Zum sechsten Mal fanden dieses Jahr die Filmtage Oberschwaben statt. Unter der Leitung von Helga Reichert wurden an zwei Standorten, einmal in der Linse in Weingarten und im Kino Frauentor in Ravensburg Filme dem Publikum präsentiert. Das Besondere im Anschluss nach dem Film können die Filmschaffenden zum Film befragt werden. Am Ende der Filmtage stellt jeweils pro Kategorie eine Jury den Siegerfilm vor, die von unterschiedlichen Personen und Institutionen mit einem Preisgeld dotiert wurden.
Die Gewinner für 2026 lauten:
Bester Spielfilm „Hans W. Geißendörfer Preis“, dotiert von der Stadt Ravensburg in Höhe von € 1.000 Euro
Once upon a Time in a Cinema
Regie: David Gleeson
Handlung: Irland, 1984: Kinobetreiber Earl Clancy versucht, eine Freitagsvorstellung zu überstehen, bei der so ziemlich alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Gleichzeitig muss er entscheiden, ob er sein Kino verkauft und damit einen wichtigen Teil seines Lebens aufgibt. Eine temporeiche irische Komödie und zugleich eine augenzwinkernde Liebeserklärung an das Kino, geschrieben und inszeniert von David Gleeson, der selbst in einer Kinobetreiberfamilie aufgewachsen ist. Quelle: Der Filmverleih
Link zum Trailer auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=ZZnN14dv7A0
Bester Dokumentarfilm, dotiert von der Kulturstiftung Weigele, Biberach in Höhe von 1.000 Euro
Lauf!
Regie: Sabine Willmann und Oliver Heise
Handlung: LAUF! – Der Film, der bewegt – Begegnungen zwischen zwei Grenzen. Auch die Filmemacher*innen Sabine Willmann und Oliver Heise sind den Trail gelaufen und Teil der Geschichte: ein Paar, zwei Perspektiven. Die Menschen erzählen, was sie fortgetrieben und wie das Zuhause sie wieder aufgenommen hat. Dafür befragen die beiden Filmemacher Jahre später einige Protagonist:innen noch einmal, um zu erfahren, was vom Trail geblieben ist. Ein Film über Menschen, die der Trail verändert hat. Im Zentrum stehen Aufbruch, Veränderung und Heilung und die Frage, was von einer solchen Reise bleibt. Quelle – auf dem Laufenden bleiben: laufderfilm.de
Link zum Trailer auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=skxDR1MbrZo
Bester Kurzfilm, dotiert von einem Filmfreund aus Oberschwaben in Höhe von 1.000 Euro
Can 1 Bicycle change a Life?
Regie: Don Ailinger
Handlung: Ein Dokumentarfilm über Hoffnung und Radsport in Ruanda. Der Film folgt drei Menschen während des Mountainbike Rennen „Rwandan Epic 2024“ und zeigt, wie Radsport Leben verändern kann. Atemberaubende Landschaften, packende Renn-Action und bewegende Geschichten erzählen von Gemeinschaft, Chancen und Träumen für die nächste Generation. (Quelle: Filmheft Filmtage Oberschwaben)
Bester Kinder- und Jugendfilm, dotiert von der der Filmförderung Baden-Württemberg (MFG) in Kooperation mit der LFK in Höhe von € 1.000 Euro
Sammy und Frida – Chaos mit Sense
Regie: Katja Benrath
Handlung: Samuel, elf und nach einer Krankheit endlich wieder gesund hat Regeln: keine Keime, keine Kinder, null Risiko, absolute Ruhe! Doch dann steht Frida vor ihm. Ausgerechnet von Samuel soll sie lernen, wie Leben geht. Während Samuel panisch versucht, Frida wieder loszuwerden, stolpern die beiden mit anderen Kindern in wilde Abenteuer. Am Ende finden Samuel und Frida genau das, was sie am wenigsten erwartet haben.
Trailer: http://sammy-und-frida.com/index.html#trailer
Frauenfilmpreis, dotiert und vergeben vom Soroptimist International Club Ravensburg/Weingarten in Höhe von 1.000 Euro
Vaterstadt
Regie: Anna Schubert
Handlung: Ein traditionsreiches Kinder- und Heimatfest stellt eine süddeutsche Kleinstadt jedes Jahr auf den Kopf. Was als ausgelassene Feier beginnt, offenbart ein komplexes Geflecht aus Ritualen, Hierarchien und Geschlechterbildern, in dem gesellschaftliche Normen und Machtstrukturen bis heute fortgeschrieben und gefestigt werden. Als sich vor vier Jahren erstmals eine reine Frauen-Trommlerinnengruppe gründet, gerät die über 400 Jahre alte Ordnung ins Wanken. Aus der Perspektive verschiedener Protagonist*innen begleitet der Dokumentarfilm „Vaterstadt“ einen emotionalen Aushandlungsprozess zwischen Bewahrung und Veränderung. Dabei verhandelt er Fragen nach Heimat, Identität, Zugehörigkeit und sozialem Wandel und zeigt, wie innerhalb von Machtstrukturen Bedeutung entsteht – und erzählt wird.
Inhaltswarnung: sexualisierte Sprache (Quelle: Filmheft Filmtage Oberschwaben)