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Dorffest in Rot an der Rot

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Die Bewohner von Rot an der Rot mit seinen fast 4500 Einwohnern werben damit das schönste Volksfest in Oberschwaben zu haben. Und so Unrecht haben sie gar nicht. Das Dorf, die Klosterkirche St. Verena, die Klostergebäude, das Museum über HAP Grieshaber und das Erdölfeld Mönchsrot sind sehenswert, auch ohne Dorffest. Sankt Verena ist der letzte große Kirchenneubau der Prämonstatenser Mönche. Die weit sichtbaren Türme sind 60 Meter hoch.

Doch das Dorffest mutiert zu einem erlebnisreichen Volksfest und wird zwei Tage lang gefeiert. Auf dem Gelände zwischen Kirche und Kloster war am Sonntag ein Kunsthandwerkermarkt und viele Gelegenheiten sich auf Bierbänken zu setzen und auch den Hunger und den Durst  mit einer Vielzahl von Angeboten zu beruhigen. Gezeigt wurden die alten Handwerkerkünste, wie die Vorführungen der Zimmermänner, der Weidenflechterin, die Schnitzkunst von Holzschnitzer Willburger sowie wie früher die Wäsche gewaschen wurde. Zudem gab es zahlreiche Mitmachaktionen wie aus Schilfgras Seile gedreht wurden. Früher brauchte man diese Seile um Heu- und Strohgarben zusammen zu binden. Auch der Schmid, der am offenen Feuer das Eisen zum Glühen brachte und es zusammen mit einem Jungen im Wechsel beschlug. Die Technik des Buchdruckes mit einer nachgebauten Gutenberg-Presse wurde vorgestellt. Ulrich Beck und Wolfgang Fischbach gaben Einblick in diese mittelalterliche revolutionäre Erfindung. Dieses Jahr konnte auch die Gutenberg-Bibel als Kopie angeschaut werden.

Auffallend waren auch die verschiedenen Plätzen an denen Musikkapellen spielten. Weiterhin gab es viele Angebote für die Kinder. Auch eine Gruppe von Alphornbläser zog die Aufmerksamkeit der sehr zahlreichen Besucher auf sich. In der Klosteranlage war zudem eine Oldtimer-Ausstellung. Ob Motorräder, alte Traktoren, historische Land- und Hauswirtschaftsgeräte und auch Autos und Feuerwehrautos – es waren Raritäten dabei, die das Auge erfreuen. Das ganze Dorf schien im Einsatz zu sein, der Kleintierzüchterverein zeigte zur Freude der Kinder seltene Hühner- und Taubensorten und Albinohäschen mit ihren roten Augen und ganz fein geäderten Ohren.

Es ist ein Schaufest, ein Fest welches seit über 20 Jahren regelmäßig gefeiert wird.  … Ja!  ein zünftiges Volksfest.

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2 Kommentare

  1. Auch die Oberschwaben-Welt.de war zu Besuch auf dem Dorffestes in Rot an der Rot.

    Herzlichen Dank für die schöne Beschreibung unseres Festes. Wir hoffen Sie hatten einen schönen erlebnisreichen Tag bei uns in Rot an der Rot. Ihre Fotos zeigen auf jeden Fall das Sie schon im Festgelände „rumgekommen“ sind.

    Ich denke, wir sehen uns wieder – auf dem Dorffest 2015, oder?

    Schönen Gruß vom Dorffest-Ausschuss

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