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Die Gewinner der Biberacher Filmfestspiele 2014

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Jetzt ist es raus. Trommelwirbel. Freude. Hurra.

Der in Ulm gedrehte Film „Geschenk der Götter“ von Regisseur Oliver Haffner räumt den Goldenen Biber ab. „Be my Baby“ wurde mit einem Preis von der Publikumsjury- und der Schülerjury ausgezeichnet.

Sieben Biber werden an Filme vergeben, der Ehrenbiber geht an Reinhard Hauff. Er ist Regisseur, Lehrender und Mitinitiator der Biberacher Filmfestspiele, die sich zum 36. Male jährten. Sieben Biber gingen an die Filme:

„Ein Geschenk der Götter“ von Regisseur Oliver Haffner
erhält den Goldener Biber, der mit 5000 Euro dotiert ist.

Der Film dreht sich um eine Gruppe ausgegrenzter Arbeitsloser, die mit Hilfe einer selbst arbeitslosen gewordenen Schauspielerin das Theaterstück „Antigone“ einüben. Nicht nur die Schauspielerin erhält wieder ihren Selbstwert zurück, der Film zeigt wie Menschenwürde und Lebenssinn auf einen Weg gebracht werden kann.

Trailer: Ein Geschenk der Götter

„Die Frau mit einem Schuh“ von Michael Glawogger
erhält den Fernseh-Biber, der mit 3000 Euro dotiert ist.

Es ist ein spannender Krimi aus Österreich, der eine liebevolle Millieustudie beschreibt.

Webseite mit Fotos Die Frau mit einem Schuh

„Los Angeles“ von Damien John Harper
erhält den Debütspielfilm-Biber, ebenfalls mit 3000 Euro dotiert.

Der Film dreht sich um den 17jährigen Mateo der aus einem kleinen Dorf in Mexiko nach Los Angeles gehen will, um seine Mutter und seinen Bruder finanziell unterstützen zu können. Um über die Grenze zu kommen muss er sich mit viel Geld über die Grenze schleusen lassen und tritt in eine Gang ein, um Schutz zu erhalten. Diese wollen ihn zum Mörder machen.

Trailer: „Los Angeles“

 

„Wiedersehen mit Brundibär“ von Douglas Wolfsperger
erhält die Dokumentation den Doku-Biber, der auch mit 3000 Euro dotiert ist.

„Holocaust?“ Nicht schon wieder, das war in der Schule schon oft genug das Thema, war die erste Reaktion der Jugendtheatergruppe der Berliner Schaubühne. Doch die Begegnung mit einer Überlebenden, der Erstaufführung Brundibär in Theresienstadt und deren gemeinsame Reise nach Theresienstadt zieht die Jugendlichen in die Geschichte. Es ist ein Erlebnis, das auch die Zuschauer mitnimmt.

Trailer:  „Wiedersehen mit Brundibär“

„Die Brunnenfrau“ von Julia Finknagel
erhält den Biber für den besten Kurzfilm (2000 Euro)

Der Film von Julia Finkernagel ist 16 Minuten lang und zeigt eine Entwicklungshelferin, die in Afghanistan einen Brunnen bauen soll. Doch die Dorfbewohner sind feindselig. Als sie die „Verhinderer“ entdeckt wird ihr bewusst, dass ihre westliche Vorstellung von dem was gut für den Menschen ist, in einem anderen Kulturkreis völlig anders gesehen wird.

Trailer: Die Brunnenfrau

„Be my Baby“ von Regisseurin Christina Schiewe
erhält den Publikumsbiber (2000 Euro) und den Schülerbiber (3000 Euro)

Begründung der Schülerjury: Die Entscheidung fiel schwer. Doch der Satz, der im Film fiel: „Wenn mein Baby nicht leben darf, wenn es behindert ist, warum darf ich dann leben?“ habe überzeugt.

Trailer mit Szenen aus dem Film: „Be my Baby“

 

Der diesjährige Ehrenbiber geht an Reinhard Hauff. Er zeigte seine Filme in den 70er Jahren in Biberach und gilt als Mitinitiator der Biberacher Filmfestspiele. Zudem war er lange Jahre Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Er gehört zu den wichtigsten deutschen Filmregisseuren.

Übrigens ist der Fernsehbiber dieses Jahr zum ersten Mal dotiert vergeben worden. Hans W. Geissendörfer ist Sponsor dieses Preises. Er erhielt 2011 den Ehrenbiber.

 

Link zu den Biberacher Filmfestspielen

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