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Das Wörtchen Zuversicht

Oberschwaben versinkt wieder mit einem grandiosen Sonnenuntergang in die Nachtruhe. Und morgen startet wieder ein neuer Tag. Und gerade wenn ein schöner Sonnenuntergang zu sehen ist, ist es faszinierend wer im Bekanntenkreis und weiteren Social Media Umfeld ebenfalls diesen farbintensiven Sonnenuntergang gesehen hat. Ob am Bodensee, im Schwarzwald, in Bayern oder am Rhein … wo auch immer, wir haben nur eine Sonne, die jeden Abend untergeht.

Unter einer Sonne leben wir. Glück oder nicht – erst heute Morgen erfuhr ich von den IS-Anschlägen in Paris. Eine Bekannte erzählte es mir, weil sie das Fußballspiel mit ihrem Mann anschaute. Sie war aufgefühlt, konnte nicht schlafen und unternahm eine Nachtwanderung. Ich fuhr nach unserer Begegnung den PC hoch und sah die Fülle der Nachrichten und auch die Kommentare in den Sozialen Medien. Ein Schockzustand. Der Tag verlief nun anders wie geplant. Nicht das erste Mal in dieser Woche, doch diese Nachrichten und Meinungen wühlten anders auf.

Diese Terroranschläge lassen Zweifel und Ängste bei den Menschen hochkochen. Wutentbrannte, ja hasserfüllte Sätze werden hinausgeschleudert ins World Wide Web, nun von Menschen, die ich bisher als sehr „besonnen“ erlebte. Hilft das? Und oft ist es ein zweifelnder Hilferuf, auf den vielleicht noch reagiert werden kann.

Was hilft? Wie gehen wir damit um. Mir fällt heute nur das Wort „Zuversicht“ ein. Zweifel schwächen den Menschen, Ängste sind keine guten Ratgeber. Zuversicht ist ein Wort, das nicht verharmlost und doch einen ermutigt positiv den nächsten Schritt zu wagen, sich zu besinnen, was wir wollen, was uns wichtig ist. Freiheit und Angstfrei leben zu können ist das höchste Ziel im respektvollen Miteinander der Menschen.

Nachfolgend ein Gedicht von Klaus Enders, das ich in den Weiten des Internets entdeckt habe und meines Erachtens gut in Worte fasst:

Zuversicht

Es ist das Wörtchen Zuversicht,
das uns am Leben hält,
denn ohne Hoffnung geht es nicht,
zu grau ist oft die Welt.

Die Zuversicht ist unser Pfand,
des Schicksals Rad zu dreh’n,
denn nirgends gibt’s ein Wunderland,
egal wohin wir geh’n.

Nur eigne Kraft und Zuversicht
läßt lebenswert gestalten,
sonst schafft man diese Bürde nicht
und alles bleibt beim Alten.

Die Zuversicht bringt stets Gewinn
in allen Lebenslagen,
sonst läuft umsonst die Zeit dahin
mit ungelösten Fragen.

Das kleine Wörtchen Zuversicht,
das muß uns stets begleiten,
es ist im Dunkeln auch das Licht,
mit dem wir vorwärts schreiten.

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