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Kinofilm Bocksprünge – Fimfestspiele Biberach 2014

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Der Film Bocksprünge war der diesjährige Eröffnungsfilm der Filmfestspiele Biberach. Eine Beziehungskomödie. Komödien sind ja im Deutschen Film keine Massenware.

Um was geht es im Film:
Udo hat eine Affäre mit Maya. Maya ist mit Silvan zusammen. Silvan möchte gerne Vater werden und hat ein Verhältnis mit Valerie. Doris, die Frau von Udo, erfährt es und ertappt ihren Udo mit Maya. Doris trifft Rudolf im Wald. Rudolf vermisst seine Eva und verliebt sich in Valerie. Für Doris bleibt übrig?

Meinung:
Als Filmfestivalbesucher kann man bei dem Filmangebot durchaus einen Beziehungs-Wirrwarr-Film von paarungsgewillten Menschen ignorieren. O-Ton einer Filmschauerin: „Eigentlich hat mich der Film gar nicht interessiert, ich bin wegen der Eröffnung und dem jährlichen Wiedersehen von Besuchern und Filmschaffenden gekommen.“ Doch der Film hat ihr überraschend gut gefallen. „Er war nie flach und vorhersehbar und es konnte herzhaft gelacht werden“, fügt sie hinzu. Die Situationskomik und die Mimik der Schauspieler, die Dialoge führten zu einem heiteren und kurzweiligen Filmerlebnis. Die Mimik von Udo (Eckhard Preuß) und vom Barmann (Jochen Nickel) auch von Valerie (Teresa Rizos) und Maya (Julia Koschitz) sprachen Bände. Schauspielkunst zum Anschauen und Genießen.

Bocksprünge ist der erste Film von Eckhard Preuß, der zudem das Drehbuch, die Regie und die Rolle des Udos spielte. Eckhard Preuß war bisher eher bekannt als Schauspieler. Diesen Film schulterte er finanziell zusammen mit Schauspielkollegen. Preuß hörte schon die Kritik, dass sich eine Frau doch niemals so einen Udo auf die Bettkante holen würde.

Er sieht das gelassen. Das Leben geht seine eigenen Wege und die Ironie liegt im Schicksal. Preuß wurde gefragt, ob er selbst so etwas erlebt habe. Er sagte: „Nein. Doch er traf einen Mann, der ihm erzählte, dass er jahrelang ein Verhältnis mit der Nachbarin hatte. Des Mannes Partnerin entdeckte die Affäre nur deshalb, weil der Mann sich auffallend wohnlich bei der Nachbarin eingerichtet hatte.“

Bocksprünge gewann am Eröffnungsabend einen Publikumslieblingsbonus. Doch warten wir ab, die Filmfestspiele haben ja erst begonnen. Und wenn „Bocksprünge“ ab 20. November ins Kino kommt:  Anschauen. Ein kurzweiliger heiterer Kinoabend und der Satz „Nich so viel quatschen, ok?“ bekommt ein ganz neue Bedeutung.

Schauspielerrollen:
Udo (Eckhard Preuß), Doris (Jule Ronstedt),  Maya (Julia Koschitz), Silvan (Benjamin Sadler), Valerie (Teresa Rizos), Rudolf (Friedrich Mücke) und Barmann (Jochen Nickel), Vater Dahlmann (Robert Giggenbach), Mutter Dahlmann (Caroline Ehinger-Schwarz)

Regie: Eckhard Preuß; Buch: Eckhard Preuß, Butz Buse; Kamera: Thomas Wittmann; Musik: Thom Hanreich; Schnitt Benny Negges; Produzent: Oliver Mielke; Produktion Entertainment Factory

Webseite: www.bockspruenge-derfilm.de

Trailer:

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