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Dokumentationsfilm: Auf direktem Umweg

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Bei den Biberacher Filmfestpielen werden auch verschiedene Dokumentarfilme vorgestellt. Dokumentarfilme sind laut Indendant Adrian Kutter im klassischen Kinobetrieb nicht sehr stark besucht. In Biberach an den Filmfestspielen waren die Vorstellungen ausverkauft. Als Studenten nahmen Niklas Ewert und Leonard F. Caspari an der Mongolia Ralley teil.  Ein Fazit von Ewert: Ich hoffe, dass ich den Humor der Russen und die Gelassenheit der Mongolen mitnehme“.

Um was geht es:
Zwei Studenten entschließen sich spontan an einer Rallye in die Mongolei mitzumachen. Voraussetzung war ein Kleinwagen und Reisepässe. Sie kauften sich einen alten grünen Renault Twingo und starteten von Bayreuth nach Ulaanbaatar, Hauptstadt der Mongolei. Durch 11 Länder führte der 14.700 Kilometer lange Weg über Straßen und solche, die gar keine mehr waren. Sie starteten ohne Reisepässe, da diese auf dem Postweg verloren gingen. Erst in der Türkei bekamen die Beiden ihre neuen Pässe. Fast zwei Monate waren sie unterwegs, unvorbereitet und ohne Automechaniker Kenntnisse. Sie erlebten Hindernisse, Pannen und Bekanntschaften.

Meinung:
Niklas Ewert ist der Sprecher in dem Film. Ruhig erzählt er die Erlebnisse, die ja nicht vorhersehbar waren. Leonard F. Caspari ist der Kameramann. Obwohl die Männer unvorbereitet losgefahren sind, zollt dieses Annehmen der Hindernisse und Pannen still und leise Respekt den Abenteurern. Sie schaffen es Mut und Zuversicht zu senden, dass irgendwie alles wieder gut wird. Der Film ist weder langweilig noch aufgeregt. Die Abenteuerlust wird gestärkt und der Zuschauer stellt eine perfektionistische Reiseplanung vielleicht doch in Frage.

Es ist eine Gute-Laune-Dokumentation mit Landschaftsaufnahmen, die jedoch nicht im Vordergrund stehen. Ein Abenteuerfilm, der daran erinnert, dass Zuversicht das beste Reisegepäck ist. Und auch die Erkenntnis – so richtig allein ist man auch am Ende der Welt nicht.

Der Film ist empfehlenswert, weil er so unaufgeregt ist und einen Spannungsbogen hat, der bis zum Ende hält. Meiner Meinung nach gibt der Trailer diese Zuversicht nicht rüber, weil der Zuschauer erst eine Weile Beifahrer sein sollte.

Mitwirkende: Niklas Ewert, Leonard F. Caspari

Produktion: Steffen Freckmann, Musik: Jens Südkamp

Film-Webseite:  Auf direktem Umweg
Webseite zur Mongolia Rallye

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