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Sankt-Georgs-Ritt Ochsenhausen

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Es war der 41. Sankt-Georgs-Ritt in Ochsenhausen. Dieser Prozessionsritt findet jedes Jahr am ersten Mai-Sonntag statt. Gestartet wird unterhalb des Klosters am Busparkplatz. Die circa 600 Personen reiten mit ihren Pferden, begleitet von Musikkapellen, entlang der Schloßstraße in die Innenstadt und wieder hinaus in die Flure. Zu dieser Zeit blüht meist der Raps und bei sonnigem Wetter, blühenden Obstbäumen ist die Dankbarkeit an die Schöpfung an die Natur zu spüren. Es wird gebetet, es wird gesungen – es ist ein Prozessionsritt. Auch wenn Personen, die es noch nicht erlebt haben, es als „Kirchengedöns“ abtun, es sei empfohlen es doch einmal mitzuerleben und dann erst zu urteilen. Es menschelt überall – trotzdem ist immer wieder eine Ernsthaftigkeit und Dankbarkeit zu spüren. Auch ein strahlendes Kindergesicht, das sich einfach freut mitreiten zu dürfen. Aus den Gründen, weil es die Eltern selbstverständlich tun oder einfach weil es gilt, dieses Mitmachen erleben zu wollen. Die Pfarrer zu sehen, wie aufgeregt sie sind, wenn sie wenig geübt auf einem Pferd sitzen oder auch das routinierte Reiten der Geistlichkeiten. Alles zu sehen, zu beobachten und sich selbst seine Gedanken zu machen über die Schöpfung, über das Leben und an den Glauben, dass es etwas noch Größeres geben muss.

Im Jahr 2017 galt das geistliche Thema zum Prozessionsritt dem „Sonnengesang des heiligen Franziskus“. Laut Dekan Sigmund F.J. Schänzle ist es einer der schönsten Schöpfungshymnen, die aus dem Mittelalter überliefert sind.

Der diesjährige Sankt-Georgs-Ritt war regnerisch und auf der Anhöhe des Rittes von einem frischen Wind begleitet. Es hatte genieselt. Doch es hätte auch schlimmer sein können, wie langjährige Reiter erzählten: „Es hatte auch einmal geschneit, ein eisiger Wind fegte uns entgegen. Die Pferde haben sich kurzerhand um 180 Grad gedreht und der Kälte ihren Hintern gezeigt haben“, erzählt einer. „So schnell konnte man gar nicht gucken, wie sich die Pferde gedreht haben“, fügte er hinzu.

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