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Hopfenernte beginnt rund um Tettnang

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Jedes Jahr, um den 25. August startet die Hopfenernte. Der Hopfen, ein Naturprodukt, der dem Bier das Aroma verleiht wird rund um Tettnang angebaut. Der Humulus Lupulus, so der lateinische Namen, gehört zur Familie der Hanfgewächse und wächst acht Meter hoch.

Daher ist es landschaftlich im Sommer ein Hingucker rund um Tettnang, wenn die schlanken Blättersäulen auf den Feldern zu sehen sind. Zirka 4000 Pflanzen stehen auf einem Hektar und der Hopfen ist eine sehr arbeitsintensive Anbaupflanze. Ein Sprichwort sagt, dass der Hopfen seinen Anbauer täglich sehen will.

Hopfen Foto ivk

Jede Hopfenpflanze räkelt sich rechtswindend den Sommer über an einem acht Meter hohen Eisendraht gen Himmel. Eine Pflanze wächst bis zu 30 Zentimeter in 24 Stunden. Der Eisendraht ist etwas über ein Millimeter dick und kann eine Last von 45 Kilo tragen. Die Pflanze mit ihrem Blattwerk, die sich scheinbar leicht im Wind wiegt, hat also ein Gewicht.

Das „Grüne Gold“ wie es im Volksmund heißt, verfeinert das Bier, meist im Premiumbereich. Das Hopfenanbaugebiet Tettnang wird im Jahr 2014 sein 170-jähriges Bestehen feiern und ist das einzige Anbaugebiet in Baden-Württemberg. Der Tettnanger Hopfen geht meist in den Export. Nur 15 bis 20 Prozent sind für den deutschen Markt bestimmt.

Ein besonderer Ausflugstipp ist daher in der Erntezeit das Hopfenmuseum bei Tettnang. Ab Ende August bis Anfang September kann live zugeschaut werden, wie die langen Hopfenpflanzen geerntet, abgeladen, in der riesengroßen Hopfenmaschine verschwinden und sortiert nach Blattwerk und Hopfenblüten zum nächsten Arbeitsschritt kommen. Nach der Trocknung wird der Hopfen in große Säcke verpackt. Rund um mich her duftet es fruchtig und würzig nach Hopfen. Es gibt auch Angebote für Kinder. Einmal im Jahr – während der Ernte – ganz nah dran!

Der am Museum startende Hopfenwanderweg lädt ein, die Landschaft und den Bodensee sowie nach Wetterlage die Berge zu sehen. (Karte)

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