimund Ritz experimentieren mit Beschleunigung und Dehnung des Klangs, mit seiner Bewegung zwischen Nähe und Ferne, seiner Zersplitterung und Synthese, seiner Lautstärke und Stille, und lassen ein einzigartiges Klangerlebnis entstehen.

Die Aufführung findet in einer Kooperation des Museums Villa Rot mit dem Kunstverein Keck e.V. sowie der Evangelischen und Katholischen Gesamtkirchengemeinde in der paritätischen Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach statt.

September 23, 2014
von upperswabia
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Wendelinusritt – von Gutenzell nach Niedernzell

Prozessionsritt Wendelinusritt Gutenzell nach Niedernzell

Prozessionsritt Wendelinusritt Gutenzell nach Niedernzell

Jedes Jahr am Dritten Sonntag im September findet der Wendelinusritt von Gutenzell nach Niedernzell, Landkreis Biberach statt. 500 Reiterinnen und Reiter nehmen mit ihren Pferden an dem Prozessionsritt in Oberschwaben teil. Von Grundschulalter bis ins hohe Greisenalter, es sind alle Generationen vertreten und auch alle Pferderassen. Es ist ein Aufwand für die 28 Gruppen, die aus ganz Oberschwaben anreisen. Tags zuvor werden die Pferde gewaschen, gestriegelt, die Mähne in Form geschnitten und die seltenen und wertvollen Zaumzeuge vorbereitet und vor dem Start angelegt. Jede Blutreitergruppe hat ihre eigenen Schabracken mit dem jeweiligen Wappen und dem Gruppennamen, meist der Ort draufgestickt. Schabracken sind gefütterte, gesteppte Baumwoll oder Filzunterlagen unter dem Sattel, damit das Pferd keine Druckstellen vom Ledersattel bekommt. Ebenfalls tragen die Reiterinnen und Reiter Schärpen, das sind Bänder meist zweifarbig. Sie symbolisieren die Zusammengehörigkeit der Gruppe. Wenn Regen angekündigt wird, tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch Regenmantel, zum Schutz der Ledersättel und der Kleidung. Zudem gibt es Standarten-Träger, es ist die reichbestickten Fahnen der Blutreitergruppe, die zig Jahre alt sein kann. Da diese ebenfalls sehr wertvoll sein kann, werden diese bei möglichem Regen in eine Hülle gepackt. Innerhalb des Ortes, während des Zuges spielen Musikkapellen zwischen den Reitergruppen. Sobald die Reiter im Gelände sind wird gebetet und gesungen. Damit hier das Mitsingen einheitlich klappt spricht und singt der Pfarrer in ein Mikrofon. Somit kann vom Gruppenführer vorne bis zum letzten Gruppenmitglied gleichzeitig mitgesungen werden. Übrigens in jeder Gruppe reitet ein Pfarrer mit. Auch das muss organisiert sein, dass jeder  Pfarrer ein zuverlässiges Pferd zum Mitreiten bekommt. In den seltensten Fällen sind die Pfarrer trainierte Reiter, wobei es in Oberschwaben Tradition ist, dass der Pfarrer keine Scheu vor Pferden hat. In Niedernzell findet ein Gottesdienst statt, der ebenfalls über Mikrofon übertragen wird, da die Reiterinnen und Reiter meist bei den Pferden innerhalb des Ortes bleiben. Die zahlreichen Besucher und Fußpilgerer nehmen meist stehend am Gottesdienst teil. 2014 fiel ein Platzregen kurz vor dem Ende des Gottesdienstes. Am Ende reiten die Reiter wieder zurück nach Gutenzell zu ihren Aufstellungsplätzen. Auch das ist Organisation. Jeder Gruppe braucht ein Gelände, bei dem die Autos plus Pferdeanhänger geparkt werden können. 500 Pferde bedeutet mindestens 200 Pferdeanhänger plus Wagen. Die Gutenzeller und die Nachbargemeinden haben natürlichlich die Möglichkeit direkt aus dem Stall zum Prozessionritt zu starten.

Der Prozessionsritt, die Freude der Kinder, die vielen Reiterinnen und Reiter, Pfarrer und auch die Pferde, die an diesem Ritt teilnehmen, beeindruckt. Es ist eine Besonderheit in Oberschwaben, dass sich diese Tradition ungebrochen weitergeführt wird. Glauben und Religionszugehörigkeit während eines gemeinsamen Ausrittes zu präsentieren. Wer glaubt, dass nur katholische Reiterinnen und Reiter teilnehmen, irrt. Es ist ein Bekenntnis zum Glauben. Ein indischer katholischer Pfarrer ritt zum ersten Mal mit. Er kennt die Prozessionsritte aus Südindien. Nur dort sind es Elefanten. Und die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer am Wegesrand. Trotz Oktoberfestumzug in München, auch zwei Münchnerinnen im festlichen Dirndl reisten für den Wendelinusritt am Morgen in den kleinen Ort Gutenzell nach Oberschwaben an.

Ein Bildereindruck der Prozessionsreiterinnen und -reiter von verschiedenen Orten. Fotos Inge Veil-Köberle, Musik von David Löhstana.

http://youtu.be/8q3Mdg6wYbA

September 22, 2014
von upperswabia
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Guten Tag, Entscheidet Euch!

Das neue Motto lautet: Entscheidet Euch!

Karte Florian Schröder - oberschwaben-welt

Karte Florian Schröder – oberschwaben-welt

Das neue Kabarett-Programm von Florian Schröder trägt diesen Titel. Und dies ungeachtet, dass es Entscheidungen gibt, weshalb in dem vergessenen Land zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee, gennant Oberschwaben, gelebt wird. Ein Pluspunkt für Oberschwaben war die offizielle Vorpremiere, auf schwäbisch auch „Generalprobe“ genannt von seinem brandneuem Kabarettprogramm. Auf 30 Bühnen wird der Kabarettist dieses Jahr in Deutschland und in der Schweiz die Gehirnströmungen zum Thema „Entscheidt Euch“ verbal aktivieren.

In Oberschwaben präsentierte er seine Vorpremiere am 19. September. Da stand er auf der Hoftheater-Bühne in Baienfurt, in live und in Farbe, im modisch warmgrauen glänzenden Anzug und überraschend mit jungem Vollbart. Das trägt der moderne dynamische Mann heute. Kurzum die Autogrammkarte ist so frisch, wie sein Bart jung ist.

Das Glück in Oberschwaben eine Generalprobe zu halten ist, das das Publikum keine mediale digitale Ausstrahlung hat, dafür ist das Publikum natürlich, meist charmant kritisch und unbeeindruckt von großstädtischem Promigetöse. Ein weiterer Grund in Oberschwaben eine Vorpremiere zu starten liegt darin, dass die Schwaben, wenn sie Eintritt bezahlt haben, nicht den Saal verlassen. Das sei laut Schröder im nördlichen Teil von Deutschland schon anders. “Zahlt isch zahlt“, ist das Statement eines Schwaben. Das weiß Florian Schröder, von daher hat er die optimale Ausbeute wie das Publikum reagiert auf jede einzelne Einheit seines frischen verdichteten brillianten Programmes.

Und Florian Schröder ist richtig gut. Intellektuell ist das Hirn gefordert. Zwei Verhaspler bei einem Worttempo, das daran erinnert, das kurz zuvor deutschlandweiter Blitzmarathon war. Er hat die Geschwindigkeit an dem Tag garantiert angepaßt und dann in der Generalprobe mal so richtig im Rennfahrer-Tempo laufen lassen. Irre scharf. Jedes Wort sitzt. Und bis auf einen älteren Herrn hat sich keiner getraut aufs Klo zu gehen. Was zu verpassen von der Wortdichte geht gar nicht.

O-Ton der Tischnachbarin: Das hätte ich nicht gedacht, dass ich heute noch soviel zu denken habe.

Zu Lachen gab es ebenso Gründe. Gut, dass es Frauen gibt, die Humor haben, es würde ihnen sonst der Brocken in der Mundhöhle stecken bleiben, wenn Schröder treffend deren Essensbestellung im Restaurant analysiert. Doch die Qual der Entscheidung trifft auch empfindlich die Männer. Der Mensch und seine Entscheidungsqual. Und ja er schafft es treffend in die Körpersprache der Angela Merkel zu schlüpfen. Auch der neue Digitalchef Öettinger in Brüssel versteht dank Florian Schröder seine eigenen Reden. Politisch ist der Kabarettist nicht alternativlos.

Noch ein O-Ton einer Tischnachbarin: Ihn habe ich vor einigen Jahren schon mal in Oberschwaben gehört. Nicht wieder zu erkennen. Richtig richtig gut.

Er hat es auch nicht vergessen, dass ihn das Hoftheater in Baienfurt auf die Bühne holte, wo er noch unbekannt war. Jetzt zählt er zu den Großen laut Spiegel in der Kabarettszene.

Wieder mal ein Vorteil in Oberschwaben zu leben, wo in Ruhe auf der Bühne mal ne Generalprobe gemacht wird. Tja die Schwaben könnet alles, nur kein Hochdeutsch, doch verstehen tun sie es sehr wohl.Es bleibt nur die Frage ob irgendjemand anders in Deutschland versteht, warum es Baden-Württemberg geschafft hat, das das Gleichgewicht der Wortsilben mit Hilfe der Ministerpräsidenten wiederhergestellt ist.

Übrigens kommt Florian Schröder wieder nach Oberschwaben, am 2. Oktober nach Tuttlingen in die Angerhalle und am 16. Oktober in die Stadthalle nach Biberach an der Riss.

Alternativlos ist nach Schröder das Unwort des Jahres. Stimmt. Es gibt immer Alternativen. Trotzdem Schröder verdient die Entscheidung ihn nochmals zu hören. Denn wenn ebbes guat isch, hört mer sich des au gern nochmal an – oder?

Premiere bei den Wühlmäusen in Berlin am 24. September, Telefon 030-30 67 30 11

Link zu Florian Schröder